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Swiss-CEO Thomas Klühr will 80 Prozent Pünktlichkeit (ZSZ)
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Seit über einem Jahr ist Thomas Klühr CEO der Swiss. Unter seiner Ägide konnte sich die Fluggesellschaft in Bezug auf die Pünktlichkeit verbessern. Doch der Deutsche will noch mehr. Und fordert dabei die Politik. Ohne diese seien Pünktlichkeitswerte wie in Wien oder Frankfurt in Zürich nicht möglich.

Als Thomas Klühr vor etwas mehr als einem Jahr seinen Posten als neuer CEO der Swiss antrat, legte er einen Schwerpunkt auf die Pünktlichkeit. Bei den Abflügen, die bis spätestens 15 Minuten nach der geplanten Startzeit als pünktlich gelten, wies die Swiss damals einen Wert von 76 Prozent aus. Damit lag die Airline deutlich hinter ihrer Konkurrenz.

Im grossen Interview blickt Klühr nun auf sein erstes Jahr zurück. Und stellt tatsächlich eine Verbesserung fest: 2016 flog man zu 78 Prozent rechtzeitig ab.Doch das reicht Klühr noch nicht. «Ich strebe einen Wert von 80 Prozent an», sagt er. Das sei ein erreichbarer Wert. Doch darüber werde es schwierig. Mit der gegebenen Infrastruktur in Kloten sei ein Wert von zum Beispiel 85 Prozent unmöglich.

Deshalb müsse die Politik hier bessere Rahmenbedingungen schaffen. Zwar könne die Swiss auch selber weitere Massnahmen treffen und kleine Verbesserungen anstreben. «Aber wer deshalb glaubt, wir würden damit das Pünktlichkeitsniveau anderer grosser Flughäfen erreichen, der sagt nicht die Wahrheit», hält Klühr fest.

Er wünscht sich deshalb, dass die Massnahmen, die im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt und im luftpolitischen Bericht zu einer Kapazitätssteigerung in Kloten führen könnten, früher als bisher geschätzt umgesetzt werden können. Denn in den Spitzenzeiten sei die Kapazität einfach nicht ausreichend. «Dort bräuchten wir 80 Flugbewegungen pro Stunde, von diesem Wert sind wir meilenweit entfernt.»

Risiko bei der Flottenauswahl hat sich für die Swiss gelohnt

Nebst der Pünktlichkeit hat sich bei der Swiss im letzten Jahr vor allem etwas bei der Flotte getan. Die Swiss hat mit der Boeing 777-300ER und den neuen Flugzeugen der CSeries von Bombardier begonnen, das durchschnittliche Flottenalter von 16 Jahren auf achteinhalb Jahre zu verjüngen. Ein Risiko ging die Swiss dabei vor allem bei der CSeries ein, hier war die Fluggesellschaft Erstbestellerin.

Das Wagnis hat sich bisher gelohnt. «Wir sind zufrieden und positiv überrascht, dass das Flugzeug wenig Kinderkrankheiten zeigt», sagt Klühr. Nicht nur von den Performancewerten – dazu gehören zum Beispiel Treibstoffverbrach und Lärmemission – sei die Maschine sehr gut unterwegs, auch die Rückmeldungen der Crews seien gut. «Für die Swiss braucht es ein Flugzeug im 100- bis 150-Sitzplätzesegment und da ist die CSeries das beste Modell auf dem Markt», ist Klühr überzeugt.

ZSZ, 15.03.2017Externer Link


 
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