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Leserbrief zum Artikel von Thomas Dörflinger in der NZZ am Sonntag vom 8.2.2004
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Wegen der - sehr unwahrscheinlichen - Möglichkeit eines punktgenauen Absturzes auf ein AKW im Falle des gekröpften Nordanflugs solle auf diesen verzichtet werden, sagt CDU-Abgeordneter Dörflinger. Damit geben es auch offiziöse deutsche Stellen bekannt und strafen die Lüge, die den Süd- und Ostanflugsgegnern hysterische Stimmungsmache vorwerfen: Landeanflüge sind gefährlich und Abstürze sind zu erwarten.

Da beim Süd- und Ostanflug über die flächenhaft dicht besiedelten Gebiete bei einem Absturz aber mit Gewissheit - und nicht nur unwahrscheinlich - viele Menschen zu Schaden kommen ist die einzig logische Konsequenz der Überlegungen von Herrn Dörflinger auf diese zu verzichten. Anflüge müssen über wenig besiedeltes Gebiet erfolgen: von Norden, gerade oder gekröpft (AKWs sind übrigens, offiziell zugesichert, flugzeugabsturzsicher). Für Herrn Dörflinger  zählen aber die mit den Süd- und Ostanflügen zu erwartenden vielen Opfer auf Schweizer Seite nicht. Wichtiger ist es das Gesicht zu wahren nach der Erkenntnis, dass man sich mit den einseitigen Verordnungen selbst ein Ei gelegt haben könnte. Dies natürlich nur, wenn die Schweizer Politiker Manns genug sind nach der Ablehnung des unannehmbaren Staatsvertrags und der noch dicker aufgetragenen deutschen Retorsion den einzig ehrenhaften (gekröpften Nordflug-) Weg zu beschreiten. Andernfalls müssen sie sich schon beschämenden nacheilenden Gehorsam vorwerfen lassen. Des weiteren: die Entwicklung des europäischen Transitverkehrs über unsere Alpen-Tourismusregion ertragen wir auch, versöhnlich in Ton und Sache. 
 
L. Schärer, Männedorf