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Langstrecken-Chaos bei der Swiss (Blick)
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Weil der Arktis-Pannenjet Boeing 777 rostet

Bei einer Boeing 777 der Swiss wurde Korrosion fest­gestellt. Es ist dieselbe Maschine, die 2017 in Nordkanada notlanden musste. Seit Anfang Juni fielen Dutzende Flüge aus oder waren verspätet.

Wer an diesem Wochenende mit der Swiss nach Los Angeles (USA) fliegen wollte, musste umplanen. Am Freitag und Samstag brachte die Swiss einen nur nach London. Dort mussten die Passagiere in eine United-Airlines-Maschine umsteigen, um an die amerikanische Westküste weiterzufliegen. Gleiches gilt in umgekehrter Richtung. Passagiere mit Reiseziel Bangkok können am Sonntag ebenfalls nicht mit der Swiss fliegen. Zwar verkaufte die Airline während der ganzen Woche über Direktflüge, ­jedoch nur solche der Konkurrentin Thai Airways.

Der Grund: Eine Boeing 777 der Swiss-Flotte ist derzeit nicht flugtauglich, wie SonntagsBlick-Recherchen zeigen. Aber nicht nur das, es handelt sich ausgerechnet um den Langstreckenjet mit Hoheitszeichen HB-JND – dieselbe Maschine, die im Februar 2017 im kanadischen Kaff Iqaluit am Polarkreis eine Sicherheitslandung einlegen musste! Damals fiel an der «Juliett-November-Delta», wie Swiss-Mit­arbeiter die Maschine nennen, in 10 000 Meter Höhe das linke Triebwerk aus. Ein Neustart scheiterte, die Crew setzte ­einen «Pan-pan»-Notruf ab. Auch damals war der Pannenjet in Richtung Los Angeles unterwegs.

Abwasser der WCs extrem säurehaltig

Dieses Mal hat die «Triple Seven» ein anderes Problem. SonntagsBlick liegen Screenshots aus dem Intranet der Swiss vor – dem internen Netzwerk für Mitarbeiter. Der Abwassertank der knapp dreijährigen Maschine rostet! Die Swiss-Medienstelle bestätigt dies auf Anfrage. «Im Rahmen unserer regelmässig durchgeführten Checks haben wir in diesem Bereich Korrosion festgestellt. Diese ist auf eine undichte Dichtung im Abwassersystem zurückzuführen», schreibt Pressesprecher Florian Fläming. Das Abwasser der WCs sei extrem säurehaltig. Dies habe die Bildung der Korrosion begünstigt.

Passagiere oder Crew seien «zu keinem Zeitpunkt» in Gefahr gewesen, versichert die Airline. Und: «Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem defekten Triebwerk, das zu der ausserplanmässigen Landung in Iqaluit geführt hat, und der derzeitigen Reparatur.»

Swiss-Kunden dürften sich verschaukelt fühlen

Mühsam ist der Ausfall trotzdem – vor allem für die Passa­giere. Er bringt den eng getakteten Flugplan durcheinander. Aus dem Intranetbeitrag geht hervor: Seit Anfang des Monats waren mehr als ein Dutzend Verbindungen auf der Langstrecke direkt oder indirekt betroffen. So kam es auch zu Verspätungen, Ausfällen und den Einsatz von Ersatzmaschinen auf Flügen nach São Paulo, San Francisco, Singapur und Tel Aviv. Betroffen waren Tausende Passagiere.

Richtiggehend verschaukelt dürften sich Swiss-Kunden fühlen, die Anfang Woche noch einen Flug von Zürich nach Los Angeles buchten. Da wurden nämlich noch Direktverbindungen verkauft, obwohl der Jet bereits ausser Betrieb war. «Der zeitliche Aufwand der Reparatur war lange nicht abschätzbar. Der Verkauf wird erst gestoppt, sobald klar ist, ob der Flug stattfindet oder nicht», rechtfertigt sich die Swiss. Die Passagiere seien «frühestmöglich» informiert worden. Doch warum hat die Lufthansa-Tochter Swiss keine Ersatzmaschine bei einer ­ihrer Schwestern-Airlines aufgetrieben?

«Diese Option wurde innerhalb der Lufthansa Group geprüft. Aufgrund der Kurzfristigkeit und fehlender Kapazität während der Sommermonate war dies jedoch nicht möglich.»

Keine weiteren Maschinen betroffen?

SonntagsBlick weiss: Bei der Swiss-Belegschaft machte sich ebenfalls Unzufriedenheit breit. Lange war auch intern nicht klar, was Sache ist.

Gerüchte machten die Runde. «Die besagte Dichtung befindet sich im hinteren Teil des Flugzeugs hinter verschiedenen Abdeckungen», so die Swiss. Die Lokalisierung habe entsprechend Zeit beansprucht. «Ebenso die umfangreichen Arbeiten zur Entfernung der Korrosion.» Deshalb sei nicht von Anfang an klar gewesen, wie lange die Maschine ausfalle.

Immerhin: Bei der Swiss geht man nicht davon aus, dass weitere Maschinen von dem Problem betroffen sind. Zwar werde man die Boeing-777-Flotte im Rahmen normaler Wartungsarbeiten «dahingehend überprüfen», schreibt die Swiss. Doch: «Es handelt sich um einen Einzelfall.» Auch die Reparatur ist fast abgeschlossen. Die HB-JND werde Anfang kommender Woche wieder in der Luft sein.

Blick, 15.06.2019


 
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