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Die Mühe mit den deutschen Nachbarn (TA)
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Der Bund versucht, den gekröpften Nordanflug an den Deutschen vorbeizumogeln. Aber die wetzen bereits ihre Messer.

Von Hans-Peter Bieri

Zürich. – Der Name verrät eigentlich schon alles. «Gekröpfter Nordanflug», das tönt genau nach dem Murks, der da stattfindet. Eine Anflugvariante, die mit den fliegerischen Anforderungen nichts, mit der Landesgrenze alles zu tun hat, ist von vorneherein ein Unding. Es ist ein Murks, Geld und Mühe auf einen Flugweg zu verschwenden, der nur an maximal 150 Tagen im Jahr befliegbar ist. Es ist ein Murks, solches nur für die Zeit von morgens zwischen sechs und sieben zu tun. Es ist ein Murks, so etwas nur einzurichten, damit die Flugzeuge diesseits des Rheins bleiben.

Unwürdiges Katz-und-Maus-Spiel
 
Da liegt natürlich auch der Grund für all die Murkserei. Die deutschen Sperrzeiten haben dem Flughafen die Südanflüge beschert. Statt einigen Hundert werden jetzt Zehntausende am Morgen mit Fluglärm beglückt. Statt entferntem Lärm haben die Leute den Krach jetzt wenige Meter über den Köpfen. Das Risiko, dass bei einem Absturz Unbeteiligte mit in den Tod gerissen werden, wächst um das Zigfache. Der «Gekröpfte» ist der Versuch, die Ungelegenheiten, den Schaden, die Risiken zu minimieren.
Nur ist es mit dem «Gekröpften» wie mit dem Hasen und dem Igel. Wo immer der Schweizer Hase hinläuft, der deutsche Igel ist bereits da. Die Schweizer möchten an der engsten Stelle ziemlich genau eine nautische Meile – knapp zwei Kilometer – an der deutschen Grenze entlangfliegen. Weiter nach Süden lässt sich der Weg nicht drücken, wenn die Jets noch die Kurve zum Flughafen finden sollen. Die Deutschen verweisen auf die internationalen Sicherheitsstandards. Flugwege sind Korridore, die auf beiden Seiten der Ideallinie einen Luftraum von 3,5 nautischen Meilen einnehmen – je 6,5 Kilometer. Der gekröpfte Nordanflug beansprucht somit deutschen Luftraum, was wiederum heisst, dass die Deutschen dazu ihre Einwilligung geben müssen – «und die kriegt ihr nicht», tönt es, wann immer die Rede darauf kommt.
Also packen es die Schweizer anders an. Der Flugkorridor lässt sich einengen, wenn der Nachweis erbracht wird, dass die Sicherheit trotzdem gewährleistet ist.
Eben diesen Nachweis versuchen sie jetzt zu erbringen. Gelingt er, würde deutscher Luftraum nicht beansprucht, bräuchte es keine Einwilligung, könnte der «Gekröpfte » geflogen werden. Doch schon sind die Deutschen wieder auf dem Plan.
In einem solchen Fall könne man auch die heute weiter nördlich liegende deutsche Luftraumgrenze auf die Landesgrenze legen, drohen sie. Das würde wieder einen Abstand von 2,5 nautischen Meilen – 4,6 Kilometer – bedingen. Der «Gekröpfte» wäre einmal mehr verunmöglicht.
Ein unwürdiges Katz-und-Maus-Spiel. Und eines, das langsam nervt. Die Deutschen zwingen der Schweiz mit ihrer Sperrverordnung Einschränkungen auf, die sie an keinem ihrer wichtigeren Flughäfen hinnehmen würden. Das Missverhältnis zwischen dem, was sie damit gewinnen, und dem Schaden, den sie der Schweiz so zufügen, ist grotesk. Und die Art, wie sie jede Schweizer Suche nach einem Ausweg zu torpedieren drohen, ist nachgerade unerträglich.

Die Aargauer machen es vor

Die Aargauer, über deren Territorium der gekröpfte Nordanflug geflogen würde, haben ihren anfänglichen Widerstand aufgegeben. Die Deutschen bleiben unbeirrt, auch wenn sie ständig auf gute Nachbarschaft pochen. Allmählich möchte man solche Beteuerungen nicht mehr hören. Es klingt nur noch verlogen.

Tages-Anzeiger, 27.01.2007Externer Link, Seite 11


 
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