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Flugbeschränkung schadet (TA)
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Eine Beschränkung der Flugbewegungen oder ein Wegfall der Hub-Funktion würden die volkswirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Zürich erheblich verringern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie.

In der heute präsentierten Studie liess der Zürcher Regierungsrat die volkswirtschaftlichen Folgen der kantonalen Initiative zur Beschränkung der jährlichen Flugbewegungen am Zürcher Flughafen auf 250’000 abklären. Auch die Auswirkungen einer Beschränkung auf 320’000 Starts und Landungen, wie von einem Postulat gefordert, wurden untersucht.

Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Bei einem jährlichen Wachstum von 2,5 Prozent würden im Jahr 2020 zwar jährlich rund 400’000 Flugzeuge mit Starts und Landungen Lärm und Abgase rund um den Flughafen verursachen. Die durch die intakten Verkehrsverbindungen ausgelöste Wertschöpfung würde aber jährlich rund 20 Milliarden Franken betragen.

45’000 Arbeitsplätze würden nicht geschaffen

Bei der Beschränkung auf 250’000 Flugbewegungen müssten dagegen bereits heute Flüge gestrichen werden, und im Jahr 2020 würde die Wertschöpfung um 30 Prozent oder rund sechs Milliarden Franken beschnitten. Die Wirtschaft könnte 45’000 Arbeitsplätze weniger anbieten. Ein Plafond von 320’000 Flugbewegungen würde die Wertschöpfung um elf Prozent und die Beschäftigung um 17’000 Arbeitsplätze schmälern.

Ähnlich gravierend ist der Wegfall der Drehkreuz-Funktion des Flughafens, dessen Folgen ebenfalls untersucht wurden. Der Verlust des Hubs würde die Wertschöpfung bis zum Jahr 2020 um knapp einen Viertel und das Jobangebot um 34’000 Stellen verringern. Am schlimmsten wäre das Ende des Hubs bei einer gleichzeitigen Plafonierung auf 250’000 Starts und Landungen: Dann würde die wirtschaftliche Bedeutung um 38 Prozent geschmälert und 56’000 Arbeitsplätze fielen weg.

Für den Zürcher Regierungsrat zeigen die Ergebnisse, dass im laufenden politischen Prozess Lösungen gefunden werden müssen, welche die Lärmschutzziele erreichen, ohne die Hub-Funktion und die Entwicklungsmöglichkeiten des Flughafens übermässig zu beschränken.

Unique sieht Chance

Die Flughafenbetreiberin Unique sieht in der Studie eine Chance zu Versachlichung der Diskussion. Das von den Autoren angenommene Wachstum der Flugbewegungen von 2,5 Prozent sei allerdings sehr konservativ. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres seien die Passagierzahlen am Zürcher Flughafen um 4,2 Prozent gestiegen, und Langfristprognosen gingen von einem Wachstum von fünf Prozent aus. Dies hätte bis zum Jahr 2020 einen Anstieg der Flugbewegungen auf 580’000 zur Folge. (sam/rom/ap)

Tages-Anzeiger, 23.06.2005Externer Link