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Informationen zur Volksinitiative „für eine realistische Flughafenpolitik“
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Mit Unterstützung sämtlicher Bürgerorganisationen rund um den Flughafen und einer gesamtschweizerischen Organisation wurde am 28. April 2004 die kantonale Volksinitiative "für eine realistische Flughafenpolitik" lanciert.

Der Verbund Flugschneise Süd - NEIN unterstützt die Initiative und empfiehlt den Mitgliedern, diese zu unterzeichnen.

Initiativbogen zum ausdrucken: hier


Häufige Fragen zur Initiative:

Worum geht es?
Die Verfassung des Kantons Zürich wird wie folgt ergänzt:

Art. 26 Abs. 3 KV (neu)
Der Kanton Zürich wirkt, insbesondere im Bund, darauf hin, dass der Flughafen Zürich in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen der von Flugemissionen betroffenen Wohnbevölkerung betrieben wird. Namentlich darf die jährliche Zahl von Flugbewegungen des Flughafens 250'000  nicht überschreiten und die Nachtflugsperre nicht weniger als neun Stunden betragen.

Ist die Initiative wirtschaftsfeindlich?
Nein. Bei der Volksabstimmung von 1995 betr. der 5. Ausbauetappe des Flughafens wurde uns glaubhaft verkauft, dass mit dem Ausbau eine Kapazität von 220'000 plus 35'000 Flugbewegungen ermöglicht werden. Aufgrund dieser Zahlen wurde eine Hochrechnung erstellt, welche per 2006 einen Gewinn des Flughafens von CHF 8.6 Millionen ausweist.

Warum Politiker und der Flughafen nun erklären, mit diesen Flugbewegungen könne der Flughafen nicht profitabel betrieben werden, ist nicht nachvollziehbar. Mit dieser Anzahl Flugbewegungen können die Bedürfnisse der Schweizer Wirtschaft und Tourismus vollumfänglich abgedeckt werden. Ein Wachstum in diesem Bereich ist weiterhin möglich.

Einzige Einschränkung ist, dass durch die Begrenzung der Bewegungen der Ausbau des Flughafens im Bereich der Umsteigepassagiere (Mega-Hub) nicht mehr möglich ist. Weitere Informationen über die volkswirtschaftliche Bedeutung des Hub finden Sie hier

Warum ist der Verein Flugschneise Süd – NEIN (VFSN) nicht im Initiativkommittee?
Der VFSN war massgebend an der Ausarbeitung der Initiative beteiligt. Es ist die erste Aktion an welcher sich sämtliche Bürgerorganisationen rund um den Flughafen beteiligen. Ein Einsitz im Initiativ-Kommittee war aus unserer Sicht nicht notwendig. Wir sind froh, dass andere Bürgerorganisationen sich auch engagieren und wir unsere limitierten Ressourcen für unser Hauptziel einsetzen können. Der VFSN unterstützt die Initiative und sammelt aktiv Unterschriften.

Verhindert die Initiative die Südanflüge?
Nein, nicht direkt. Mit der Annahme der Initiative sind die Südanflüge nicht automatisch weg. Die Initiative verlangt eine Verlängerte Nachtruhe und eine Bewegungsbegrenzung auf 250'000 Flugbewegungen pro Jahr. Die Bewegungsbegrenzung soll neue Wege ermöglichen, damit die Südanflüge nicht mehr notwendig sind.

Die Südanflüge werden primär für die Kapazität eines grossen Umsteige-Flughafens (Mega-Hubs) benötigt. Mit der Bewegungsbegrenzung für einen vernünftigen Flughafen benötigt der Flughafen die Südanflüge nicht mehr.

Verändert die Initiative kurzfristig die Situation?
Bis die Initiative auf dem ordentlichen Weg das Thema Flughafen Zürich wirklich verändern kann werden Jahre vergehen. Voraussichtlicher Termin für die Volksabstimmung ist im Herbst 2007.

Kurzfristig setzt sie ein starkes Zeichen an die Politik und den Flughafen, dass sämtliche Bürger rund um den Flughafen gemeinsam für einen vernünftigen Flughafen einstehen. Die Zeiten sind vorbei, in denen die Verantwortlichen die Bürger gegeneinander ausspielen konnten. Wir werden uns gemeinsam gegen die Flughafen-Verantwortlichen wehren.