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Piste 28 verlängern (Leserbriefe TA)
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In ihrem Artikel vom 13.8.2015 verlangt die Journalistin Wertheimer eine Sicht auf die Sicherheit am Zürcher Flughafen- in fetten Lettern-"ohne Tabus."
Warum wird dabei die Möglichkeit einer Pistenverlängerung total ausgeblendet? Eine seltsame Art von tabuloser Berichterstatung.
Seit Jahren verlangt der Flughafen aus Gründen der Sicherheit eine Verlängerung der kurzen Piste 28. Blockiert wird dieses Vorhaben von Fluglärmgegnern aus dem Norden und Osten des Flughafens. Warum wird dieser Umstand nicht erwähnt ? Könnte es sein, dass Frau Wertheimer aus Niederglatt eine sehr einseitige Sicht der Flughafenproblematik hat, weil just in ihrer Wohngegend der Widerstand gegen eine Ertüchtigung der zu kurzen Piste 28 besonders laut ist?
Mit einem Ausbau besagter Piste 28 kann die Sicherheit nicht nur massiv verbessert werden, es weden gleichzeitig deutlich weniger Menschen belärmt als mit ein Einführung von Starts geradeaus.
Eine Darstellung dieser Sicht der Dinge wäre im Tages-Anzeiger längst fällig.
Yvonne Wewerka, Pfaffhausen

Anmerkung VFSN: Der oben stehende Leserbrief in der eingesandten Version. Die Textstellen in fetter Schrift wurden vom Tagi nicht abgedruckt...


Flugbewegungen begrenzen
Auf der Strasse und am Himmel gilt: Je höher das Verkehrsaufkommen, desto höher sind die Gefahren einer Kollision. Auf der Strasse ist es immerhin möglich, die Geschwindigkeit und den Abstand zum Nachbarfahrzeug zu verringern; in der Luft ist das aber kaum möglich. Die Gefahr für die Flugsicherheit liegt also bei der Anzahl der Flugzeuge, die Kloten anfliegen oder von dort starten. An den letzten zwei Ferienwochenenden war der Flughafen Kloten besonders überlastet. In den Abendstunden musste von Süden gelandet und nach Norden gestartet werden. Fazit: Der Flughafen stösst an seine Grenzen. Eine Plafonierung der Flugbewegungen sollte im Interesse aller Einwohner rund um den Flughafen kein Tabu sein.
Günther Trebbe, Zürich

Drei Gründe für den Mehrverkehr
Die Flugsicherheit hat aus drei Gründen abgenommen: Erstens, weil der Flugverkehr ständig zunimmt. Das ist nur möglich, weil der Bund dem privatisierten Flughafen, der deutschen Swiss und dem Bundesland Baden-Württemberg mit zwölfjährigem Notrecht Zugeständnisse macht, die gesetzes- und verfassungsmässig nicht haltbar sind. Zweitens, weil der Bund die Forderungen der ständig mit Arbeitsplatzverlusten drohenden Flug­hafen-Lobby mit ihren Direktflugwünschen in die hintersten Winkel der Welt höher bewertet als die Gesundheit von Hunderttausenden von Bewohnern in der Südschneise. Und drittens, weil der Bund zulässt, dass Transitpassagiere gratis und auf Kosten der ab Zürich startenden Passagiere nach Zürich geflogen werden, um solche Direktflüge überhaupt zu ermöglichen. Diese Passagiere hinterlassen neben Fluglärm, Abgasen und einem erhöhten Risiko keinen nennenswerten Mehrwert. Es ist billig, zu verlangen, «alle Akteure müssen sich bewegen», wenn die Bewohner der Südschneise über zwölf Jahre gesundheitlich tagtäglich geschädigt werden, einen gewaltigen Verlust an Wohnwert erleben und hohe Kosten für Lärmisolationen selbst tragen müssen und dazu noch immense Wertverluste auf ihren Liegenschaften verkraften müssen.
Adrian Schoop, Gockhausen

Tages-Anzeiger, 14.08.2015Externer Link, Seite 10

Leserbriefe zum Artikel: Wir müssen über Flugsicherheit reden! (TA)