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Südstarts: skandalös (Leserbriefe ZSZ)
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Seit Jahren zögert das Bundesgericht eine Entscheidung über tausende von Klagen betroffener Bürger im Osten und Süden hinaus, die über Nacht Opfer eines mehr als fraglichen Anflug-Notrechtentscheids des Bundesrates zugunsten rein wirtschaftlicher Überlegungen des Flughafens geworden waren.  Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) setzt nun seine drei in der Schlussevaluation stehenden Betriebsvarianten des SIL-Prozesses betreffend Ost- und Südanflüge mit arroganter Selbstverständlichkeit als sanktionierte An- und Abflugmodelle voraus, obwohl diese mangels Gerichtsentscheid immer noch als illegal gelten.
Das Mass voll machen die neuen Südabflüge geradeaus, die von unserem ehemaligen Homecarrier Swiss verlangt werden. Man stelle sich vor: Die Swiss als Lufthansa-Tochter verlangt von Bern ein neues, gemäss heute behördenverbindlich gültigem Richtplan ebenfalls illegales Abflugregime, um eine maximale Stundenkapazität zu sichern. Das Bazl ist bereit, die Lebensqualität von hunderttausenden von Landsleuten im südlichen Teil des Kantons Zürich zu opfern – zugunsten eines ausländischen Unternehmens, dessen Regierung keinerlei Bereitschaft zeigt, die mitverschuldete Luftverkehrsproblematik gemeinsam zu lösen. Ein Skandal, der nie Realität werden darf! Und es darf auch nicht sein, dass ein Bundesamt einen Gerichtsentscheid vorwegnehmend präjudiziert und zum Instrument einer nur Eigeninteressen verfolgenden Luftfahrtlobby macht!
Jean-Pierre Schiltknecht, Zollikerberg

 

Glaubwürdigkeit ist komplett verloren
Interessante Zitate aus dem Fluglärmstreit: Bundesrat Leuenberger bei der Einführung der Südanflüge: «Immobilienverluste durch neuen Fluglärm müssen durch die schadenersatzpflichtige Unique vergütet werden.» Unique: «Schadenersatzberechtigt ist nur ein kleiner Spickel in Schwamendingen.» Und: «Abendliche Südanflüge sind eine Ausnahme bei speziellen Wetterbedingungen » (sie sind die Regel geworden!). Der Glaubwürdigkeitsverlust ist so gross, dass wir jedenfalls wissen, welche zusätzliche Zerstörung von Lebensqualität dem Süden blüht, wenn der Wunsch von Unique und Swiss nach geraden Südstarts und Südüberflügen auch tagsüber bei besonderen Umständen durch «Bern» bewilligt werden sollte. Daraus würde dann auch wieder «Gewohnheitsrecht» im Schutze der seit Jahren geübten Rechtsverweigerung. Und nun der neueste Trick aus Wirtschaftskreisen: Alle Macht nach Bern, nebst dem übertölpelten Volk möchte man nun auch noch die Zürcher Regierung mundtot machen – die hat sich nämlich gegen die neueste Zumutung, die eine weitere Konsequenz der Gewinnsucht und der Gigantomanie von Swiss und Unique ist, ausgesprochen!
Alfred Kehrli, Zumikon

ZSZ, 19.08.2009Externer Link, Leserbriefe zum SIL-Bericht


siehe auch:
SIL-Prozess, provisorischer Schlussbericht (VFSN)
SIL-Prozess Flughafen Zürich: Schlussbericht geht in Konsultation (BAZL)
«Das ist ein Affront gegenüber der betroffenen Bevölkerung» (TA)
Mit Pistenverlängerung am wenigsten Fluglärm (NZZ)
Regierung darf keine weiteren Südstarts dulden (TA)