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«Totengräber der Wiege der Schweizer Militäraviatik» (TA)
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Die Armee zieht sich vom Flugplatz Dübendorf zurück. Für den Zürcher Regierungsrat bedeutet dies einen weiteren Schritt hin zu einem Innovationspark. Dessen Gegner sind empört.Bundespräsident Ueli Maurer hat heute Morgen den Entwurf des neuen Stationierungskonzepts der Armee veröffentlicht. Demnach werden verschiedene Flugplätze geschlossen, darunter auch Dübendorf. Der Militärflugplatz bleibe noch als Helikopterbasis bestehen.

Bereits einen Tag zuvor präsentierte der Vorsteher des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) den Kantonen das Stationierungskonzept. Wie der Regierungsrat mitteilt, steht er den neuen Plänen positiv gegenüber und bewertet die Konsequenzen des Konzepts als «für den Kanton tragbar». Er begrüsst insbesondere, «dass mit der Abkehr von der militär-aviatischen Nutzung der Piste des Flugplatzes Dübendorf ein weiterer Schritt zu einem Innovationspark gemacht wird».

Der Regierungsrat hatte sich in der Vernehmlassung zum Entwicklungsschritt der Armee (WEA) dafür eingesetzt, dass dem Kanton Zürich wesentliche militärische Infrastrukturen erhalten bleiben. Mit Erfolg: Bestehen bleiben der Waffenplatz Reppischtal, die dort beheimatete Militärakademie der ETH Zürich und das Rekrutierungszentrum in Rüti. Ebenfalls erhalten bleiben das Armee-Logistikzentrum Hinwil und das kantonale Zeughaus in der Stadt Zürich sowie die beiden Waffenplätze Dübendorf und Kloten-Bülach.

80 Stellen gehen verloren

Wie der Zürcher Regierungsrat mitteilt, nehme der Kanton weiterhin seine Aufgabe als Götti für insgesamt elf Bataillone oder Abteilungen wahr. Allerdings müssen drei Brigadekommandos den Kanton Zürich verlassen. Der Regierungsrat bedauere dies zwar, nehme aber gleichzeitig erfreut zur Kenntnis, dass der Rückgang der Arbeitsstellen des Militärs durch das Stationierungskonzept von 1000 auf noch 920 moderat ausfalle. «Besonders erfreulich ist, dass in den militärischen Einrichtungen nach wie vor rund 40 Lernende einen Ausbildungsplatz finden.»

Empört ob der Entscheidung aus Bern ist das Forum Flugplatz Dübendorf. «Mit Befremden und grosser Bestürzung haben wir zur Kenntnis genommen, mit welcher Radikalität in der Schweiz Stützpunkte und Flugplätze abgebaut werden sollen», sagt Forums-Präsident Peter Bosshard. Mit Bundesrat Ueli Maurer und Armeechef André Blattmann würden ausgerechnet zwei Zürcher Oberländer «als Totengräber der Wiege der Schweizer Militäraviatik» in die Geschichte eingehen.

«Zubetonierung der grünen Oase Tür und Tor geöffnet»

Der Vorstand des Forums Flugplatz Dübendorf halte es für einen schwerwiegenden Fehler, dass die Armeespitze auf den geografisch ideal gelegenen und letzten Militärflugplatz in der Ostschweiz aufgegeben wolle. «Einer grossflächigen Zubetonierung der heutigen grünen Oase der Agglomeration wird Tür und Tor geöffnet», moniert Bosshard.

Das Forum sei sich zwar bewusst, dass der andauernde Spardruck auf die Finanzen des VBS, die Armeeführung vor schwierige Aufgaben stelle. Wegen der Schliessung müsse aber befürchtet werden, dass die Luftwaffe, auch nach der Anschaffung des Gripens, ihre Aufgabe bei bestimmten Wetterlagen selbst im Normalfall nicht mehr erfüllen könne. «Es mangelt ihr dazu an Ausweichflugplätzen». Das Forum Flugplatz Dübendorf fordert deshalb, dass der Flugplatz Dübendorf weiterhin vollumfänglich im Etat der Armee verbleibt und von ihr betrieben wird. «So können auch künftige Generationen noch über diese wichtige strategische Reserve verfügen.»

Das Herz der Luftwaffe

Laut Angaben des VBS gewährleisteten die Mitarbeiter auf dem Militärflugplatz bisher den Flugbetrieb sowie die anfallenden Reparatur- und Unterhaltsarbeiten an Helikoptern, Flächen- und Spezialflugzeugen. Am 16. Dezember 2005 hob der letzte Militärjet von der Dübendorfer Piste ab, seit 2008 ist der Flugplatz zwar dem Kommando von Alpnach unterstellt. Er beheimatet aber das Herz der Luftwaffe: Die Operationszentrale, die Führungs- und Schaltstelle für sämtliche Luftwaffeneinsätze. Dazu gehören unter anderem die Einsatzplanung und -führung.

Das neue Stationierungskonzept will, dass die Armee künftig auf ein Drittel der Immobilien verzichtet. Weichen müssen zahlreiche geheime unterirdische Anlagen in der ganzen Schweiz. Ebenfalls verzichtet wird unter anderem auf die Waffenplätze Freiburg, Genf, Moudon, Lyss und Saint-Maurice sowie die Unterkünfte und Schiessplätze Glaubenberg, Brigels und Gluringen.

Tages-Anzeiger, 26.11.2013Externer Link