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Monatsrückblick Dezember 2010 (VFSN)
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Zum ersten Mal konnte man in der süddeutschen Presse lesen, dass Süddeutschland x-Mal mehr vom Flughafen profitiert als es von Lärm belastet wird. Wir hoffen, dass dies auch unsere Politiker und das BAZL in Bern gesehen haben und mit dieser Erkenntnis einen Schritt weiter kommen.

Die wichtigsten News:
  • Schon fast unglaublich, so etwas in einer süddeutschen Zeitung zu lesen: Süddeutschland profitiert um Grössenordnungen mehr vom Flughafen Zürich als es den Lärm davon ertragen muss: Kann denn Fliegen Sünde sein?Externer Link (Südkurier).
    Selbst ein Süddeutscher Politiker hatte eine Erleuchtung: Wie soll ein Flugzeug von Zürich nach Berlin fliegen ohne deutsches Gebiet zu überfliegen?: Übel? Chance? Die zwei Medaillenseiten von Zürich-KlotenExterner Link (s-b).
     
  • Falls es mit Deutschland keine Einigung gibt (was der Norden und Osten sich wünscht ???), gibt es eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten, wie Ruhe in den Fluglärmstreit kommt: Entweder man fairlängert endlich die Piste 28 und lehnt die egoistische Behördeninitiative aus dem Norden und Osten ab oder man stimmt für unser konstruktives Referendum, was wiederum der Norden und Osten ablehntExterner Link weil es dort angeblich die Arbeitplätze gefährdet. Der Regierungsrat möchte die Piste 28 fairlängern um einen bevölkerungsfreundlicheren Flugbetrieb zu ermöglichen und möglichst wenig Menschen mit Fluglärm zu belasten. Im Herbst kann die Bevölkerung ihrer eigenen Entlastung zustimmen, indem sie die Behördeninitiative ablehnt: Regierungsrat macht sich für Nachtruhe starkExterner Link (TA).
     
  • Der Eyjafjallajökull war ja nicht der erste Vulkanausbruch in der Geschichte der Luftfahrt. Die Luftfahrtindustrie wäre also gut beraten gewesen vorsorglich die Grenzwerte einer Aschewolke festzulegen. Weil das aus Kostengründen unterlassen wurde, musste eben wieder mal der Staat (Steuerzahler zum Ersten) einspringen um im Sinne von „safety first“ den Luftraum zu sperren um allfällige Katastrophen zu verhindern. Die Ertragsausfälle der Luftfahrt sind somit im juristischen Sinne nicht durch eine Naturkatastrophe, sondern durch eine behördliche Massnahme verursacht worden und können somit entschädigt werden. Es ist schon eine unglaubliche Dreistigkeit, dass Betriebe die Rekordgewinne abwerfen, die marode Arbeitslosenkasse plündern. Wieder einmal „spendet“ die Schweiz (Steuerzahler zum Zweiten) einer deutschen Firma Millionen:
    Millionen aus der Arbeitslosenkasse für die Aschewolke-AusfälleExterner Link (TA).
     
  • Seit über 55 Jahren Hauptlandepiste und: Seit 40 Jahren ein ProblemExterner Link (SoZ).
     
  • Das grenzenlose Wachstum des Flughafens wird regelmässig mit den angeblich so furchtbar wichtigen Geschäftsflügen gerechtfertigt. Das, obwohl die Geschäftsflüge nur 9% ausmachen und die meisten, wie folgender Artikel zeigt, unnötig sind: Roche-Managern droht FlugverbotExterner Link (TA).
     
  • Der Flughafen hatte sich „freiwillig“ eine längere Nachtruhe auferlegt um dadurch zu erreichen, dass die Plafonierungsinitiative vom Volk abgelehnt wird. Selbstverständlich hält er sich nicht an diese Nachtruhe, Ausnahmen werden nach Belieben erteilt. Nun wartet das BAZL mit einer „drastischen“ Massnahme auf: BAZL richtet Monitoring für Nachtflüge in Zürich einExterner Link (BAZL).
    Es gibt Bürgerorganisationen die das Monitoring als grösstmöglichen Erfolg bejubeln. Der VFSN sieht es etwas realistischer. Es macht keinen Unterschied ob man ohne Schiedsrichter spielt oder ob der Schiedsrichter Mitglied der gegnerischen Mannschaft ist: Das Ergebnis dürfte kaum überraschen!Externer Link (VFSN).
     
  • Das Oberengadin ist deutlich weniger dicht besiedelt als die Südschneise, die Flugzeuge sind viel kleiner und die Anzahl ist geringer. Trotzdem ist nach der Beinahekatastrophe klar: Auch wenn es auf Kosten der Wirtschaft gehen sollte, die Bevölkerung muss geschützt werden. In Zürich-Kloten hat man eine gegensätzliche Lösung gefunden: Bei schlechtem Wetter und in Notfällen möglichst über den Süden anfliegen. Offensichtlich muss es wirklich zu einer Katastrophe kommen bis die Verantwortlichen handeln: Besiedeltes Gebiet besser schützenExterner Link (PL).

 

Vor 5 Jahren...


Ausblick und Anlässe:

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