Allgemeine News

Leise, aber gezielt protestieren (AvU)

Publiziert von VFSNinfo am
Seit über zehn Jahren wird der Flughafen Kloten nach einem von Deutschland verordneten Anflugregime angeflogen. Dagegen wehrten und wehren sich Protestbewegungen. Was zu Beginn laut und schreierisch war, ist heute in der Öffentlichkeit kaum mehr wahrzunehmen. Wie weiter mit dem Fluglärmprotest?

CHRISTIAN BRÜTSCH

«Nein, von einer Erlahmung des Protests kann keine Rede sein», sagt Thomas Morf, Präsident des Vereins Flugschneise Süd   Nein (VFSN), dezidiert.

«Beschränkungen wären nicht gratis» (NZZ)

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Ein Pistenausbau sei in der Umsetzung des Staatsvertrags zwingend, sagt Martin Naville, Präsident des Komitees Weltoffenes Zürich. Und er wehrt sich gegen den Vorwurf, die Wirtschaft operiere mit Schreckensszenarien.

Interview: Andreas Schürer

Herr Naville, über die Umsetzung des Staatsvertrags wird hitzig diskutiert. Viele fordern, dass nicht die Bevölkerung den Preis zahlen soll. Der Flughafen Zürich müsse einen Schritt zurück machen und in Kauf nehmen, dass die Kapazität stagniert.

Bürgerliche Minderheit formiert sich gegen den Pistenausbau (NZZ)

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Der Fluglärm-Verteilkampf hebt Parteigrenzen auf: Unter dem Dach der Vereinigung Solidair bekämpfen Bürgerliche den Pistenausbau. Und sie fordern eine Verteilung der Belastung.

Andreas Schürer

Ulrich Wydler hat genug. Diese Woche hat der Präsident der FDP des Bezirks Bülach in seiner Wohngemeinde Nürensdorf die Schriften abgeholt – er zieht weg, nach über 30 Jahren. Dieser Schritt tue weh, erzählt er, aber die zusätzliche Lärmbelastung, die Gemeinden wie Kloten, Bassersdorf, Nürensdorf oder Lindau drohe, sei für ihn zu viel.

Fluglärm: Staatsvertrag als Kapitulation (infosperber)

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Verkehrsministerin Doris Leuthard hat schlecht verhandelt. Und die meisten Lärmgeplagten erhalten nicht einmal Schallschutzfenster.

Urs P. Gasche

Heute fliegen grosse Jumbo-Jets und Airbus-Maschinen sowie schwere Frachtflugzeuge vom Süden her jeden Tag ab 06.00 Uhr im Dreiminutentakt nur 300 bis 700 Meter über Zehntausende von Wohnungen und Häuser in Zürichs Vorort Schwamendingen und andern dicht besiedelten Orten unter den Flugschneisen. Unter der Woche dauert der Terror bis 07.00 Uhr, an den Ruhetagen Samstag und Sonntag sogar länger bis 09.00 Uhr.

SPD-Politiker bekämpfen nun auch Abkommen zum Fluglärm (TA)

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Die Schweizer hätten die Deutschen schon wieder über den Tisch gezogen: Nach dem Steuerabkommen blasen deutsche Sozialdemokraten nun auch beim Vertrag über den Flughafen Zürich zum Angriff.

Jetzt regt sich in der SPD auch heftiger Widerstand gegen den Fluglärm-Staatsvertrag mit der Schweiz, der übermorgen von den Regierungen unterzeichnet wird. Deutschland habe zwar «eine goldene Karotte vor die Nase» gehalten bekommen, sagt SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter im «Sonntag».

Bei genauerem Hinsehen entpuppe sich der Staatsvertrag aber «für uns als faules Ei».

Fluglärm: 32 Bürgermeister wollen klagen (BZ)

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Der Fluglärmstreit mit der Schweiz könnte vor Gericht gehen 32 Bürgermeister im Kreis Waldshut haben eine Resolution gegen den Staatsvertrag verabschiedet und wollen klagen.

Der Staatsvertrag über den Fluglärm ist unter Dach und Fach, am Dienstag wird die Vereinbarung von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und seiner Schweizer Kollegin Doris Leuthard (CVP) in Bern unterzeichnet. Der erhoffte Frieden mit den Schweizer Nachbarn ist aber nicht in Sicht. Auf beiden Seiten des Rheins formiert sich Widerstand gegen das ausgehandelte Papier.