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Neue Hoffnungen durch Simonetta Sommaruga (zo)
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Simonetta Sommaruga (SP) steht neu dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) vor. Regionale Fluglärmgegner erhoffen sich dadurch eine Besserung in der Thematik rund um den Flughafen Zürich.

Die regionalen Fluglärmgegner schöpfen im Kampf gegen die geplanten Änderungen im Betriebsreglement des Flughafens Zürich sowie gegen den Konzeptteil des Sachplan Infrastruktur (SIL) wieder neue Hoffnungen. Grund dafür ist die Verteilung der sieben Departemente des neu zusammengesetzten Bundesrates. Am Montag gab dieser bekannt, dass Simonetta Sommaruga (SP) das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) übernehmen wird. Sie folgt auf die scheidende Bundesrätin Doris Leuthard (CVP), die das Amt seit acht Jahren inne hatte. Durch den Wechsel im Departement erhoffen sich die regionalen Fluglärmgegner, dass unter anderem die Diskussionen um die geplanten «Südstarts geradeaus» wieder neu angeregt werden könnten.

Edi Rosenstein, vom Verein «Flugschneise Süd - Nein» mit Sitz in Fällanden, ist mit der neuen Departementsbesetzung zufrieden. «Ein frischer Schwung tut dem Departement gut.» Er hofft, dass die Sozialdemokratin Sommaruga andere Prioritäten als ihre christlichdemokratische Vorgängerin hat. Über die Amtszeit von Doris Leuthard zeigt er sich enttäuscht. «Besonders ihre extreme Nähe zur Wirtschaft und der fehlende Fokus auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und Umwelt rund um den Flughafen stimmte uns sehr unzufrieden», so Rosenstein.

«Erst einmal abwarten»

Er hofft nun, dass Nachfolgerin Sommaruga die Behörden mehr ins Visier nehmen wird. «Das BAZL konnte in den letzten Jahren viel zu viel als «Willensvollstrecker» der Wirtschaft, der Flughäfen und der Skyguide handeln», so Rosenstein. Dabei seien die Bedürfnisse der Wohnbevölkerung, der Umwelt und der Sicherheit in den Hintergrund gedrängt worden. Rosenstein hofft, dass sich die Bedürfnisse unter einer Sozialdemokratin ändern könnten. «Diese dürften nicht mehr hauptsächlich auf die Interessen der Wirtschaft und des Auslandes ausgerichtet sein, sondern an die Bedürfnisse der hiesigen Bevölkerung angepasst werden.»

Der Verein «Flugschneise Süd - Nein» wünscht sich deshalb, dass Simonetta Sommaruga ein offenes Ohr für die betroffene Bevölkerung im Glattal haben wird. «Wir zählen darauf, dass Bundesrätin Sommaruga einen neuen, zukunftsorientierten und umweltverträglichen Fokus haben wird», so Rosenstein. Die Fluglärmgegner wollen abwarten und sehen wie die Bundesrätin diesbezüglich handeln wird. «Wir lassen Frau Sommaruga erst einmal die Arbeit in ihrem neuem Amt aufnehmen bevor wir uns ein Urteil bilden.»

züriost, 13.12.2018