Startseite   »   Leserbriefe Samstag, 01. November 2014 00:32
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 Lärmtel. Flughafen ZH

 
Deutsche Lastwagen sind lauter (TA)
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Die Verlegung von der effektiven Lärmbelästigung auf die Anzahl Überflüge ist die Folge der für die Waldshuter Scharfmacher ungünstigen Lärmanalyse.  Dies ist doch so, als würde das Schweizer Bundesamt für Strassen, die dank technischer Fortschritte tief liegenden Dezibelwerte für Motorfahrzeuge einfach mit Auflagen in der Fahrkilometerbeschränkung kompensieren. Wenn der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer beispielsweise die Belastung von 65 Dezibel über Hohentengen schon selbst erlebt haben sollte, dann laden wir ihn gerne zu einem Informationsaufenthalt an der Transitstrecke im oberen Reusstal ein, wo er in schlaflosen Nächten über den Unterschied von 65 und 105 Dezibel nachdenken könnte. Dank den mehrheitlich mit deutschen Kennzeichen versehenen Schwerlastwagen könnte sich der Herr Minister ja schon fast heimisch fühlen. Den durch den Verkehr nicht sporadisch, sondern rund um die Uhr geplagten Bürgern entlang dieser Transitstrecken ist es absolut unverständlich, warum unsere Verhandlungsdelegation diese Extrembelastung als plausible Gegenüberstellung nicht einbringt.
Hansueli Bleiker, Morschach SZ

Vermeintlich grosser Wurf. Entsprechend der Devise «Popularität um jeden Preis» glaubte Frau Leuthard offensichtlich, ihre Präsenz am WEF durch irgendeinen Erfolg rechtfertigen zu müssen. Mangels Alternativen war ihr das Thema Fluglärmstreit mit Deutschland gerade mal recht. Da werden Erinnerungen wach an ihren Vorstoss in Sachen Mietrecht, den sie kurz nach dem Amtsantritt als Überraschungscoup lancierte, der allgemeines Erstaunen auslöste und zu verfrühten Siegesfeiern führte, letztlich jedoch wie alle vorherigen Versuche anderer Politiker kläglich scheiterte. Jedem Branchenkenner war schon damals klar, dass die Interessenvertreter der direkt involvierten Kreise in den Detailberatungen kein Jota von ihren Forderungen abweichen würden, was dann tatsächlich auch geschehen ist. Nun wird erneut versucht, dem Publikum glaubhaft zu machen, es sei der Magistratin ein durch Genialität und Einfachheit geprägter Wurf gelungen, zu dem nur sie in der Lage sei und der alle Probleme, an denen man sich bisher die Zähne ausgebissen hat, auf einen Schlag lösen würde. Dabei ist schon heute klar, dass in der nächsten Verhandlungsrunde mit Deutschland alles wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen wird. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, hätte es keines Umweges über Davos bedurft.
Ettore Barp, Berikon

Deutsche Fluggesellschaften. Die Pistenausbauten wurden vom Volk gebilligt. Was bleibt, ist der Fluglärm. Dabei wird nicht beachtet, dass für den Nordanflug am wenigsten Leute übermässig gestört werden. Obwohl die gemeinsamen Messungen von keiner Beeinträchtigung ausgehen, machen die Deutschen schon wieder Stunk. Der Fluglärm, den wir «ertragen sollen», stammt zu rund 80 Prozent von Fluggesellschaften mit deutschem Firmenhintergrund. Müssen wir den deutschen Lärm in der Schweiz dulden, oder sind wir gemäss dem MediaMarkt-Motto einfach zu blöd? Oder sind unsere Politiker Nieten?
Heinz Allenspach, Adetswil

Mitreden wollen, aber nichts zahlen. Leider einmal mehr wird die Schweiz, vertreten von Bundesrätin Leuthard, weichgeklopft. Wie lange soll sich die Schweiz von der ganzen Welt noch auf dem Buckel herumtrampeln lassen? Mit diesen schwachen Volksvertretern sind wir auf dem Weg, als eigenständige Nation erpressbar zu werden. Sei es beim Asylwesen, sei es im Steuerstreit mit den USA, sei es mit Datenlieferungen an die Deutschen und nun auch hier. Es fehlt gerade noch, dass sich der Kanton Zürich an Baden-Württemberg angliedert und aus der Eidgenossenschaft austritt. Wir bauen unseren Flughafen mit Staats- und Steuergeldern aus, und die Deutschen benutzen ihn, ohne einen Franken bezahlt zu haben, und nun wollen sie noch mitreden. Sollen sie doch künftig von Frankfurt aus fliegen. Sie haben sich ja auch die Swiss billig unter den Nagel gerissen. Dürfen wir auch mitreden, ob wir weiterhin Deutsche bei uns beschäftigen wollen? Wir sollten das Recht einfordern, künftig in den Grenzregionen auch mitreden zu dürfen. Der Bahnhofstreit in Stuttgart betrifft ja auch uns.
Hugo Dörig, Birmensdorf

Leuenberger war keine Ausnahme. Bis heute hoffte ich, Bundesrat Moritz Leuenberger sei eine Ausnahmeerscheinung gewesen. Nun muss ich aber enttäuscht feststellen, dass auch Frau Doris Leuthard keinen Deut besser ist, auch ihr liegt offensichtlich das Wohl der Süddeutschen mehr am Herzen, als das unsrige. Sehr schade.
Erwin Müri, Feldmeilen

Leserbriefe Tages-Anzeiger, 02.02.2012, Seite 11