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Südanflüge - die wichtigsten Fakten in Kürze
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  • Wann finden Südanflüge statt?
  • Ist tatsächlich vor allem die Goldküste vom Fluglärm betroffen?
  • Wieviele Menschen sind in welcher Region dem Sicherheitsrisiko und Fluglärm ausgesetzt?
  • Sicherheit
  • Gibt es Alternativen zu den Südanflügen?
  • Chronologie


Wann finden Südanflüge statt?
Während den deutschen Sperrzeiten (Werktags: 06.00 bis 07.08 und 21.00 bis 06.00, an Wochenenden und Feiertagen: 06.00 bis 09.08 und 20.00 bis 06.00) darf nicht mehr von Norden gelandet werden. Während den Morgenstunden wird deshalb grundsätzlich über den Süden angeflogen, abends über den Osten. Bei speziellen Wetterbedingen (alle 3-4 Tage) finden auch abends Südanflüge statt. Da diese Flüge zu sehr sensiblen Tageszeiten stattfinden, ist das Argument, dass nur 7-10% aller Anflüge über den Süden stattfinden, nicht besonders aussagekräftig. Zudem wird Werktags der morgendliche zivile Fluglärm durch Lärm der Militärflugzeuge abgelöst. Sollte das Betriebsregelemt 6 genehmigt werden, darf den ganzen Tag via Süden und Osten angeflogen werden. Das käme einer Drehung des Anflugregimes um 180° gleich - unter dem Vorwand der deutschen Verordnung.
Für Details, siehe: Zu welcher Zeit erfolgen Südanflüge?


Ist tatsächlich vor allem die Goldküste vom Fluglärm betroffen?
Nein, als Goldküste wird das Gebiet direkt am See zwischen Zollikon und Herrliberg bezeichnet. Es ist das einzige Gebiet, welches nicht durch An- oder Abflüge betroffen ist. Deshalb haben die Immobilien an der Goldküsten in den letzten 2-3 Jahren eine Wertsteigerung von 10 - 20 % erfahren. Schwamendingen gehört nicht zur Goldküste - wie alle anderen stark vom Fluglärm betroffenen Dörfer auch nicht.
Für Details, siehe: Die betroffenen Gebiete


Wieviele Menschen sind in welcher Region dem Sicherheitsrisiko und Fluglärm ausgesetzt?

von Fluglärm  betroffene Menschen im Norden, Osten und Süden (Visualisierung) 
 


Sicherheit
Landungsabstürze finden zu 60% in einem Korridor von 600 x 6000 Metern statt (Absturzkorridor). Im Absturzkorridor Süd leben rund 25'000 Menschen. Im Absturzkorridor Nord leben weniger als 200 Menschen. Statistisch ist mit einem Absturz alle 10 Jahre in Flughafennähe zu rechnen. Es ist absolut verantwortungslos im Tiefflug über derart dicht besiedelte Gebiete zu fliegen!
Für Details, siehe: Vergleich Nord- vs. Ost-/Süd-Anflug (Visualisierung)


Gibt es Alternativen zu den Südanflügen?
Ja, es gibt Alternativen, zum Beispiel den gekröpften Nordanflug (Short 14) oder einen optimierten Flugplan.

Der gekröpfte Nordanflug: Beim gekröpften Nordanflug würde der Anflug entlang der deutschen Grenze, aber auf Schweizer Gebiet, dem Rhein entlang geführt und nach zwei Kurven ca. 10 km vor der Landung in den bisherigen Nordanflug einschwenken. Der gekröpfte Nordanflug hätte gegenüber den Südanflügen nur Vorteile: 

  • Es werden ganz massiv weniger Menschen neu mit Fluglärm belastet
  • Das Absturzrisiko über dicht besiedelte Gebiete besteht nicht.
  • Die Flugwege werden kürzer. Bei jedem Südanflug wir eine unnötige Zusatzschlaufe von ca. 70 km geflogen, ein Flugzeug welches über die Alpen kommend Zürich Kloten ansteuert, schafft es nicht rechtzeitig tief genug zu sinken um direkt per Südanflug zu landen. Es fliegt deshalb bis in die Nähe der Deutsche Grenze, wendet dort, fliegt zurück nach Rapperswil und landet dann, nachdem dicht besiedeltes Wohngebiet zum dritten Mal überflogen, wude auf der Piste 34.
  • Kürzere Reisezeit
  • Weniger Treibstoffverbrauch
  • Anschlüsse werden rechtzeitig erreicht
  • AKW's werden im Gegensatz zu heute nicht mehr direkt überflogen

Optimierter Flugplan: Der Flugplan würde so umgestellt, dass während den deutschen Sperrzeiten keine Anflüge stattfinden würden. Obwohl Machbarkeitsstudien bestehen, wurde diese Möglichkeit nicht einmal in Betracht gezogen.


(Fast) niemand will Südanflüge, kein Gericht hat Südanflüge je für zulässig erklärt, Südanflüge sind in der Raumplanung nicht vorgesehen. Südanflüge führen zu enormen Protesten. Trotzdem finden sie statt. Wie ist so etwas möglich?
Die Einschränkung der Anflugmöglichkeiten von Norden machen nach Darstellung des BAZL Südanflüge unumgänglich. Obwohl es Alternativen gibt, z.B. den gekröpften Nordanflug oder einen optimierten Flugplan.
Da Südanflüge den geltenden Gesetzen widersprechen war deren Einführung nur mit "Notrecht" möglich. Das bedeutet, dass man zwar Beschwerden einreichen kann, diese aber keine aufschiebende Wirkung haben (= keine Wirkung).
Für Details, siehe: Eine unglaubliche Geschichte - Chronologie der Südanflüge