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Sieben Punkte für den Lärmschutz (Eo)
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Fluglärm: Forum Flughafen legt Sieben-Punkte-Paket vor - Zwei bis drei Dezibel Lärmminderung sollen möglich sein - Umsetzung beginnt sofort.

FRANKFURT -

Rund um den Flughafen soll es künftig leiser werden. Bis zu drei Dezibel könnten nach Aussage von Fachleuten möglich sein. Das Forum Flughafen und Region (FFR) , das am Dienstag in Frankfurt tagt, stellt am Nachmittag die Maßnahmen vor. Einige Details waren bereits durchgesickert, die meisten Maßnahmen wurden jedoch bis zuletzt geheim gehalten. ,,Aus gutem Grund", wie Oliver Quilling, Landrat des Landkreises Offenbach und einer der Vorsitzenden des FFR, betonte: ,,Das Expertengremium aktiver Schallschutz des FFR hat es auf diesem Wege geschafft, aus allen denkbaren Varianten ein unter Lärmminderungsgesichtspunkten für die Region optimales Paket zu schnüren, ohne dass Einzelmaßnahmen bereits im Vorfeld zerredet wurden."

Die hessische Landesregierung habe diesen Prozess seit der Mediation im Dialog begleitet, erklärte Ministerpräsident Roland Koch. ,,Es lohnt sich, an der Lärmminderung zu arbeiten, beharrlich und konstruktiv - dann können spürbare Verbesserungen für die Menschen in der Region erreicht werden", sagte der Ministerpräsident.

Das neue Lärmschutzkonzept enthält sieben Einzelmaßnahmen, die für sich oder in verschiedener Kombination eingesetzt werden sollen:

- Bei Abflügen sollen die Flugzeuge ihre Geschwindigkeit reduzieren. Bis zu einer Entfernung von sechs Meilen (etwa elf Kilometer) soll auf bestimmten Abflugstrecken ein Geschwindigkeitslimit im Abflug eingeführt werden. Die vorhandene Leistung der Turbinen wird in größerer Flughöhe umgesetzt, dadurch kommt weniger Lärm am Boden an.

- Die Lufthansa ist bereit, für mehrere Millionen Euro die Triebwerke ihrer gesamten Flotte umzurüsten. Die Triebwerke der 737-Flotte werden dabei mit speziellen Schalldämpfern nachgerüstet. Die Maßnahme führt zu einer Lärmentlastung im An- und Abflug um bis zu 2,4 Dezibel. Lufthansa-Hubmanager Karl-Rudolf Rupprecht betonte, die Modifizierung der 737 liefere den wesentlichen Beitrag zur Lärmentlastung am Tag. Die Lufthansa habe die feste Absicht, dieses Projekt bis zur Inbetriebnahme der neuen Landebahn abzuschließen.

- Künftig soll es weniger Anflüge aus Richtung Westen geben, weil bei diesen Anflügen Kommunen wie Rüsselsheim und Raunheim sehr tief überflogen werden. Dazu soll zunächst die bisherige Regelung von maximal fünf Knoten Rückenwind bei Landungen auf dem Parallelbahnsystem optimaler ausgeschöpft werden als bisher. In einem zweiten Schritt wird angestrebt, die Rückenwindkomponente auf sieben Knoten zu erhöhen.

- Der gekrümmte Anflug, technisch als Segmented RNAV (GPS) Approach bezeichnet, beschreibt ein Anflugverfahren für beide Betriebsrichtungen in Frankfurt, mit der jeweils größere Siedlungsgebiete südlich umflogen werden, bevor auf die Anfluggrundlinie eingeschwenkt wird. Damit sinke die Lärmbelastung in Wohngebieten auch etwas weiter vom Flughafen entfernt. Das Verfahren wird jedoch, da es Einfluss auf die Kapazität hat, zunächst in betriebsarmen Zeiten erprobt und soll nach Möglichkeit stufenweise in verkehrsreiche Zeiten ausgedehnt werden, wenn es sich bewährt habe.

- In verkehrsarmen Nachtzeiten soll der Flugverkehr auf bestimmte Bahnen und Abflugrouten konzentriert werden. Der regelmäßige Wechsel der Bahnen bringe kalkulierbare Lärmpausen.

- Durch konstantes Sinken der Flugzeuge im Anflug soll weniger Lärm als bisher erzeugt werden.

- ,,Gleitwinkel 3,2 Grad" bezeichnet eine Maßnahme, die nach Inbetriebnahme der neuen Landebahn dort zusätzlich zügig eingeführt werden soll. Der Anfluggleitwinkel wird von 3 auf 3,2 Grad angehoben, dies bewirkt insgesamt eine größere Überflughöhe im Anflug und dadurch eine Verringerung des Lärms. Die Maßnahme ist vorerst nur auf der neuen Landebahn möglich, da nur dort die dazu notwendigen technischen Einrichtungen verfügbar sind. Einschränkungen ergeben sich bei schlechten Witterungsverhältnissen oder Rückenwind.

Im Expertengremium wurden alle Maßnahmen auf ihre Lärmauswirkung geprüft. Sowohl der Fluglärmindex Tag (FTI) als auch der Lärmflugindex Nacht (FNI) reduziere sich durch die Maßnahmen. Dies bedeute, dass sowohl die Zahl der Hochbelästigten tagsüber, als auch die zusätzlichen Aufwachreaktionen nachts reduziert würden, so das FFR.

,,Das Expertengremium stellt eine bundesweit einmalige Sammlung von Fachverstand und Kompetenz unterschiedlichster Disziplinen dar. Flughafenbetreiber, Luftfahrtunternehmen, Flugsicherung, Behörden, Kommunen, Flugkapitäne und wissenschaftliche Institutionen wie DLR und Öko-Institut sind gemeinsam angetreten, das was unter den gegebenen Rahmenbedingungen machbar ist, bis ins Detail anwendbar und praxistauglich zu planen", sagte Johann Wörner, Chef des Instituts für Luft- und Raumfahrt und Mitglied im FFR-Vorstand.

Oliver Quilling betonte, die genannten Maßnahmen seien nur ein erster Schritt. ,,Die Expertendiskussion hat gezeigt, dass noch Luft nach oben ist. Sowohl die technischen Möglichkeiten als auch die Modernisierung von Vorschriften für Flugbetrieb, Flugverfahren und Genehmigungsverfahren geben Anlass genug, das Expertengremium weiter arbeiten zu lassen und die nächsten Stufen zu entwickeln.

Kritiker, unter ihnen mehrere Bürgermeister im Flughafenumland, werfen den Verantwortlichen vor, jetzt Maßnahmen umzusetzen, die schon seit Jahren möglich gewesen wären.

Echo online, 29.10.2010Externer Link


Kommentar VFSN: Glückliche Frankfurter, bei uns werden die meisten der erwähnten Massnahmen nicht einmal ernsthaft diskutiert.


 
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