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Dank Flug-Taxe weniger für die Krankenkasse zahlen? (20min)
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In Schweden müssen Flugpassagiere neu eine Öko-Abgabe entrichten. Diese hat auch in der Schweiz Anhänger.

Wer in Stockholm oder Malmö in ein Flugzeug steigt, muss seit Sonntag tiefer ins Portemonnaie greifen: Pro Ticket wird eine Umwelt-Abgabe zwischen 5,80 und 38,80 Euro fällig, abhängig von der Länge des Fluges. Ziel sei es, die «Klimafolgen von Flugreisen zu minimieren», so die Regierung. Schweden ist damit nicht allein: Zahlreiche andere europäische Staaten verteuern das Fliegen, etwa Grossbritannien (siehe unten).

Auch in der Schweiz wird der Ruf nach einer Öko-Abgabe immer lauter: Fluglärmgegnerin Priska Seiler Graf (SP) verlangt in einem parlamentarischen Vorstoss eine Abgabe auf allen Flugtickets, nachdem jeder Schweizer jährlich 9000 Kilometer mit dem Flugzeug zurücklegt – Tendenz steigend. Auch die Grünliberalen fordern im Parlament die Einführung einer Gebühr oder Lenkungsabgabe, welche «die Folgekosten des Flugverkehrs den Fluggästen überträgt».

20 Franken mehr für einen London-Flug

GLP-Vizepräsident Pascal Vuichard sagt, rund 20 Prozent des CO2-Ausstosses in der Schweiz rührten von Flugreisen her. Er verlangt, dass die Schweiz bald nachzieht: «Sonst sind wir auch beim Fliegen das europäische Schlusslicht im Bereich des Klimaschutzes.» Vuichard schlägt eine Abgabe von 80 Franken pro Tonne CO2 vor. Ein Flug nach London in der Economy-Klasse würde rund 15 Franken teurer.

«Damit könnten die wahren Kosten des CO2-Ausstosses gedeckt werden, gleichzeitig würden andere Verkehrsmittel im Vergleich wieder wettbewerbsfähiger.» Das heutige System sei unfair, weil Airlines – anders als etwa Fernbusse – von der Mineralölsteuer befreit sind. Die Einnahmen aus der Flugtaxe sollen laut Vuichard wieder an die Bevölkerung zurückverteilt werden: «Mit den Erträgen könnten mehr Solaranlagen auf Schulhäusern erstellt oder Krankenkassenprämien vergünstigt werden.»

«Nur ein weltweites Abkommen hilft dem Klima»

Dagegen findet es Thomas Hurter, SVP-Nationalrat und Präsident des Luftfahrt-Dachverbandes Aerosuisse, falsch, mit einer Abgabe auf Flugtickets die Krankenkassenprämien zu subventionieren: «Das ist eine blöde Idee: Mit einer regionalen Lösung schafft man höchstens ungleiche Spiesse und produziert Umwegverkehr.» Denn Flugpassagiere reagierten sehr empfindlich auf höhere Preise: «Seit zehn Jahren kann man mit der Stiftung myclimate den CO2-Ausstoss freiwillig kompensieren. Das tun aber die wenigsten.»

Hurter sagt, nur ein weltweites Abkommen, dem sich auch die Airlines aus der Golf-Region, den USA oder China unterwerfen, helfe dem Klima wirklich. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation plane ein Abkommen, das eine Kompensation des CO2-Wachstums ab 2020 bringen soll.

Bundesrat verweist auf sparsamere Flugzeuge

Eine Studie des Unternehmensberaters PricewaterhouseCoopers untersuchte im vergangenen Jahr im Auftrag der Airlines die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Abgaben in Europa. Die Experten sprachen sich klar gegen eine Besteuerung aus: Würden die Luftfahrtabgaben in ganz Europa in diesem Jahr abgeschafft, stiege die Zahl der Passagiere pro Jahr um rund 16 Millionen. Gleichzeitig würden laut der Studie innert zweier Jahre 47’000 Jobs entstehen.

Auch aus wirtschaftlichen Gründen spricht sich der Bundesrat gegen eine Ticketabgabe aus: Dieser setzt stattdessen auf internationale Abkommen, den Einbezug der Luftfahrt in den Emissionshandel, sparsamere Flugzeuge oder direktere Flugrouten.


Ticketabgabe in Europa

Verschiedene europäische Staaten erheben Abgaben auf Flugtickets – sei es als Zuschuss für die Staatsfinanzen oder aus Gründen des Klimaschutzes. In Grossbritannien etwa ist die Öko-Abgabe vergleichsweise hoch: Bei Flügen unter 3220 Kilometern werden in der Economy-Klasse umgerechnet 17 Franken fällig, bei längeren Flügen fast 100 Franken. In der Business-Klasse ist die Abgabe doppelt so hoch. Auch Österreich, Deutschland, Frankreich oder Deutschland erheben eine Abgabe auf Flügen.

20min, 03.04.2018Externer Link


 
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