Startseite   »   News   »   Archiv Info & Mitteilungen VFSN 2007   »   Green Approach, gekrĂŒmmter Endanflug, gekröpfter Nordanflug (VFSN) Sonntag, 31. Juli 2016 09:23
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Green Approach, gekrĂŒmmter Endanflug, gekröpfter Nordanflug (VFSN)
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Drei Bezeichnungen fĂŒr das gleiche Ziel - möglichst wenig Menschen mit LĂ€rm und anderen Emissionen der Fliegerei belasten. Dass dabei als Bonus noch eine Reduktion der CO2-Belastung statt findet, macht diese Lösungen noch attraktiver. WĂ€hrend weltweit menschen- und umweltschonende An- und Abflugverfahren in Betrieb genommen werden, wird eine solche Lösung fĂŒr den Flughafen ZĂŒrich durch Partikularinteressen weniger Politiker (auf Schweizer und Deutscher Seite), GeschĂ€ftsleitungsmitglieder und BerufsverbĂ€nde mit allen Mitteln verhindert.

Die untenstehende Info als PDF (376 kB) Green Approach, gekrĂŒmmter Endanflug, gekröpfter NordanflugExterner Link

 

Brisbane, Australien
Green Approach

Um die Siedlungsgebiete von LĂ€rm zu entlasten, hat Brisbane „verkĂŒrzte AnflĂŒge“ auf die Pisten 01 und 19, so genannte „GrĂŒne AnflĂŒge“ eingefĂŒhrt.

Möglich wurde dies durch die Anwendung neuster Navigations-Technologie (RNP, Required Navigation Precision / PBN, Performance Based Navigation).

Das Auflinieren auf den Endanflug erfolgt 2.9 NM
(5.4 km) vor dem Pistenbeginn. Die AnflĂŒge sind CAT 1 tauglich, d.h. es sind minimale Sichtbe-dingungen vorgeschrieben (wie z.B. bei den SĂŒd- und OstanflĂŒgen in ZĂŒrich).

Der LĂ€rmteppich wurde um rund 50% rerduziert. Pro Landung mit dem Green Approach werden im Durchschnitt 900 kg CO2 weniger ausgestossen
(ca. 74‘000 Tonnen pro Jahr).  

Seit der EinfĂŒhrung des Green Approach wurden schon mehrere Tausend Landungen mit dieser Technologie durchgefĂŒhrt.
Es gab bis heute keine LĂ€rmklagen und auch keine Sicherheitsprobleme.

Auf RNP basierende Navigations-Technologie wird von allen Internationalen Organisationen, der Aviatik und den Flugzeugherstellern gefördert. Sie alle sind ĂŒberzeugt, dass sich nur mit dieser Technologie langfristig eine umweltschonendere und sichere Luftfahrt entwickeln  kann. 

Weltweit sind heute ĂŒber 400 An- und Abflugverfahren mit dieser Technologie in Betrieb.


Fakten zu Brisbane:

Brisbane City:   1 Mio. Einwohner
Brisbane Metropolitan: 2 Mio. Einwohner
Umgebung: HĂŒgel bis zu 300 m Höhe
Flugpassagiere 2006: 16 Mio. (ZĂŒrich 19.2)
Flugbewegungen 2006: 164’000 (ZĂŒrich 220‘000)

Parallelpiste in Planung
Brisbane ist kein Provinzflughafen und mit ZĂŒrich vergleichbar.

 
Vergleich der LÀrmteppiche (Boeing 737-800, tatsÀchliche Werte, keine Mittelungspegel)

Reduktion LĂ€rmteppich um ca. 50%.
Überproportional grosse Reduktion in den Bereichen 70 – 75 dBA.

 


ZĂŒrich, Schweiz
Gekröpfter Nordanflug 

Von der Zukunft ĂŒberholt

Weltweit sind heute ĂŒber 400 An- und Ab-flugverfahren mit auf RNP (Required Navigation Precision) basierender Technologie im Einsatz. Die damit erzielten Ergebnisse bezĂŒglich Verringerung der LĂ€rmbelastung und des Schadstoffausstosses sind eindrucksvoll. 
Diese An- und Abflugverfahren wurden realisiert, obwohl es bis anhin keine internationalen Standards gibt, resp. geben kann. In allen FÀllen haben die nationalen Bewilligungsbehörden die An- und Abflugverfahren aufgrund eigener (oder in Auftrag gegebener) Sicherheitsanalysen genehmigt.

Unter dem Deckmantel „safety first“ wird jedoch im UVEK der technologische Anschluss an die aviatische Zukunft behindert.


Gekröpfter Nordanflug

Der Vergleich Green Approach Brisbane und gekröpfter Nordanflug ZĂŒrich zeigt einmal mehr, dass beim gekröpften Nordanflug objektiv weder technische noch sicherheitsrelevante Probleme bestehen können. Auf der ganzen Welt werden „curved approach“ und neue Navigationstechnologien schnell, problemlos und sicher eingefĂŒhrt und betrieben  – ausser im Sonderfall Schweiz.

Der gekröpfte Nordanflug ist weder ein technisches, rechtliches oder ein Sicherheits-Problem - er ist ein Problem einzelner Politiker.


Continuous Desent Approach

Dieses Landeverfahren hat das Potential die Flug-lĂ€rmproblematik entscheidend zu entschĂ€rfen. Wie die Auswertung von Brisbane zeigt, wird damit in PistennĂ€he (z.B. Kloten) keine spĂŒrbare LĂ€rmreduktion erreicht. Hingegen dĂŒrfte bei einem geraden Nordanflug die LĂ€rmreduktion im ZĂŒrcher Unterland und vor allem in SĂŒddeutschland erheblich sein. Damit wĂ€re eine Lösung möglich, bei der es nur Gewinner gĂ€be.

Die technischen Möglichkeiten fĂŒr den gekröpften Nordanflug wie auch fĂŒr einen erheblich lĂ€rm-reduzierten geraden Nordanflug sind vorhanden und in der ganzen Welt hundertfach in Betrieb.
Was fehlt ist einzig der politische Wille, diese Möglichkeiten auch in der Schweiz  und Deutschland sinnvoll einzusetzen.

CDA, Continuous Desent Approach

 

Vergleich Green Approach – gekröpfter Nordanflug
Externer Link

Bild anklicken zum Vergrössern

 

 


Frankfurt, Deutschland
GekrĂŒmmter Endanflug

Frankfurter Rundschau, 12.09.2007
Tests fĂŒr weniger FluglĂ€rm (Artikel gekĂŒrzt)

Experten versprechen sich von neuer Navigation mehr Ruhe im Rhein-Main-Gebiet. Karl Gessner verliert nicht gleich die Fassung, wenn mit modernem NavigationsgerĂ€t womöglich ein neues Kapitel in der Luftfahrt aufgeschlagen wird. Und dennoch sei das am vergangenen Mittwoch ein "besonderer Moment gewesen", sagt der Sprecher der Flugsicherung in Bremen. Ganz unspektakulĂ€r war da eine knallgelbe Boeing 737 der TUIfly gelandet. Was niemand sehen konnte: Erstmals in Europa war im regulĂ€ren Flugbetrieb ein neues Navigationssystem verwendet worden, das fĂŒr den Landeanflug verfeinerte GPS-Daten nutzt.

GekrĂŒmmter Endanflug

Das System, sagen Fachleute, hat viele Vorteile im Vergleich zum Instrumentenlandesystem (ILS), wie man es noch am Frankfurter Flughafen einsetzt. Es gestattet den Piloten beispielsweise, den Airport im gekrĂŒmmten Endanflug (curved approach) anzu-steuern. Der gekrĂŒmmte Endanflug habe "erhebliches LĂ€rmminderungspotenzial", hatte JĂŒhe der FR gesagt. Maßgeschneiderte LandeanflĂŒge seien damit möglich, mit denen lĂ€rmsensible Gebiete gemieden werden könnten. FĂŒr die Region könnte das bedeuten, dass durch verbesserte Navigationstechnik und gekrĂŒmmten Endanflug bis zu 100.000 Menschen vom FluglĂ€rm zeitweise entlastet werden könnten, indem die Maschinen nicht ĂŒber, sondern seitlich an den StĂ€dten vorbei fliegen. "Von der Technik her ist der gekrĂŒmmte Endanflug kein Problem", sagt auch Axel Raab, Sprecher der Deutschen Flugsicherung in Langen, ĂŒber GBAS. Auch wenn die Arbeit der Fluglotsen in Frankfurt mit dem satellitengestĂŒtzten System etwas schwieriger wĂŒrde. Den großen Vorteil sieht Raab in der Kostenersparnis.

UngekĂŒrzter Bericht: Tests fĂŒr weniger FluglĂ€rm (Frankfurter Rundschau) 

Thomas Morf, VFSN


Info als PDF (252 kB): Green Approach, gekrĂŒmmter Endanflug, gekröpfter NordanflugExterner Link



siehe auch:
AnflĂŒge wie aus einem Guss (NZZ)

 
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Nur noch hetzende Parolen gegen alles Deutsche (Glattaler)
MonatsrĂŒckblick Juni 2016 (VFSN)
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FluglĂ€rm: BĂŒrgerinitiative fordert Politik (SB)
«Die LĂ€rmproblematik wird oft ĂŒbertrieben» (NZZ)

 

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