Beruhigende Nachrichten vom Zürcher Flughafen (infosperber)
Christian Müller
Christian Müller
«Die Bahn muss weg! Die Bahn muss weg!» Rasseln drehen, Pfiffe gellen, es wird gejohlt. Das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens verwandelt sich an diesem Montagabend in einen Aufmarschplatz bürgerlicher Wut. Über 1500 Anwohner sind gekommen, wie jede Woche. Ein ganzes Jahr geht das schon so, seit die Nord-West-Piste eröffnet wurde, diese ungeliebte, dritte Landebahn.
Der Kanton Zürich sagt Ja zu einem Staatsvertrag, welcher der eigenen Bevölkerung deutlich mehr Lärm bringt. Was raten Sie den Leuten, die davon betroffen sind?
Wir haben gar keine andere Variante. Deutschland kann selbst über seinen Luftraum bestimmen. Zehn Jahre lang haben wir eine Lösung gesucht. Zweimal haben wir vor Gericht verloren.
Die Südschneiser trafen sich am Dienstagmorgen um 6 Uhr beim Mahnmal in Gockhausen, um den 9. Jahrestag der Südanflüge zu begehen. Rund 200 Personen nahmen gemäss einer Mitteilung des Vereins Flugschneise Süd – Nein am Anlass teil.
Dübendorfs Stadtpräsident Lothar Ziörjen trat als Gastredner auf.
Fabian Fellmann
Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) tritt beim Fluglärm-Staatsvertrag mit der Schweiz auf die Bremse. Noch vor wenigen Wochen trieb sein Ministerium die Vorbereitung für die Abstimmungen in den zwei deutschen Parlamentskammern eilig voran.
Von David Nauer, Berlin.
Peter Ramsauer (CSU) ist wütend. Ursache seines Zorns ist eine Zahl. 110\'000 Flugzeuge könnten künftig über deutsches Gebiet den Flughafen Zürich anfliegen, heisst es in der Vernehmlassung des Bundesrats zum Fluglärm-Staatsvertrag.
Zürich. – Die Politikerin wohnt in Lauchringen, nahe der Schweizergrenze. Als Gegnerin des Flugverkehrs über süddeutschem Raum, trägt sie selber zu mehr Lärm bei. Darin sehe sie keinen Widerspruch: «Für die paar Mal, die ich zwischen Zürich und Berlin hin und her fliege, trage ich genügend Lasten», sagt die 50-Jährige.
Von Liliane Minor
Die Überraschung war perfekt, als Bundesrätin Doris Leuthard und der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer Anfang Jahr die Lösung für den Fluglärmstreit präsentierten. Woran andere sich jahrelang die Zähne ausgebissen hatten, schien plötzlich geregelt.