Artiger Applaus und sonst nichts (ZSZ)
Kaum Gehör für Fluglärm-Index
Es gebe jene Orte, wo sich die Leute über den Fluglärm-Index (ZFI) informieren wollten, sagte Rita Fuhrer nach ihrem Auftritt, und jene Orte, «wo die Leute kommen, um ihrem Ärger Luft zu machen». Schwamendingen am Samstagmorgen gehörte definitiv zur zweiten Kategorie.
Die Aargauer Regierung spricht sich aus volkswirtschaftlichen Gründen gegen einen Plafond der Flugbewegungen aus. Und auch der gekröpfte Nordanflug ist kein Tabu mehr.
Von Peter W. FreyAarau – Wenn es um Fluglärm und den Flughafen Zürich ging, vertrat bisher der zuständige Bau- und Verkehrsdirektor Peter C. Beyeler (FDP) in der Öffentlichkeit allein die Position des Aargaus.
Pfäffikon Informationsveranstaltung zum Zürcher Fluglärminde
Regierungsrätin Rita Fuhrer erklärte am Dienstagabend in Pfäffikon den Zürcher Fluglärmindex. Sie tat es in einem fast leeren Saal.Der Fluglärm gilt als Reizthema. Und Regierungsrätin Rita Fuhrer bestreitet in ihrer Wohngemeinde Pfäffikon normalerweise Heimspiele. Deshalb war der Saal des Hotels Bahnhof für die Informationsveranstaltung der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion über den Zürcher Fluglärmindex (ZFI) ausgewählt worden.
Sitzung des Kantonsrats
ark. Wenige Monate vor den vermutlich grundlegenden und langwierigen Auseinandersetzungen über diverse Plafonierungs-Ansinnen verspürte am Montag offensichtlich niemand im Kantonsrat Lust auf eine Flughafendebatte. In weniger als einer Stunde war die «Zukunft des Flughafens» erledigt. Dass das gleichnamige Postulat nach wenig spektakulärer Debatte unbestritten abgeschrieben wurde, lag vor allem daran, dass es sich mehrheitlich auf die Vergangenheit bezieht.
Airline überholt Bundesamt im Fluglärmstreit
ZüRICH · Während das Bewilligungsverfahren für den gekröpften Nordanflug im Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) stockt, haben die Swiss-Piloten das dazu nötige Flugverfahren bereits geübt. Den Crews wurde ein Fragenkatalog vorgelegt, und sie mussten online einen Test zum «Gekröpften» absolvieren, wie Swiss-Sprecherin Stephanie Hugi bestätigt.Trotzdem bleibt die Einführung des gekröpften Nordanflugs, der den neu mit Fluglärm belasteten Süden und Osten des Flughafens beruhigen soll, blockiert.
Mit einem gemeinsamen Positionspapier wollen sechs südbadische Landkreise ihre Haltung im Fluglärmstreit verteidigen. Sie reagieren mit der Initiative auf die ihrer Ansicht nach starre Haltung der Schweiz.
«Wir wollen ein Signal setzen, dass die deutsche Seite mit einer Stimme spricht», sagte der neue Landrat des Kreises Waldshut, Tilman Bollacher, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur DPA. Das Papier werde am Dienstag in Waldshut-Tiengen unterzeichnet.«Die Schweiz darf ihren Fluglärm nicht nach Deutschland exportieren», sagte Bollacher.
VON NILS KöHLER
Waldshut - Einen Monat vor Beginn der neuen Verhandlungen über einen Staatsvertrag mit der Schweiz zur Begrenzung der Flugverkehrsbelastung schließen sich in Südbaden die Reihen. Sechs Landräte wollen am kommenden Dienstag unter der Schirmherrschaft von Freiburgs Regierungspräsident Sven von Ungern Sternberg ein Manifest gegen die Nordausrichtung des Zürcher Flughafens unterzeichnen. Das Papier enthält nach Informationen dieser Zeitung umfangreiche Forderungen zur Verringerung von Fluglärm, Emissionen und zur Verbesserung der Sicherheit.
ZÜRICH – Wenn man sich umhört in den Parteien und der kantonsrätlichen Verkehrskommission, die sich mit der Volksinitiative zur Begrenzung der Flugbewegungen bei 250\'000 und dem Gegenvorschlag des Regierungsrats – dem Fluglärm-Index – befasst, dann bleiben viele Fragen offen.