Keine Kapazitätssteigerung durch die Pistenverlängerung

Publiziert von VFSNinfo am

Eine Kapazitätssteigerung würden wir nie unterstützen. Die Gegner operieren mit richtigen Zahlen, setzen diese aber in einen falschen Zusammenhang mit der Pistenverlängerung und verwirren damit die Bevölkerung. Hier die Fakten, die klar belegen, dass es keine Kapazitätssteigerung gibt.

Die häufigsten An- und Abflugverfahren am Flughafen Zürich

  • Süd-Konzept am Morgen und häufig auch am Abend, wenn die Piste 28 für den Ostanflug nicht verfügbar ist (möglicher Grund: Piste 28 ist zu kurz) – Kapazität pro Stunde ca. 50 Flugbewegungen
  • Nord-Konzept tagsüber – Kapazität pro Stunde ca. 66 Flugbewegungen
  • Ost-Konzept am Abend oder tagsüber je nach Wetterlage – Kapazität pro Stunde ca. 62 Flugbewegungen

Planung der Anzahl Starts und Landungen

  • Die Anzahl Starts und Landungen in Zürich werden aufgrund des Nord-Konzepts geplant. 
  • Gemäss «SIL» (Sachplan Infrastruktur Luftfahrt – eine Vorgabe des Bundes) kann der Flug-hafen das Nord-Konzept mit Optimierungsmassnahmen auf maximal 70 Flugbewe¬gungen pro Stunde erhöhen. 
  • Dies erfolgt mit Massnahmen, bei denen das Stimmvolk leider nicht mitreden darf, wir vom VFSN aber wo immer möglich bekämpfen werden.
  • Die Pistenverlängerungen haben keinen Einfluss auf das Nord-Konzept, das für die Kapazität massgebend ist. 
  • Ein positives Abstimmungsresultat für die Pistenverlängerungen hat somit auch keinen Einfluss auf die Anzahl Starts und Landungen am Flughafen Zürich. 

Kapazität und Anflüge am Abend

  • Die Spitzenkapazität benötigt der Flughafen tagsüber. Am morgen früh und am Abend gibt es heute bereits weniger Flugbewegungen, als die Kapazität des Flughafens erlauben würde. Am Abend bestehen zusätzlich zeitlich gestaffelte Massnahmen, die nur eine reduzierte Anzahl Flugbewegungen erlauben, die unter der Spitzenkapazität liegen.
  • Dies belegt auch die Tatsache, dass das Süd-Konzept nur rund 50 Bewegungen ermöglicht und dies am Abend absolut genügend ist. 
  • Durch die verlängerte Piste 28 für Landungen von Osten muss hingegen weniger häufig auf das Süd-Konzept gewechselt werden. Jede Änderung des Anflugverfahrens führt zu zusätzlichen Verspätungen, die heute meist nach 23.00h abgebaut werden.

Zusammenfassung

  • Das Nord-Konzept bestimmt die Kapazität am Flughafen Zürich. Die Pistenverlängerungen haben keinen Einfluss auf das Nord-Konzept! Somit haben sie auch keinen Einfluss auf die Anzahl Flugbewegungen und das Klima.
  • Aber die Verlängerung der Piste 28 für den Ostanflug entscheidet darüber, ob die Anflüge häufiger über den Osten und dadurch seltener über den dicht besiedelten Süden erfolgen.
  • Die Abstimmung hat mit einem Kapazitätsausbau und dem Klima nichts zu tun. Es geht primär darum, ob am Abend über Süden oder Osten gelandet wird und dies mit oder ohne Verspätungen! Zusätzlich wird die Sicherheitsmarge erhöht.

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