Die Lufthansa will rasch handeln (TA)

Publiziert von VFSNinfo am
Die Übernahme der Swiss durch die Lufthansa scheint nur noch eine Formsache. Unklar bleibt, wie lange es die Marke Swiss noch geben wird.

Von Marcel Odermatt und Edgar Schuler

Bereits zum Winterflugplan 2005/06 soll die Swiss in den Flugplan der Kranich-Airline integriert sein, sagte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther. Gestern Montag fand auch bereits ein erstes Treffen zwischen der Schweizer Fluggesellschaft und ihren Grossaktionären UBS, Credit Suisse und dem Kanton Zürich statt, die je rund 10 Prozent an der Airline halten. Der Bund, grösster Aktionär mit einem Anteil von 20,4 Prozent, nahm dem Vernehmen nach nicht am Treffen teil. Der Bundesrat wollte die Fusionsverhandlungen nicht kommentieren. Er werde sich erst dazu äussern, wenn ein konkreter Antrag des Verwaltungsrates der Swiss vorliege, sagten sowohl Finanzminister Hans-Rudolf Merz wie auch Verkehrsminister Moritz Leuenberger auf Anfrage des TA. (TA, 15.03.2005)

Auszug:

Verknüpfung mit Fluglärm-Problem
Unique, die Betreiberin des Flughafens Zürich, und der Zürcher Regierungsrat wollten gestern zu den Übernahmeabsichten keine Stellung nehmen: Eine Diskussion über die Auswirkungen sei im jetzigen Stadium der Verhandlungen unseriös. Dafür äusserten sich Parlamentarier aus dem Kanton Zürich und den vom Zürcher Fluglärm betroffenen Gebieten. Im Kantonsrat forderten die Fraktionen von SVP und EVP, dass Deutschland im Gegenzug für den Swiss-Verkauf mehr Anflüge über süddeutschem Gebiet zulassen müsse.

Auch die Gegner des Südanfluges wollen eine Rückkehr zum alten Anflugregime als Vorbedingung für einen «Ausverkauf der Swiss». Ganz anders tönt es aus Süddeutschland. Dort sehen die Politiker keinen Zusammenhang mit der Fluglärmfrage. Süddeutschland müsse eher noch mehr vom Zürcher Fluglärm entlastet werden.