«Viel mehr als der Fluglärm stört mich die Rechtswidrigkeit» (TA)
Auszug:
Mit Elisabeth Kopp sprach Ruedi Baumann
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Mit Elisabeth Kopp sprach Ruedi Baumann
Der gekröpfte Nordanflug wäre an sich mit den internationalen Normen für Anflüge vereinbar. Das heisst, er gilt als sicher. Weshalb wird er trotzdem nicht eingeführt?
Weil der gekröpfte Nordanflug auf Sicht geflogen werden müsste und damit 1,7-mal weniger sicher wäre als die Instrumentenlandeanflüge (ILS-Anflüge) auf die anderen Pisten.
Airlines in der EU müssen CO2-Zertifikate kaufen – Schweiz vorerst nicht dabei
Fliegen könnte ab 2012 noch teurer werden. Ab dann werden Airlines auf europäischen Flughäfen für den Klimaschutz zur Kasse gebeten. Für 15 Prozent ihrer Abgase müssen sie CO2-Zertifikate kaufen. Der Flughafen Zürich würde dadurch attraktiver, da hier keine solchen Kosten anfallen. Doch der Druck auf die Schweiz zum Mitmachen dürfte gross sein.
liegen könnte ab 2012 noch teurer werden.
Skandal! Die Südschneiser fühlen sich hintergangen, wie ein Blick in die Leserbriefspalten und in die Foren der Fluglärmgegner zeigt: Der Entscheid des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) gegen den gekröpften Nordanflug sei eine Ohrfeige für die Fluglärmgeplagten und entspringe politischem Kalkül, lautet der Tenor.
Regierungsrätin Rita Fuhrer kritisiert den Bund heftig. Beim gekröpften Nordanflug habe er sich vier Jahre Zeit gelassen, um plötzlich die Kriterien zu ändern.
Mit Regierungsrätin Rita Fuhrer sprach Ruedi Baumann
Sie sind Siegerin beim Verzicht auf die Parallelpiste und Verliererin beim gekröpften Nordanflug. Welches Gefühl obsiegt?
Verliererin beim Gekröpften ist unsere Bevölkerung im Kanton Zürich. Der Bund hat uns vier Jahre lang Hoffnung gemacht.
Raymond Cron, Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl), sagte es an der Medienkonferenz in Bern mehrere Male mit Nachdruck: Ein gekröpfter Nordanflug, der nicht auf Satellitennavigation basiert, stelle für die Flugsicherheit einen «deutlichen Rückschritt» dar. Er widerspreche der Luftfahrtpolitik des Bundes, die auf das Prinzip «Safety First» baue.
„Kompromissbereitschaft ist auf null gesunken"
ür Fluglärmforum Süd, die Plattform von 35 Gemeinden und Städten im Süden des Flughafens, ist die Ablehnung des Gekröpften Nordanflugs durch das BAZL nicht überraschend. „Jeder schiebt dem anderen den Schwarzen Peter zu", erklärt Richard Hirt, Präsident des Fluglärmforums Süd. „Das BAZL hat mutlos und beamtenhaft entschieden. Raymond Cron hätte es in der Hand gehabt, die Führung zu übernehmen. Denn Bundesrat Leuenberger hat sich politisch aus dem Dossier längst verabschiedet.