Der Süden lehnt Südstarts geradeaus zur Kapazitätssteigerung ab (VFSN)

Publiziert von VFSNinfo am Fr., 09.10.2015 - 18:38
In einer orchestrierten Medienkampagne lassen sich in den letzten Wochen und Tagen Exponenten des Flughafens und des BAZL in den Medien an prominenter Stelle vernehmen. Ganz offensichtlich   soll der SIL-Prozess auf diese Weise beeinflusst werden. Südstarts geradeaus sollen erzwungen werden, Pistenverlängerungen werden dagegen totgeschwiegen. Das ist ganz im Sinn der vielen kleinen Gemeinden im Norden, Westen und Osten des Flughafens, die ohne jegliche Legitimation sogenannte Konsenspapiere verfassen, um ihre eigenen Interessen zu propagieren.

Der Süden lehnt Südstarts geradeaus zur Kapazitätssteigerung ab. Eine, laut Flughafen geringe Kapazitätssteigerung würde erkauft mit einer massiven Zunahme der stark belärmten Personen. Eine Verbesserung der Sicherheit und der Stabilität des Flughafenbetriebes mit einer Pistenverlängerung muss genau so intensiv thematisiert und diskutiert werden. Andernfalls kann kein seriöser Dialog erfolgen.

Die Variante mit einer Pistenverlängerung würde zwar eine geringfügig tiefere Spitzen-Kapazität bedeuten, hätte aber sonst nur Vorteile: Es würden deutlich weniger Menschen mit Lärm belastet, die Variante wäre sicherer, unter dem Strich gemäss SIL deutlich kostengünstiger, würde keine Gesetze und Bundesgerichtsurteile verletzen und entspräche diversen Volksabstimmungen.

Matthias Dutli, Präsident VFSN

Medienmitteilung VFSN, 09.10.2015
zu folgenden NZZ-Artikeln:
7.10.15 Skyguide-Chef fordert Südstarts in Kloten
8.10.15 Bund will Flughäfen stärker führen
8.10.15 Föderalismus mit Fallschirm
8.10.15 Bern bangt um den Zürcher Hub