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«Nichts und niemand wird die Südanflüge rückgängig machen» (Leserbriefe TA)
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Jeden Morgen, jeden Tag. Wann konnten Sie das letzte Mal ausschlafen? Ich nehme an, am letzten Sonntag. Wir nicht.&id
Jeden Tag werden wir um sechs Uhr geweckt, von Riesenjets, die 250 Meter über unser Dach donnern und uns jeden Morgen, jeden Tag, 365 Tage im Jahr wecken.
Und um das Fass voll zu machen, donnern sie jeden zweiten Abend auch noch von 21 bis 23 Uhr über unser Dach. Unsere Kinder haben grösste Probleme mit der Konzentration, was auf Schlafmangel zurückzuführen ist. Und das sollen wir laut einem Kommentar im «Tages-Anzeiger » jetzt endlich akzeptieren? Wenn Sie das nächste Mal ausgeschlafen haben, denken Sie an uns, wir sind bereits seit sechs Uhr wach, auch an jedem Sonntag im Jahr.
MARTIN SCHENKEL, GOCKHAUSEN

Aufräumen im Bazl. Müssen wir es tatsächlich hinnehmen, dass wir nicht nur von den Süddeutschen, die zwar liebend gern via Zürich-Flughafen reisen, aber keinen Fluglärm ertragen dürfen, sondern auch noch von einem Bundesamt terrorisiert werden? Höchste Zeit, dass einmal jemand aufräumt im Bazl!
ERWIN MÜRI, FELDMEILEN

Über den Tisch gezogen. Es ist ein Skandal, dass das Bazl unter Federführung von Bundesrat Moritz Leuenberger den gekröpften Nordanflug unter falschen Vorwänden ablehnt. Dieser Entscheid lässt sich nur politisch und nicht aus Sicherheitsgründen erklären. Der gekrümmte Anflug wird bereits heute praktiziert, sogar von Piloten der Swiss, welche erklärt, sie sei froh über die Ablehnung des gekröpften Nordanflugs. Die leidtragende Bevölkerung im Osten und Süden des Flughafens fühlt sich von den Herren Raymond Cron und Moritz Leuenberger über den Tisch gezogen.
PETER DÜNNER, DÜBENDORF

Ohrfeige. Dieser nicht nachvollziehbare Entscheid ist eine Ohrfeige für die Bevölkerung des Kantons Zürich. Man erinnere sich: Vor fast fünf Jahren wurde der Südanflug, damals noch ohne Instrumentenlandesystem, innert Monaten per Notrecht eingeführt. Die Sicherheitslimiten wurden damals extra auf ein Minimum beschränkt und sogar in einem Fall um dreissig Meter unterschritten. Und die Ostanflüge wurden damals ebenfalls ohne Sicherheitsprüfung massiv ausgebaut. Nun soll ein von internationalen Experten sorgfältig erarbeitetes Anflugverfahren, welches jahrelang geprüft wurde, nicht sicher sein? Ein Anflug zudem, der bereits heute ab und zu auf Sicht geflogen wird, wie dies die Flugspuren beweisen!
MATTHIAS AUGUSTIN, FORCH

Südanflüge werden bleiben. Die Krokodilstränen von Unique und dem Zürcher Regierungsrat dürfen uns nicht darüber hinwegtäuschen: Nichts und niemand wird die Südanflüge je wieder rückgängig machen wollen. Daran wird man sich in der Anflugschneise gewöhnen müssen. Zu viel Geld wurde und wird immer noch nach Kloten gepumpt; schliesslich müssen die Investitionen «sauber» abgeschrieben werden, und auch Schwamendingen soll seinen Obolus an den Hub entrichten, auch wenn hier nicht die Vielflieger wohnen. Einzig und allein die Ölspekulanten werden auf ökonomischem Weg eine gewisse Beruhigung in die Sache bringen und über die Treibstoffkosten den Flughafen wieder zu einem Airport für die Region redimensionieren.
GIARDANO PAULI, ZÜRICH


Bazl unterschlägt Zahlen. Herr Raymond Cron lehnt den gekröpften Nordanflug ab, weil das Absturzrisiko rein rechnerisch 1,7 Mal höher ist als beim Südanflug, wo bei einem Absturz rein rechnerisch hundertfach mehr Menschen gefährdet sind. Abstürze sind zwar selten, und 1,7 Mal ist immer noch selten. Aber wenn es passiert, dann kommt es darauf an, ob das Flugzeug in ein Rapsfeld stürzt oder ob es in einem Häusermeer explodiert. Das Bazl unterschlägt die wahren Zahlen, wenn es um Menschenleben geht.
LAURENZ HÜSLER, EGG

Tages-Anzeiger, 05.07.2008 Externer Link, Seite 21


Satellitennavigation nicht eingeplant. Der Kommentator des «Tages-Anzeigers » macht es sich in Sachen des weiter auf die lange Bank geschobenen gekröpften Nordanfluges zu leicht, wenn er dem Regierungsrat Tatsachenblindheit vorwirft. Das Bazl hätte als «Fachstelle» (zumindest auf dem Papier) von Anfang an klarstellen müssen, dass man für dieses Verfahren erst bordgestützte Satellitennavigation einführen sollte. Jetzt hat man Jahre an Zeit verloren, um zu merken, dass man eine andere technologische Lösung will. Stattdessen hätte man erst diese Grundlagen schaffen müssen. Satellitengestützte Verfahren würden in Zürich einen gekröpften Anflug ermöglichen, der allwettertauglich ist und sogar die von den Deutschen verlangten 2,5 Meilen Abstand zur Grenze einhalten könnte. Das ist kein Märchen, sondern wird z. B. auf dem Chicago-Airport (ca. 3-mal grösser als Zürich) bereits verwendet. Der grosse Vorteil dieser Technologie liegt darin, dass ihre (sehr hohe) Genauigkeit nicht von der Distanz zu den Sendern am Boden abhängig ist. Sie wird sich in der Zivilluftfahrt durchsetzen, v. a., weil man damit Flugwege verkürzen und somit Treibstoff sparen kann. Ich höre schon jetzt die zukünftigen Klagen der Aviatikindustrie darüber, dass man beim Bazl wieder mal den Zug verpasst hat.
THOMAS STÄUBLI, KÜSNACHT

Politischer Entscheid. Ohne mit der Wimper zu zucken, wird der gekröpfte Nordanflug von Herrn Cron und dem Bundesrat abgelehnt. Aus Sicherheitsgründen, und weil auf Sichtanflug geflogen werden müsste, wie es so schön heisst.
Verzweifelt suchen die beiden Herren nach fadenscheinigen Begründungen. Die widerrechtlichen Südanflüge auf Sicht wurden damals im Jahr 2003, als es das ILS 34 noch nicht gab, aber blitzartig eingeführt. Und das über dem dichtest besiedelten Gebiet der Schweiz. Da interessiert die beiden Herren Verantwortlichen die Sicherheit keinen Deut. Wir wissen alle, das der gekröpfte Nordanflug technisch machbar ist und auch von Unique, dem Regierungsrat des Kantons Zürichs und sogar von Piloten befürwortet wird. Es ist also wieder einmal ganz klar eine politische Entscheidung, weil man es mit Deutschland nicht vergeigen möchte. Wie lange noch lassen wir uns von Deutschland in die Knie zwingen?
700 Personen in Hohentengen (D) werden von ihren Politikern geschützt. Wo bleibt da der Einsatz und der Schutz unserer Verantwortlichen gegenüber der Zürcher Bevölkerung?
ANITA VALENTINO- METTLER, DÜBENDORF

Mutloser Entscheid. Die Ablehnung des gekröpften Nordanfluges bedeutet einen grossen Verlust für die Lebensqualität von über 300 000 Menschen im Süden des Kantons Zürich. Die Bazl-Begründung, dass die Sicherheit nicht gewährleistet sei, kann nicht akzeptiert werden. Es leben in der Anflugschneise des gekröpften Nordanfluges wesentlich weniger Menschen, als dies ursprünglich bei der Planung des Flughafens vorgesehen war. Bundesrat Moritz Leuenberger hat versagt, sein Beamter Raymond Cron mutlos entschieden. Und die übrige Politik hat zugeschaut. Als gebürtige Deutsche ist es mir ein Rätsel, wie die einst so stolze Schweiz sich ausgerechnet von Deutschland an der Nase herumführen lässt.
WALTRAUD BORSODI, EGG ZH

Tages-Anzeiger, 08.07.2008Externer Link, Seite 19



Kommentar VFSN: Nichts und niemand wird die Südanflüge rückgängig machen? Doch, wir, gemeinsam mit unseren Mitgliedern!


siehe auch:
BAZL lehnt Gesuch für gekröpften Nordanflug abExterner Link (BAZL)
BAZL lehnt Gesuch für gekröpften Nordanflug abExterner Link (Medienmitteilung VFSN)
Regierungsrat ist enttäuscht über Entscheide des UVEK zum Flughafen ZürichExterner Link (RR)
Gekröpfter Nordanflug: Ablehnung des Gesuchs unverständlichExterner Link (Unique)
Heftige Reaktion des Fluglärmforums Süd auf die neusten BAZL-EntscheideExterner Link (Fluglärmforum Süd) 
«Verliererin beim Gekröpften ist unsere Bevölkerung»Externer Link (TA)
Der «Gekröpfte» ist zu gefährlichExterner Link (TA)
«Skandal» bis «Erleichterung»Externer Link (ZOL)
Wirbel um exotischen Anflug eines AirbusExterner Link (TA)
Bild des Monats Juli 2008: und er kröpft sich doch!Externer Link (VFSN)
Flughafen-Präsident kritisiert BundesratExterner Link (TA)
Gekröpfter Nordanflug - ein grosser VerlustExterner Link (Leserbriefe NZZ)