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Monatsrückblick Dezember 2007 (VFSN)
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Wer geglaubt hat, dass nach der Abstimmung über die Plafonierungsinitiative Ruhe einkehren würde, sieht sich getäuscht. Der Norden hat auch minimste Beschränkungen wuchtig verworfen. Klar, dort liegen die Arbeitsplätze, dort hat man dank der DVO heute schon traumhafte Ruhezeiten. Nur der gekröpfte Nordanflug (GNA) könnte die Ruhe derjenigen gefährden, die durch ihre Arbeit am Flughafen den Lärm produzieren.  Also bekämpft man den GNA mit geradezu unglaublichen "Argumenten". 

Die wichtigsten News:
  • Da soll noch einmal jemand behaupten, der Bundesrat unternehme nichts. Er setzt sich zum Beispiel dafür ein, dass reine Inlandflüge auf dem jeweils anderen Staatsgebiet möglich werden. Das sieht dann so aus: Ein Flugzeug einer Schweizer Fluggesellschaft (wenn es sie noch gäbe) dürfte von Hamburg kommend um 06:04 in Stuttgart landen. Ein deutsches Flugzeug darf zur gleichen Zeit von Genf via GNA nicht einmal in die Nähe des deutschen Staatsgebietes kommen ohne dass Herr Bollacher verbal Amok läuft. Eine Frage an Berlin und unseren Bundesrat: Könnte es sein, dass sich die DVO definitiv nicht mit diesem Abkommen verträgt? Bilaterales Luftverkehrsabkommen: Schweiz und EU bereiten Verhandlungen über Inlandflüge vorExterner Link (BAZL).
     
  • Was überall auf der Welt Tagesordnung ist, das sollte doch auch in Zürich möglich sein: Green Approach, gekrümmter Endanflug, gekröpfter NordanflugExterner Link (VFSN).
     
  • In der Weihnachtszeit begann sogar der Bundesrat seine Vorliebe für Pakete zu entdecken: Bundesrat prüft Paket für Flughafen-VerhandlungenExterner Link (NZZaS).
     
  • Deutschland ist bekanntlich dazu bereit grosszügig und selbstlos einen Teil (unter 5%) des Lärm zu tragen der von den zu über 60% deutschen Flugzeugen verursacht wird. Deutsche Autos (100%) sollen aber von Deutschland nach Deutschland über Schweizer Boden fahren (100%), da ist sich Herr Bollacher jetzt schon sicher. Nach süddeutscher Logik geht es aber nicht an, alle Last einem Land aufzubürden. Man müsste mindestens eine Spur der geplanten Autobahn auf deutschem Boden bauen: Fluglärmstreit weiter verschärftExterner Link (Südkurier)
    Das gleiche Thema, etwas differenzierter betrachtet: Ernstfall an der GrenzeExterner Link (Sonntagszeitung).
     
  • Ein als Journalist getarnter Vertreter der Luftfahrtlobby und der Bevölkerung im Norden bringt das Kunststück fertig, sämtliche längst widerlegte Gründe, die angeblich gegen den GNA sprechen, in einen einzigen Artikel zu packen: Gekröpfter auf wackligen BeinenExterner Link (Landzeitung).
    Ein Leserbriefschreiber bringt es auf den Punkt: Die Angst vor der MehrarbeitExterner Link (Leserbriefe ZOL/SZS).
     
  • Höchste Zeit also unsere Petition nach Bern zu bringen. Über 20 kälteresistente Schneiserinnen und Schneiser begleiteten die 14'359 Unterschriften nach Bern und machten mit einem Riesen-Sickbag auf unser Problem aufmerksam: Prioritäre Einführung des gekröpften Nordanfluges - Petition an den BundesratExterner Link (VFSN).
     
  • Nur einen Tag später fiel dem BAZL plötzlich ein, dass es doch ein paar Unterlagen prüfen muss bevor es über den GNA entscheidet: Gekröpfter Nordanflug: Überarbeitung von Dokumenten nötigExterner Link (BAZL).
    Die NZZ zeigt, dass das BAZL das Zeitschinden perfekt beherrscht: Der gekröpfte Nordanflug bleibt noch länger im WarteraumExterner Link (NZZ).
    Der heisse Schneisertipp für Köbi Kuhn: Sollten wir nicht an der EM08, sobald unsere Mannschaft 1:0 vorne liegt diese vom Platz nehmen und das BAZL aufs Feld schicken? Das BAZL-Team kann problemlos 89 Minuten Zeit schinden, keinen Ball mehr berühren, ohne dass sie vom Schiedsrichter dafür geahndet werden.
      
  • Schlechte Karten für den Plan die Privatfliegerei nach Dübendorf auszulagern: Keine Flugzeuge in DübendorfExterner Link (TA).
     
  • Ganz schlechte Karten auch für die unsinnigste Initiative aller Zeiten, die  "Fair"teilerinitiative: Regierungsrat lehnt Verteilungsinitiative abExterner Link (Regierungsrat).
     
  • Die Argumente kennen wir: Flüge können wegen internationalen Abkommen  unmöglich gestrichen (z.B. wegen einer Plafonierung) werden, ohne frühe Ankünfte und späte Abflüge wäre unsere Wirtschaft sofort am Boden. Der Kennedy Airport in New York beweist das Gegenteil: Flüge werden kurzerhand gestrichen und Slots neu versteigert, Flüge werden aus den Randstunden wegverlagert. Zugegeben, einen kleinen aber offensichtlich extrem wirksamen Unterschied gibt es: Diese Massnahmen kommen nicht der Bevölkerung, sondern dem Flughafen zugute: Rezepte gegen den Flugstau in New YorkExterner Link (TA).
     
  • Wer den Fluglärm bewusst gewählt hat, z.B. weil er am Flughafen arbeitet, der darf alles unternehmen, um den Fluglärm in den Süden abzuschieben. Auch einen Artikel zu schreiben, der vor Unwahrheiten nur so strotzt, läuft wohl unter dem Motto "Fairflug". Wer bewusst die Ruhe gewählt hat und sich für sein Recht wehrt, wird von Frau Minor als "aufsässig" abqualifiziert. Wir hoffen, dass sich die Schneiser durch solche Schläge tief unter der Gürtellinie nicht demotivieren lassen, genau das ist das Ziel von Frau Minor: Der Gekröpfte ist längst klinisch totExterner Link (TA).
    Die Antwort des VFSN: Der Gekröpfte - die Alternative der VernunftExterner Link (VFSN).
    Die LeserInnen des Tages-Anzeiger kennen das Dossier «gekröpfter Nordanflug» offensichtlich besser als die dafür zuständige Journalistin: «Der gekröpfte Nordanflug ist kein Hirngespinst der Schneiser»Externer Link (Leserbriefe TA) 
     
  • Was vom Südanflug zu halten ist (Nein, der Leserbriefschreiber, ein Pilot, wohnt nicht in der Südschneise!): Unsinniger SüdanflugExterner Link (Leserbrief NZZ). 

Ausblick und Anlässe:

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