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Flughafen für Konzentration des Lärms (NZZ)
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Bisheriges Regime bis zum Bau einer Parallelpiste

stü. Der Verwaltungsrat der Flughafen AG hat sich für eine Konzentration des Fluglärms im Norden des Kantons ausgesprochen. Mit diesem Ziel soll die Piste 14/32 in Richtung Bülach, in parallele Lage zur bestehenden Nachbarpiste, verschoben werden.

Diese unter dem Titel «Variante Grün» erarbeiteten Plane würden jetzt konkretisiert, weil sie der «Absicht für ein künftiges Betriebsreglement» entsprächen, heisst es im Communiqué. (Den Antrag für ein Betriebsreglement muss der Flughafen Ende Jahr beim Bund stellen.) Neben Betonarbeiten waren die Verlegung eines Flachmoors und eines Waffenplatzes sowie eine neue Lösung für die Autobahn zwischen Kloten und Bülach nötig. Für das Projekt hat der Flughafen Gesamtkosten von rund 1,3 Milliarden Franken veranschlagt, die für Bauinvestitionen, Enteignungen und den Schallschutz nötig sind.

Vorläufig wie bisher fliegen

Der Flughafen beantragt beim Bund als Konsequenz, Lärmkurven und Flughafenperimeter entsprechend dieser Variante «Grün» in den Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) einzutragen. Gleichzeitig soll auch das Lärmverteilungskonzept «BV2» des Runden Tisches in den Raumplan aufgenommen werden, damit für den Flughafen Planungssicherheit bestehe. So weit befindet der sich der Verwaltungsrat mit der Zürcher Regierung in Übereinstimmung (NZZ 05.07.2002). Im Unterschied zur Regierungshaltung bekennt sich der Flughafen hingegen klar zu einem künftigen Konzept «Grün». Zudem will er bis zur Eröffnung der neuen Parallelpiste den Betrieb gemäss heute geltendem Reglement, ohne Veränderungen an der baulichen Infrastruktur, abwickeln.

Damit der Politik auch künftig Alternativen zur Verfügung stehen, soll aber auch «BV2» in die Umsetzungsplanung einbezogen werden, dies «auf Antrag der Zürcher Regierung». Der Verwaltungsrat macht damit klar, dass dieses planerische Sowohl-als-auch nicht unternehmerischem Denken, sondern politischen Rücksichten entspringt. Die Regierung ist im achtköpfigen Verwaltungsrat mit Ruedi Jeker, Dorothée Fierz und Christian Huber vertreten; diese besitzen eine Sperrminorität bei Änderungen von Pisten oder Betriebsreglement. Ob das Veto einmal gegen «Grün» oder gegen «BV2» genutzt wird, ist aber noch offen.

Am wenigsten Menschen belastet

Im neuen Entscheid ruft der Flughafen die Kriterien in Erinnerung, die er beim Variantenentscheid anwendet. Die Sicherheit fungiert dabei zuoberst, ebenso die Senkung der Lärmbelastung ohne Beschränkung der Bewegungszahlen (Fluglärmgebühren) und eine möglichst kleine Zahl von Menschen, die neu mit Lärm belastet werden. Die Variante «Grün» schneidet da am besten ab. Gegenüber heute 60'000 und mit «BV2» 49'400 würden nur 18'600 Menschen in Gebieten leben, in denen der Immissionsgrenzwert überschritten wird. Und statt bei heute 124'000 und bei 121'300 Menschen mit «BV2» würde der Planungswert nur für 42'800 Menschen überschritten. Überflüge des dicht besiedelten Südens würden weitgehend vermieden. Die bedeutende Entlastung von Bevölkerungsteilen würde allerdings durch eine massive Mehrbelastung von Gebieten im Norden des Kantons «erkauft».

Mit dem Entscheid der Regierung von letzter Woche, sowohl die «grüne» Konzentration als auch die Lärmverteilung «BV2» in die Raumplanung aufzunehmen, wurde ein breiter Fächer geöffnet, in den nun der Flughafen die Akzente setzt. Dabei lässt er sich leiten vom Prinzip der Zahl: Möglichst wenig Menschen sollen vom Lärm belastet werden und in möglichen Absturz gebieten wohnen. «Grün» betrifft zwar einen Teil der Bevölkerung erheblich, aber dieser Teil ist relativ klein.

So führt das Prinzip der Zahl zur demokratischen Ausmarchung: In einer für eine Pistenverlegung nötigen Volksabstimmung bestehen für «Grün» intakte Chancen, im Gegensatz zur Verlängerung der Westpiste. Denn diese wäre Grundlage für eine breite Lärmverteilung in alle Himmelsrichtungen. Nun steht noch eine Zeit der Planung, des Ringens um Ausgleich und der Rechtsverfahren bevor. Der Entscheid aber zeigt zumindest Perspektiven auf für das, was so viele verlangen: genügend verfügbare Flüge ab Kloten. 

NZZ, 13.07.2002Externer Link

 


 

Unique setzt auf «grün»

Die Flughafen AG will für den künftigen Flugbetrieb in Kloten Parallelpisten, um den Lärm zu konzentrieren und Kosten zu sparen.

Von Jürg Schmid

Die Flughafen AG (Unique Zurich Airport) hat dem Bund gestern Freitag mitgeteilt, mit welcher Flugvariante sie künftig den Flugverkehr in Kloten abwickeln möchte. Dabei geht es noch nicht um konkrete An- und Abflugverfahren, sondern um die Rahmenbedingungen für die Flughafenraumplanung des Bundes.

Im Unterschied zur Regierung will Unique den Fluglärm nicht verteilen, sondern konzentrieren. Sie beantragt deshalb dem Bund die Flugvariante grün. Mit dieser würde auf zwei neu zu bauenden Parallelpisten vorwiegend über dem Norden gestartet und gelandet. Die Variante grün sei zwar teuer, aber effizient, und sie belaste am wenigsten Menschen mit Lärm, begründet Unique ihre Wahl.

Flachmoor verschieben?

Zurzeit lässt Unique von Experten abklären, ob die Variante grün, bei der ein Flachmoor von nationaler Bedeutung verlegt werden müsste, überhaupt machbar ist. Bis «grün» realisiert wäre, würde Unique aus politischen und wirtschaftlichen Gründen das heutige System mit den drei Pisten nicht verändern. Und bis nach der Variante grün geflogen werden könnte, würde der Betrieb in Kloten auf der Basis des heutigen Reglements abgewickelt, schreibt Unique.

Der Regierungsrat räumt der Flughafen AG für die Abklärung der Machbarkeit von «grün» 18 Monate Zeit ein, um die Planungsunsicherheit für den Kanton und die Gemeinden nicht über Jahre andauern zu lassen. Die Regierung ihrerseits hat dem Bund empfohlen, die Variante grün lediglich als langfristige Option in der Flughafenraumplanung zu verankern.

Die «Verteilvariante BV2 optimiert», welche die Regierung favorisiert, will Unique bloss als Alternative zu «grün» in der Bundesplanung festgesetzt haben. Die Gründe: Ohne Plafond in Kloten sollen die Lärmbelastung reduziert, möglichst wenig Leute neu mit Lärm belastet sowie der bestehende Lärmperimeter so gut wie möglich ausgenutzt werden. Planungsgrundlage, nicht Zielvorgabe, seien 420'000 Starts und Landungen pro Jahr, bei einer Spitzenkapazität von 90 Bewegungen pro Stunde, hält Unique fest. Gewichtig sind für sie aber auch finanzielle Gründe: Zwar würde der Bau von Parallelpisten die 2,3 Milliarden Franken teure fünfte Ausbauetappe um 640 Millionen Franken verteuern. Halbiert würden hingegen laut Schätzungen von Unique die Kosten für Schallschutz auf 140 Millionen Franken und die Entschädigungen für Minderwert an Liegenschaften auf 560 Millionen Franken.

Bis Ende Jahr muss Unique beim Bundesamt für Zivilluftfahrt das Gesuch für ein künftiges Betriebsreglement in Kloten einreichen. Dabei muss sich Unique an die raumplanerischen Vorgaben des Bundes halten. Diese werden zurzeit in Bern mit den betroffenen Kantonen, Luftfahrtvertretern und Bundesstellen erstritten.

Tages-Anzeiger, 13.07.2002,Externer Link Seite 17


 
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