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Nutztierbestand um 25 % verkleinern (Schweizer Bauer)
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Die Grüne Partei und die Sozialdemokraten wollen den Nutztierbestand hierzulande um 25% verkleinern. Franz Hagenbuch, Präsident Swiss Beef, kontert, dass man stattdessen den Flughafen Zürich um 25% verkleinern könnte.

In der SRF-Sendung «Rundschau» vom Mittwoch trat Nationalrat Bastien Girod (Grüne, ZH) auf. Er sagte:?«Wir fordern einen Verzicht auf den Import von Kraftfutter und keine Massentierhaltung. Wenn man das in den nächsten zehn Jahren umsetzt, bedeutet dies eine Abnahme des Tierbestands um etwa 25%.» Jedes vierte Nutztier müsse weg, forderten die Grünen, hiess es in der Sendung.

Ernährungsumstellung notwendig

Als Quelle diente eine Vernehmlassungseingabe der Grünen Partei vom 8. Dezember 2016 mit dem Titel «Klimapolitik nach 2020». Dort steht auf Seite 26: «Um eine Treibhausgas-Reduktion von 30% bis 2030 zu erreichen, muss der Tierbestand um rund einen Viertel abnehmen. Eine solche Transformation klappt nicht ohne begleitende Umstellung der Konsumgewohnheiten hin zu vermehrt pflanzenbasierter Kost.

Sonst besteht die Gefahr, dass die inländische Verringerung der Tierbestände durch Importe kompensiert wird und die Klimagasmengen in der Summe gleich bleiben oder sogar ansteigen.» Nationalrat Beat Jans (SP, BS) sagte in der «Rundschau»:?«Viel Fleisch wird auf der Basis von importierten Futtermitteln hergestellt, die letztlich den Regenwald kosten. Das müssen wir reduzieren. Aus Sicht des Klimaschutzes ist es ein richtiges Ziel.»

Landwirtschaft als Sündenbock

Politisch gaben in der Sendung die Nationalräte Markus Ritter (CVP, SG), Nadja Pieren (SVP, BE), Mike Egger (SVP, BE), Andreas Aebi (SVP, BE) und Lorenz Hess (BDP, BE) Gegensteuer. Die Devise:?Die Leute sollen essen dürfen, was sie wollen, und  Fleisch sei ein wertvolles Lebensmittel. Auf dem Hof der Familie Meier in Waltenschwil AG erwiderte Franz Hagenbuch, Präsident von Swiss Beef und CVP-Nationalratskandidat: «Da soll die Landwirtschaft oder die Nutztierhaltung zum Sündenbock gemacht werden. Man könnte auch mal an einem anderen Ort ansetzen: ein Viertel weniger Mobilität,  ein Viertel weniger Wohnraum pro Person,  den Flughafen Zürich um einen Viertel verkleinern. Damit würde man einiges mehr erreichen.»

Schweizer Bauer, 22.09.2019


 
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