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Anflüge aus dem Norden sollen Süd- und Ostanflüge ersetzen (Leserbriefe TA)
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Unserer besten Jahre beraubt.
Seit Freitag, 31. Oktober 2009, ist es Gewissheit, was wir unter der Süd- und Ostanflugschneise seit 6 Jahren immer vermuteten und was die nun endlich durchgeführten Lärmmessungen in aller Deutlichkeit bewiesen haben: Mit den Süd- und Ostanflügen wurde uns über all die Jahre völlig zu Unrecht immenses Leid zugefügt.  Wir im Süden wurden während 6 Jahren – und gänzlich unverständlich werden wir es auch weiterhin – tagtäglich um 6 Uhr früh, auch samstags und sonntags, aus dem Schlaf gerissen und unserer besten Jahre beraubt. Wir sind gesundheitliche Wracks. Auch die späte Genugtuung, immer im Recht gewesen zu sein, wird unsere Gesundheit nicht wieder herstellen. Besonders menschenverachtend ist die Tatsache, dass die deutsche Regierung, welche ihr Unrecht vorbehaltlos anerkennt und über die Ergebnisse geniert reagiert, nicht dafür sorgt, dass uns von einem Tag auf den anderen endlich späte Gerechtigkeit widerfährt und die Anflüge über den Süden und Osten in den Nachtrandstunden gestoppt werden.
Susanne Walther, Pfaffhausen

Nordanflüge hatten sich bewährt.
Was wir Fluglärmbetroffenen längst wussten und immer wieder sagten, ist jetzt erneut bestätigt worden: Deutschland hat keinen Fluglärm zu ertragen. Wir erneuern wie seit 8 Jahren einmal mehr unsere Forderung, dass die zusätzlichen Ostanflüge und die Südanflüge sofort wieder von Norden her zu führen sind; nota bene die Anflugrichtung, die sich während über 30 Jahren Flughafenwachstum bewährt hat und als deren Konsequenz sich auch die Wohnsiedlungen um den Flughafen entwickelt haben. Aber welche fadenscheinigen Argumente werden die Politiker und Flughafen-Maximierer jetzt wieder hervorzaubern, um Fluglärm über Regionen zu kanalisieren, die weit dichter bevölkert sich als die Nordanflugschneise?
Thomas Koch, Winterberg

Keine Illusionen.
Wer jetzt glaubt, dass der alte und rechtmässige Zustand wieder hergestellt wird und die Südanflüge eingestellt und Ostanflüge reduziert werden, wird sich in ein paar Jahren immer noch die Ohren zuhalten müssen. Der Flughafen Zürich und die (deutschen) Airlines werden sich zu wehren wissen und über ihre politische Lobby in den Schweizer Parlamenten ein uneingeschränktes Flugregime erwirken. Die Einwohner rund um den Flughafen werden die Verlierer sein.
Giordano Pauli, Zürich

Lange gebraucht.
Der Tagi meldete, dass gemäss einer Studie Süddeutschland gar nicht von zu grossem Fluglärm belastet sei. Das ist allerdings nicht neu. Der eigentliche Skandal ist, dass die verantwortlichen Exponenten Leuenberger, Jeker, Fuhrer und Co. 6 Jahre gebraucht haben, um das herauszufinden.
Matthias Geiger, Birchwil

Deutscher Zuglärm in der Schweiz.
Ich habe von 2001 bis 2005 in der Nähe der Stadt Freiburg im Breisgau gelebt und gearbeitet. Es trifft absolut zu, dass es praktisch keine Fluglärm Belästigung über Süddeutschland gibt. Der Flughafen Zürich ist bei süddeutschen Reisenden sehr beliebt. Dies ist leicht zu erkennen, wenn man in den Parkhäusern des Flughafens Zürich die vielen abgestellten Autos mit deutschen Kennzeichen sieht. Ich denke, dass einige Politiker in Süddeutschland auf unsere Kosten ihre Popularität aufpolieren wollen. Diese Herren sind eingeladen, nach Bottighofen zu kommen, um den «echten» Lärm der Deutschen Bahn zu hören. Mehrmals am Tag rattern deutsche Güterzüge mit jeweils bis zu 37 veralteten Güterwagen über die Seelinie. Die Deutsche Bahn benutzt die Schweizer Seite für ihre Transporte entlang dem Bodensee. Im krassen Gegensatz dazu setzen die SBB flüsterleise Turbo-Kombinationen ein, welche kaum zu hören sind.
Rudolf Jenny, Bottighofen

Tagses-Anzeiger, 04.11.2009Externer Link, Leserforum Seite 11


siehe auch:
Gemeinsame Lärmanalyse zum Flughafen Zürich: Ergebnisse liegen vor (BAZL)
Deutsch-schweizerische Fluglärmanalyse liegt vor (NZZ)
Fluglärmanalyse überrascht (Landbote)
Zürich verlangt Ende der deutschen Schikanen (20min)
Neue Argumente im Fluglärmstreit (TA)
Die Südanflüge auf Kloten müssen weg (NZZaS)
6 Jahre Tatenlosigkeit sind genug Leserbriefe (NZZ)
Für Rechtsstaat nicht tolerierbar (ZSZ)