Wird die Abstimmung vom 25. November zum Wendepunkt im Fluglärmstreit? (ZOL)
Ein Signal nach Bern mit unklaren Folgen
In der Flughafenpolitik ist die Swiss ein wichtiger Meinungbildner. Die nationale Airline lehnt nicht nur die Plafonierungs-Initiative kategorisch ab, sondern auch den weicheren Gegenvorschlag, den Lärm-Index ZFI plus. Vor den Delegierten des Flughafen-Schutzverbandes hat Swiss-CEO Christoph Franz Ende Juni ein düsteres Szenario skizziert.
«Es sieht danach aus, dass mache EU-Parlamentarier lieber die europäischen Fluggesellschaften und ihre Passagiere bestrafen als der Umwelt einen echten Dienst zu erweisen», enervierte sich Ulrich Schulte-Strathaus, Generalsekretär des europäischen Airline-Dachverbands AEA Anfang Woche.
ROBERT WILDI
Wolfgang Mayrhuber, CEO von Lufthansa, prophezeit, dass Zürich im Fall einer Plafonierung zum Teilzeitflughafen degradiert würde. Er will zwar nicht direkt damit drohen, dass Lufthansa die Bedeutung des Flughafens Zürich gegenüber Frankfurt und München automatisch zurückstufen würde.
Von Liliane Minor
Maximal 250 000 Flugbewegungen im Jahr und Nachtruhe von 22 bis 7 Uhr: Was die Volksinitiative «für eine realistische Flughafenpolitik » verspricht, klingt verlockend für so manchen Fluglärmgeplagten. Zumal die Initianten noch mehr versprechen. Zum Beispiel, dass nach einem Ja viel leichter ein allgemein verträgliches Betriebssystem gefunden werde, weil sich auch die Differenzen mit Deutschland in Luft auflösten. Und dass ganz nebenbei auch das Klima profitiere.