Februar 2012

Motörchen gegen Fluglärm: «Absolute Frechheit» (TA)

Publiziert von VFSNinfo am Mi., 22.02.2012 - 17:18
Der Flughafen will mit Schliessautomaten an den Fenstern den Lärm aus den Schlafzimmern der Südschneiser verbannen. Diese glauben nicht daran, dass dieser Plan den Bundesrichtern passt.

Mit kleinen Motörchen will der Flughafen Zürich den Südschneisern ihren morgendlichen Schlaf zurück geben. Dieses schliesst das Fenster noch bevor die erste Maschine die Piste 34 anfliegt. Das zeigt das Schutzkonzept Süd, das seit gestern in verschiedenen Gemeinden aufliegt.

Schutzkonzept Süd - Desavouierung des Bundesgerichtes (VFSN)

Publiziert von VFSNinfo am Mi., 22.02.2012 - 12:35
In knappen Medienmitteilungen haben BAZL und Flughafen Zürich ein paar Eckwerte des Schutzkonzeptes kommuniziert. Diese legen den Schluss nahe, dass das Konzept, nicht wie vom Bundesgericht verlangt, die Bevölkerung in der Südschneise schützt, sondern primär den prall gefüllten Geldbeutel des Lärmschutzfonds.

Dass der Perimeter nur bis Dübendorf (Gockhausen) definiert wurde, ist eine Frechheit gegenüber der betroffenen Bevölkerung. Der Fluglärm und die damit verbundenen Schlafstörungen enden nicht an der Grenze von Gockhausen.

BAZL legt das Schutzkonzept Süd für den Flughafen Zürich öffentlich auf (BAZL)

Publiziert von VFSNinfo am Di., 21.02.2012 - 18:47
Der Flughafen Zürich hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) das vom Bundesgericht verlangte Schutzkonzept für die Anwohner im Süden des Flughafens eingereicht. Das BAZL gibt dieses Konzept nun in die öffentliche Auflage.

Mit Urteil vom 22. Dezember 2010 zum so genannten vorläufigen Betriebsreglement (vBR) hatte das Bundesgericht unter anderem die Flughafen Zürich AG verpflichtet, dem BAZL innert Jahresfrist ein Schallschutzkonzept einzureichen, um die von morgendlichen Südanflügen betroffenen Anwohner gegen Aufwachreaktionen zu schützen.

Südschneiser sollen ruhiger schlafen – dank Fenstermotoren (ZOL)

Publiziert von VFSNinfo am Di., 21.02.2012 - 13:47
Um die Menschen im Süden vom Fluglärm zu entlasten, will der Flughafen Zürich in rund 1300 Liegenschaften die Schlafzimmerfenster mit automatischen Schliessmechanismen ausrüsten. Auch in Dübendorf sind Wohnungen betroffen.

Die Flughafen Zürich AG hat ein Schutzkonzept für die Anwohner im Süden des Flughafens erarbeitet. Es sieht vor, in einem definierten Wohngebiet an den Schlafzimmerfenstern der Liegenschaften spezielle Schliessmechanismen einzubauen, wie der Flughafen am Dienstag mitteilt.

Fluglärm: Bundesrat erteilt UVEK Mandat für Verhandlungen mit Deutschland (UVEK)

Publiziert von VFSNinfo am Mi., 15.02.2012 - 20:59
Der Bundesrat hat dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) das Mandat für Verhandlungen mit Deutschland über einen Staatsvertrag zu den An- und Abflügen auf den Flughafen Zürich erteilt.   Zum Verhandlungsleiter ernannt hat die Landesregierung den Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), Peter Müller.

Ende Januar einigten sich Bundesrätin Doris Leuthard und der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer in Davos auf Grundzüge für eine Vereinbarung zur Nutzung des süddeutschen Luftraums für Anflüge auf den Flughafen Zürich.

«Es geht nicht um Macht, sondern um Lärm» (NZZ)

Publiziert von VFSNinfo am Di., 14.02.2012 - 17:52
Der Verkehrsminister von Baden-Württemberg zum Fluglärmstreit mit der Schweiz

Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, hält die Absichtserklärung von Davos zum Fluglärmstreit für einseitig – zulasten Süddeutschlands. Er fühlt sich übergangen und befürchtet mehr Lärm in der Region Schwarzwald.

Interview: Andreas Schürer

Deutsche Interessen in Kloten (NZZ)

Publiziert von VFSNinfo am Mi., 08.02.2012 - 11:12
Der CEO der Flughafen Zürich AG, Thomas Kern, hat am Dienstagabend in einem Referat vor dem Efficiency Club Zürich beklagt, dass Deutschland   im Fluglärmstreit nur über die Zahl der Flugbewegungen und nicht auch über die tatsächliche Lärmbelastung der Bevölkerung sprechen will. Aber er verhehlte auch seinen Frust darüber nicht, dass sich die Schweiz selber schwäche, indem alle vom Flughafen betroffenen Kantone ihre eigenen Interessen verfolgten – im Gegensatz zu Süddeutschland, das geeint auftrete.