Monatsrückblick Januar 2012 (VFSN)

Publiziert von VFSNinfo am Mo., 30.01.2012 - 20:34
Liebe Mitglieder

„Lösung im Fluglärmstreit!“ So die Schlagzeilen. Bei nähren Betrachten muss man konsterniert feststellen: Es ist lediglich eine Absichtserklärung das Problem zur vollen Zufriedenheit von Deutschland zu lösen.

Die wichtigsten News: &task
  • Das könnte teuer werden. Hoffentlich so teuer, dass der Flughafen darauf verzicht, das am dichtesten besiedelte Gebet der Schweiz zu überfliegen: Flughafen muss Hausbesitzer entschädigen (ZOL).
     
  • Späte Geständnisse eines Bundesrates. Er habe die Widerstandskraft der Südschneiser massiv unterschätzt. Seine Verachtung haben wir allerdings immer gespürt: «Es muss sofort zugeschlagen werden» (TA).
     
  • Wie wurde uns damals der Riesenvogel A380 verkauft? Richtig: Seid doch froh, wenn so grosse Flugzeuge zum Einsatz kommen, dadurch gibt es weniger Bewegungen. Und so sieht die Wahrheit aus: Die Bewegungszahlen bleiben hoch, die Flugzeuge werden grösser und lauter. Nicht, dass uns das überraschen würde: «Kurzfristig schafft nur der Einsatz grösserer Flugzeuge Abhilfe» (TA).
     
  • Ein Nachruf auf einen Verein der mässig originelle Ideen hatte, z.B. Müsliriegel statt Geld zu spenden. Immerhin origineller als nichts gegen das unbeschränkte Wachstum des Flughafens zu unternehmen dafür die Abschiebung des Lärms in den Süden zu fordern: «Wir stellen Rigel28! aufs Trockendock» (zuonline).
     
  • Die Schlagzeile Anfang Jahr: Lösung im Fluglärm-Streit nicht in Sicht (MP).
     
  • Kurz darauf herrschte in Süddeutschland Alarmstimmung: Freie Hand für Flughafen Zürich? (Südkurier).
     
  • Zu recht? Denn plötzlich hiess die Schlagzeile: Lösung im Fluglärmstreit (TA).
     
  • Zu früh gefreut, nichts als Turbulenzen, es handelt sich lediglich um eine Absichtserklärung, das Problem zu lösen. Obwohl Deutschland Paketlösungen immer strikt ablehnt, soll der Taxistreit im Staatsvertrag mit drin sein! Freie Fahrt zum Flughafen Zürich für deutsche Taxis. Die Gegenleistung von Deutschland: Noch weniger Überflüge über Süddeutschland, obwohl Deutschland keinen Fluglärm hat, aber 70% ds Lärms mit ihren Flugzeugen produziert. Lässt sich auch Bundesrätin Leuthard massiv über den Tisch ziehen? Die Absichterklärung... (VFSN).
     
  • Entweder unterschreibt der Bundesrat einen von uns diktierten Staatsvertrag oder wir setzten ihn per DVO um. Diese Töne kennen wir schon, das war 2001 nicht anders: Grundsätzliche Einigung im Fluglärmstreit mit vielen Fragezeichen (VFSN).
     
  • «Die Schweiz reduziert...», «die Schweiz gewährleistet...», «die Schweiz räumt ein...». Aber: Deutschland darf... in Zukunft trotz anders lautender Regelung wieder unbeschränkt die deutschen Fluggäste der deutschen Flugzeuge abholen, die deutsches Gebiet nicht überfliegen durften. Geben und nehmen nach süddeutscher Art: «Vom Südanflug steht nichts drin» (ZSZ).
     
  • Den letzten Staatsvertrag hat u.a. der Süden abgelehnt, da dieser auch Südanflüge den ganzen Tag über gebracht hätte. Alle anderen fanden ihn toll. Jetzt wo durch ein ähnliches Konstrukt, voraussichtlich sogar lärmfreundlicher als der abgelehnte Vertrag von 2001, andere Himmelsrichtungen die Leidtragenden wären, sinkt die Begeisterung über diktierte Staatsverträge rapide. Wir sind der Ansicht: Besser dazu stehen, dass man sich nicht einigen konnte, als eine DVO zu unterschreiben und diese dann als „ausgehandelten Staatsvertrag" zu beschönigen: Auch diesem Staatsvertrag droht eine Abfuhr (NZZ).
     
  • Aufgrund des lauten Geschreis der "süddeutschen Talibans" hatte Bundeskanzlerin Merkel wohl angenommen, dass die Lärmstudie aufzeigen wird, dass Deutschland 99% des Lärms trägt. Hätte sie geahnt, dass das Resultat genau anders ausfällt, hätte sie dieser Studie wohl nie zugestimmt. Da die "Talibans" trotz der eindeutigen Ergebnisse der Studie weiter laut schrien, hat Verkehrsminister Ramsauer die Studie kurzerhand für "ungeeignet" erklärt. Korrekter wäre wohl gewesen: absolut "unpassend" zur süddeutschen Argumentation: Die unliebsamen Fakten in der Schublade (NZZ)



Vor 5 Jahren...


Ausblick und Anlässe:

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