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Kann denn Fliegen Sünde sein? (Südkurier)
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Wenn die Linien- und Urlauberjets zum Landeanflug auf den Flughafen Zürich-Kloten ansetzen und dabei auf den letzten Meilen zum Ziel ihren Lärmteppich über den Hochrheingemeinden ausbreiten, regt sich dort am Boden der Zorn. Der Streit um Lärm, Piste und Anflugrichtung schwelt bekanntlich seit Jahrzehnten.

Er wird seit 2000 auf höchster politischer Ebene ausgetragen. Bei den Diskussionen und Verhandlungen bleibt nicht außen vor, dass die hiesige Bevölkerung auch die Vorteile des nahen Flughafens zu schätzen weiß.

Die große Bedeutung des Airport Zürich für Süddeutschland im positiven Sinne ist tatsächlich nicht zu bestreiten. So nutzen viele grenznahe Betriebe den Flughafen für Geschäftsreisen und Tausende Baden-Württemberger starten auf den Schweizer Pisten zu ihrem Urlaubsziel. Immerhin 16 Prozent der 21,9 Millionen Passagiere in 2009 haben bei einer Umfrage als Wohnort Deutschland angegeben. Auch ein beträchtlicher Teil der Touristen, welche hier Urlaub machen, reist via Zürich an. Die Tourismusregionen in Süddeutschland werben – genau wie die Firmen – mit der Nähe zum Airport. Der Flughafen mit Drehkreuzfunktion (Hub) bietet ein dichtes Netz von rund 178 Direktverbindungen in 67 Länder auf allen Kontinenten. Die sechs wichtigsten deutschen Wirtschaftsmetropolen gehören im Übrigen zu den Top 20-Destinationen, und zwar Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, München und Hannover, weiß Sonja Zöchling.

Der Flughafen Zürich ist verkehrstechnisch gut zu erreichen und genießt bei den Passagieren weltweit einen hohen Stellenwert. Dies belegen seit Jahren viele internationale Auszeichnungen. So wurde Kloten unter anderen erst im Oktober zum siebten Mal in Folge der World Travel Award als Europas führender Flughafen verliehen. Seit 1993 würdigt der World Travel Award hervorragende Leistungen in der Reise- und Tourismusbranche. Die wiederholten Platzierungen auf dem 1. Platz resultieren aus den über das Internet erfassten Stimmabgaben von weltweit 185 000 Fachleuten.

Der Luftverkehrs-Drehscheibe zieht diesseits und jenseits der Landesgrenze international tätige Unternehmen an und hat damit Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben in der Region. Und damit auch auf die Arbeitsplätze. Der Flughafen selbst bietet rund 1500 Mitarbeitern Arbeit, darunter auch vielen Deutschen aus der Grenzregion. Die 270 Flughafenpartner zählen zusammen etwa 25 000 Arbeitsplätze.

Im Jahr 2009 wurden in Zürich rund 344 000 Tonnen Fracht abgefertigt. Zürich ist damit die leistungsfähigste Luftfrachtdrehscheibe der Schweiz. Das zentrale „Cargo Tor" wird von Unternehmen sowohl aus dem eigenen Land als auch von denen in den Wirtschaftsräumen Süddeutschland, Frankreich, Italien und Österreich genutzt.

Der Euro-Airport Basel-Mulhouse-Freiburg ist als Regionalflughafen zwar kleiner, hat aber für die Region Südbaden und Dreiländereck ebenfalls eine nicht unerhebliche Bedeutung sowohl was die wirtschaftliche Aspekte angeht, als auch als Tor zur Welt für Urlauber. Der Euro-Airport ist der dritte Landesflughafen der Schweiz nach Zürich und Genf, der fünftgrößte regionale Flughafen in Frankreich und bedient in Deutschland den gesamten Südwesten Baden-Württembergs. Laut Ergebnissen einer unabhängigen Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung des Euro-Airport, hängen direkt und indirekt 27 000 Arbeitsplätze mit den Aktivitäten des Flughafens zusammen. Damit verbunden ist ein Umsatz von 3,9 Milliarden Euro, ein Einkommen von fast einer Milliarde Euro und eine Wertschöpfung von 1,4 Milliarden Euro. Auf der Flughafenplattform selbst sind 6500 Menschen beschäftigt, acht Prozent davon aus Deutschland. Zahlreiche Tochtergesellschaften deutscher Konzerne sind am Flughafen ansässig. Zum Beispiel Lufthansa, Lufthansa Technik, Swiss International, Air Lines, DHL, Air Berlin und TUI.

Bis Ende Oktober 2010 haben 3,5 Millionen Passagiere den Euro-Airport benutzt, was einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber 2009 entspricht. Etwa 28 Prozent der Passagiere kommen aus Deutschland. Dass der Flughafen Basel-Mulhouse bei den Urlaubern aus Süddeutschland so beliebt ist, liegt sicher auch am guten Flugangebot. 16 Linienfluggesellschaften – darunter easyjet, Air France, Lufthansa, Swiss, TuiFly und Britisch Airways – bedienen 60 Direktdestinationen. Damit bestehen auch Korrespondenzen zu den wichtigsten europäischen Hubs wie Frankfurt, München und London. Ab Februar fliegt AirBerlin neu von Basel zwölf mal wöchentlich nach Berlin-Tegel. „Wir verlinken die Region mit der Welt und umgekehrt", sagt Vivienne Gaskell vom Flughafen.

Per Ende Oktober 2010 ist die Anzahl der Flugbewegungen (Starts und Landungen) im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr um zwei Prozent gestiegen. Rund 80 000 Tonnen Fracht werden jährlich am Flughafen Basel umgeschlagen. Wichtige Transportgüter sind zum Beispiel pharmazeutische Produkte und industrielle Maschinenteile.

Über das Straßennetz ist der Flughafen gut zu erreichen. Wer mit dem Zug kommt muss am Bahnhof SBB in den Bus umsteigen. Bis 2017 soll sich das ändern. Dann soll die Anbindung an die Bahn fertig sein. Die Kosten: Rund 180 Millionen Euro.

Südkurier, 04.12.2010Externer Link


Kommentar VFSN: Wir sind erstaunt über diese (späte) Einsicht. Was man noch beifügen könnte: Fast 70% des Lärms wird von deutschen Flugzeugen verursacht und nur 2% des Lärms fällt auf deutsches Gebiet.


 
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