Monatsrückblick Mai 2013 (VFSN)

Publiziert von VFSNinfo am
Liebe Mitglieder

Der CEO des Lufthansakonzerns und der zuständige Regierungsrat sind sich einig: Zürich braucht keinen Hub – nur der Lufthansakonzern will ihn trotzdem haben!


Die wichtigsten News:
  • Emanuel Kant würde sich im Grabe umdrehen: Ausgerechnet die populistischen Politiker Süddeutschlands werden für ihren „Kampf“ gegen den nicht existierenden Fluglärm mit dem Kant-Preis geehrt. Die Frage sei erlaubt, warum dieser Preis nicht eine Bewegung (z.B. in Frankfurt) bekommen hat die sich gegen tatsächlich vorhanden Fluglärm wehrt: Kant-Stiftung mischt sich in den Fluglärmstreit ein (NZZ).
     
  • Flughafenchef Kern muss es wissen: Dem Frachtverkehr geht es schlecht, weil es der Wirtschaft schlecht geht. Und nicht umgekehrt wie die Aviatiklobby sonst immer behauptet. Aber spätestens wenn der Lufthansakonzern wieder Südstarts  straight fordert, wird uns die Lüge vom "Wirtschaftsmotor Flughafen" garantiert wieder aufgetischt: «Die Fracht deutet auf eine schwierige Wirtschaftslage hin» (SOZ).
     
  • Egal in welcher Schneise man wohnt, vom gut harmonierenden Trio Flughafen, BAZL und Bundesverwaltungsgericht werden wir alle über den Tisch gezogen: Strittige Starts über das Furttal (NZZ).
     
  • 1. Wir bedanken uns bei Harry Hofmeister für die Aussage, dass es den Hub Zürich weder für die Schweizer Wirtschaft, noch für den Tourismus und auch nicht für die einheimische reisefreudige Bevölkerung braucht. Der Hub Zürich wird einzig und allein vom Lufthansakonzern gefordert. Der Hub könnte gemäss Experte Harry Hofmeister auch nach Wien verlegt werden.
    2. Vielleicht hätten unsere lieben Süddeutschen Politiker die Güte zur Kenntnis zu nehmen, dass es der deutsche Chef eines deutschen Konzern ist der einen deutschen Hub auf Schweizer Boden fordert: Harry Hohmeister fordert vom Flughafen tiefere statt höhere Gebühren (NZZ).
     
  • Auch der zuständige Regierungsrat Stocker bestätigt: Es geht auch ohne den Hub des Lufthansakonzerns, es gibt genug andere Fluggesellschaften die unsere Bedürfnisse abdecken würden: «Drohungen kommen nicht gut an» (NZZ).
     
  • Was Manager von Luftfahrtkonzernen und Politiker eben erst entdeckt haben, wissen Leserbriefschreiber schon lange: «Für einen Hub-Flughafen hat es hier einfach keinen Platz» (Leserbriefe TA).
     
  • Eigentlich absurd: Wenn der Kantonsrat NEIN zu der längst überfälligen Pistenverlängerung und somit JA zu noch mehr Fluglärm für noch mehr Menschen sagt, dann darf das Volk nicht darüber abstimmen. Sagt er JA zu einer Pistenverlängerung und JA zu weniger Fluglärm, dann darf das Referendum dagegen ergriffen werden. Was ist daran undemokratisch, wenn das Volk so oder so über eine Pistenverlängerung abstimmen kann?  «Lex Flughafen» zum Pistenausbau geplant (NZZ).
     
  • Nicht verwunderlich, dass  man sich im Norden, Osten und Westen einig ist. Einig im Ziel möglichst viel Fluglärm in den Süden abzuschieben. Eine Fair-Teilung ist ohne die Fair-Längerung der Ostpiste schlicht nicht möglich, ohne Pisten-Fairlängerung ist es ein reines Lärmabschieben, also eine absolut verlogene Aktion. Die geforderten Süd An- und Abflüge führen zudem zu einer Kapazitätserhöhung. Da die Flughafenangestellten praktisch ausschliesslich im Norden, Osten und Westen wohnen, ist für diese Region eine Kapazitätserhöhung natürlich sehr willkommen: Der Süden, allein (TA).

Vor 5 Jahren...


Ausblick und Anlässe:

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