Startseite   »   News   »   Archiv Allgemeine News 2010   »   Für die «Kostenwahrheit» im Transport: Köhler fordert Kerosin-Steuer (nt) Freitag, 03. Juli 2020 00:58
 Startseite
 English Content
 Verein/Kontakt
 VFSN-info
 Anlässe
 News
 Archiv 2019
 Archiv 2018
 Archiv 2017
 Archiv 2016
 Archiv 2015
 Archiv 2014
 Archiv 2013
 Archiv 2012
 Archiv 2011
 Archiv 2010
 Archiv 2009
 Archiv 2008
 Archiv 2007
 Archiv 2006
 Archiv 2005
 Archiv 2004
 Archiv 2003 und älter
 Politik
 Fakten
 Häufige Fragen
 Leserbriefe
 Bild des Monats
 Monatsrückblicke
 Bilder
 Links
 - - - - - - -
 Mitglied werden
 Sitemap
 - - - - - - -
 043 816 21 31
 Lärmtel. Flughafen ZH
 Lärm-Mail

 
Für die «Kostenwahrheit» im Transport: Köhler fordert Kerosin-Steuer (nt)
  Back print E-mail
Leipzig - Bundespräsident Horst Köhler hat sich für Steuern auf Flugbenzin und insgesamt mehr «Kostenwahrheit» im Transportsektor ausgesprochen. Kostenwahrheit führe zu umweltfreundlicheren Lösungen führen, sagte Köhler am Donnerstag auf dem Weltverkehrsforum in Leipzig.  Sie würde zudem die Binnenschifffahrt und den Schienenverkehr attraktiver machen. Köhler appellierte zugleich an die Europäische Union, sich für einen fairen Wettbewerb zwischen den unterschiedlichen Verkehrsträgern einzusetzen.

Der Bundespräsident betonte, im Gegensatz zur Stromsteuer, die die Bahn bezahlen müsse, sei Kerosin bislang ebenso wie Schiffstreibstoff von der Steuer befreit. «Wäre es im Sinne der Gleichbehandlung der Verkehrsträger nicht gerecht, die Aussetzung der Energiesteuer für Kerosin und Schiffstreibstoff zu beenden?», fragte er. Er wisse, dass dies schwierige Verhandlungen bedeute. Dennoch sollte das Thema möglichst international angepackt werden.

Köhler verwies darauf, dass der Flugverkehr insbesondere in Asien und Südamerika Experten-Schätzungen zufolge rasant zunehmen wird. Wenn dieser Anstieg mit einer entsprechenden Zunahme der Umweltbelastung einhergehe, «dann muss uns allen nicht nur schwindlig werden, sondern angst und bange». Schon heute würden gut 13 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen durch Verkehr verursacht. «Das kann und darf nicht einfach so weitergehen», erklärte er. Nötig sei daher nicht ein bloßes Mehr an Mobilität, sondern bessere und klügere Mobilität.

Köhler erklärte, ein durch Kostenwahrheit befeuerter Wettbewerb sei nicht bequem, er biete aber auch und gerade für Deutschland und Europa große Chancen. So könnten damit Innovationen wie besonders leichte Container für die Luftfahrt, hybride Antriebssysteme auch für Lastwagen und stauvermeidende Leitsysteme gefördert werden. 

Auch mit Blick auf vergleichsweise billige Flüge erklärte er, wer Menschen oder Waren befördere, zahle heute Treibstoff, Personal und Verkehrsträger. «Er zahlt aber wenig bis gar nichts für Luftverschmutzung, Lärmbelästigung, Gesundheitskosten, Umwelt- und Klimaschäden.» Nur deswegen sei es derzeit billiger, Krabben aus der Nordsee nicht an der Nordsee, sondern in Marokko pulen zu lassen und anschließend doch in Deutschland zu verkaufen. Köhler sagte, er sei sich sicher, dass die Verbraucher bereit seien, für weniger «weitgereiste Krabben» etwas mehr zu bezahlen, wenn das klar die Umwelt entlaste. «Denn auch die ist den meisten Menschen sehr viel wert - sie hat nur leider zu oft noch keinen Preis.»

Köhler bezeichnete es auch als fragwürdig, wenn etwa Ferkel von Deutschland in andere Länder transportiert würden, um sie Monate später als Schinken nach Deutschland zurückzubringen. Kostenwahrheit würde dazu beitragen, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und unnötige Transporte zu vermeiden. Weniger Transportaufkommen bedeute nicht zwingend, dass wirtschaftliche Abstriche gemacht werden müssten, fügte der Bundespräsident hinzu.

net tribune, 27.05.2010Externer Link


 
Neuste Informationen
Alternative zu Staatshilfen für die Luftfahrt?
Die Nationalbank kennt keine Flugscham (TA)
Monatsrückblick Februar 2020 (VFSN)
Entscheid des Bundesrates zum SIL – Konzept und zum SIL Objektblatt Flughafen Zürich (VFSN)
Bundesrat verabschiedet überarbeiteten Konzeptteil Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) (BAZL)

 

Seit Tagen
illegale unzulässige Südanflüge!


Unser Grundsatz:
Möglichst wenig Menschen mit
möglichst wenig Fluglärm belasten.
English Content

Nächste Termine:

23. März 2020 - 19:30, Fällanden
ACHTUNG! DIE GV des VFSN wurde auf umbestimmt verschoben

VFSN-Info:

Eine Kurve - kein Looping!
Fakten zum GNA

Dossier Tourismus und Fluglärm im Schwarzwald

Der SIL-Skandal

Dossier gekröpfter Nordanflug 

Dossier Politik

Dossier Südanflug

Green Approach, gekrümmter Endanflug, gekröpfter Nordanflug

Studie zum ZFI


Erlaubt das Wetter Südanflüge? 
Die aktuellen Details inkl. Prognose für den nächsten Morgen. Hier klicken


Vergleich Nordanflug
mit Ost-/Südanflug


Unsere Forderungen

  • Sofortiger Stop der Südanflüge.
  • Keine weitere Zunahme der Südstarts.
  • Möglichst wenig Menschen schädigen.
  • Einhaltung gültiger Gesetze.
  • Nachtruhe von 22.00 bis 07.00.
  • Plafonierung (Kein Mega-Hub).