Neue Munition für die Fluglärm-Debatte (TA)
Zwei Studien liefern Argumente für eine Sonderbehandlung der Flughafengemeinden bei Planungsfragen sowie gegen Südanflüge. Der volkswirtschaftliche Schaden sei zu gross.
Zwei Studien liefern Argumente für eine Sonderbehandlung der Flughafengemeinden bei Planungsfragen sowie gegen Südanflüge. Der volkswirtschaftliche Schaden sei zu gross.
Mit harschen Worten hat das Stadtzürcher Parlament den Südanflug auf den Flughafen Kloten kritisiert. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution wird die sofortige Einführung des «gekröpften» Nordanflugs gefordert.
Kompensation der deutschen Flugbeschränkungen
Das Departement Leuenberger hat die Anflüge auf den Flughafen Zürich von Süden auf die Piste 34 gutgeheissen und die Plangenehmigung für den Bau eines Instrumentenlandesystems (ILS) erteilt. Betrieblich möglich sind die Südanflüge im Sichtflugverfahren ab Herbst 2003, mit dem ILS ein Jahr später.
ege.
Tagesschau: Bundesrat Leuenberger zu seiner Deutschland-Reise
Am kommenden 10.Juli treten die verschärften deutschen Anflugbestimmungen für den Flughafen Kloten in Kraft - Wenn nicht noch in letzter Minute eine Lösung im Streit zwischen Deutschland und der Schweiz zustande kommt. Heute Abend verhandelt Bundesrat Leuenberger mit dem deutschen Verkehrsminister Stolpe in Bonn. Für Kloten und die Swiss ist das ein vielleicht alles entscheidender Abend.
Bundesrat Moritz Leuenberger über Gespräche mit Deutschland und die Chancen der Swiss
Frage: Zürich ist inzwischen bereit, Südanflüge zu akzeptieren. Hat das die Haltung Berlins aufgeweicht?
BR Leuenberger: Das ist eindeutig so.
Südanflüge: Riesige Kosten sind zu erwarten
Im Fluglärmstreit geht es um grosse volkswirtschaftliche Kosten, die auf Unique und den Kanton Zürich zukommen könnten. Doch die Regierung schweigt zum brisanten Thema. (NZZ am Sonntag, 22.6.03)
Verliert Kloten die Hub-Funktion?
Ein Abbau der Swiss hat drastische Folgen für den Flughafen und die flugnahen Betriebe. Hunderte von Arbeitsplätzen werden wohl verloren gehen.
Anflugs-Debatte: Josef Felder sieht den gekröpften Nordanflug als Lösung
Interview mit Josef Felder, CEO Unique
Herr Felder, Sie fordern ein Ende der Partikular-Interessen, heisst das ein Ja zu Südanflügen?
Felder: Südanflüge würden den schleichenden Niedergang des Flughafens einläuten.
Auftakt zum Kampf gegen Nordabflüge
Bekanntlich fordern die baden-württembergischen Gemeinden den Südanflug auf den Flughafen Zürich als Ersatz für die bisher benutzten Nordanflüge. Auf Grund der verschärften Flugverbote über süddeutschem Gebiet rücken die Südanflüge denn auch immer näher. Und mit der Einführung der Südanflüge dürften Abflüge nach Norden häufiger werden. Der Bürgermeister von Hohentengen, Martin Benz, hat sich in der Nachrichtensendung «10 vor 10» vom 17.
Zürcher Stadtrat ist klar gegen die Südanflüge
Wenn am 10. Juli die verschärfte einseitige Regelung Deutschlands zum Verfahren über Anflüge auf den Flughafen Zürich in Kraft tritt, muss Zürich mehr Anflüge über Stadtgebiet in Kauf nehmen. Gegen die Südanflüge über dicht besiedeltes Gebiet wehrt sich der Stadtrat. Aus Lärm- und Sicherheitsgründen müssten andere Lösungen gefunden werden. Bundes- und Regierungsrat sollen sich stärker dafür einsetzen.
Der Regierungsrat soll Druck machen, damit der bananen-förmige Nordanflug eine Alternative zum Südanflug wird.
Von Jürg Schmid
Mit 109 Stimmen hat der Kantonsrat am Montag ein Postulat von Richard Hirt (CVP, Fällanden), Gaston Guex (FDP, Zumikon) und Heinz Jauch (EVP, Dübendorf) für dringlich erklärt. Dafür votierten FDP, CVP und SVP praktisch geschlossen, abgesehen von einigen Vertretern aus dem Unterland.