Wege zum «gekröpften Nordanflug» (NZZ)

Publiziert von VFSNinfo am
Die Diskussionen um den sogenannten «gekröpften Nordanflug» auf den Flughafen Zürich verlaufen seit längerer Zeit stürmisch und polemisch, selbst in Ratssälen. Weniger Emotion und mehr Sachlichkeit täte not. Im Folgenden geht es nicht um die Frage, ob der Nord-, der Süd- oder der Ostanflug die beste Variante darstellt, sondern darum, die Machbarkeit eines Nordanfluges technisch und operationell zu erörtern. (NZZ, 5.4.04)

Auszug:

Kommen wir zurück zur Konstruktion des sogenannten «gekröpften Nordanfluges» in Zürich. Die technischen und regulatorischen Voraussetzungen sind vorhanden, um diesen Teil des Anfluges parallel zur nördlichen Landesgrenze als P-RNAV-Verfahren zu fliegen. Die Schweizer Behörde könnte sich hier auf die in mehreren europäischen Ländern bereits bestehenden Vorschriften und zertifizierten Verfahren abstützen. Es ginge dabei darum, aufgrund von Besiedelung und Topographie den horizontalen und vertikalen Verlauf der Flugroute optimal festzulegen. Dies ist, das sei noch einmal betont, wenn notwendig auch «gekrümmt» möglich.

Der Zeitaufwand für die Planung und für die Programmierung der Software für das RNAV der Flugzeuge dürfte kaum mehr als einige Monate in Anspruch nehmen. Ein RNAV-Intermediate-Approach, das heisst das Einfädeln auf die Pisten 14 und 16 in Zürich für einen ILS-gestützten Anflug mit Hilfe der Satellitennavigation, wäre technisch also machbar.