Uster fordert Kanalisierung der Ostanflüge (TA)
Von Nicole Roos
Von Nicole Roos
Frage der NZZ: Der Abstimmungskampf um Plafonierungsinitiative und Gegenvorschlag ist lanciert. Bisher haben Sie sich stets für eine Plafonierung bei 320\'000 Bewegungen am Flughafen ausgesprochen. Eine solche steht aber nicht zur Auswahl, wofür werden Sie sich entscheiden?
Antwort von Martin Bäumle: Ich werde beide Vorlagen befürworten, obschon sie mich nicht befriedigen. Die Plafonierungsinitiative geht zu weit, sie setzt aber ein Signal.Bisher sprach die Wirtschaft mit einer Stimme, wenn es um die Plafonierungsinitiative ging, die dem Regierungsrat aufträgt, sich beim Bund für maximal 250\'000 Bewegungen pro Jahr und neun Stunden Nachtruhe einzusetzen: Das wäre verheerend für Zürich und den Flughafen, heisst es, weil so jede Entwicklung verhindert und mehrere Destinationen nicht mehr angeflogen werden könnten.
Die Initiative zur Plafonierung der Flugbewegungen weise eine «doppelte Problematik» auf, sagte der ehemalige ETH-Professor und Leiter der Konjunkturforschungsstelle (KOF) Hans Würger am Medienanlass in Kloten. Zum einen sei sie auf den Zürcher Flughafen ausgericht, betreffe aber die Volkswirtschaft der ganzen Schweiz.
Zum andern werde die Initiative vornehmlich unter dem Aspekt des Fluglärms diskutiert.
«Wir wollen einen starken Flughafen, aber mit Mass», erklärte Stefan Wey, Präsident des Initiativkomitees der Flughafeninitiative. Mass heisst: Flugbewegungen einschränken, Nachtruhe ausweiten. Seit gestern machen die Plafonierungsbefürworter auf allerhand Werbematerial für ihre Anliegen aufmerksam.
Der 46-Jährige war während neun Jahren für Unique tätig. Der Verwaltungsrat hat die Suche nach einem Nachfolger aufgenommen, wie es in einem Communiqué des Unternehmens heisst. Felder wird Unique bis zu seinem Abgang unverändert zur Verfügung stehen.