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5 Jahre Südanflüge (Leserbriefe ZSZ)
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Die Südanflüge – in der «Südschneise» auch nach fünf Jahren noch ein heisses Eisen. Der Ar tikel über die Südanflüge in der «Zürichsee-Zeitung», publiziert am Montag, hat enormes Echo ausgelöst.

Am 30. Oktober jährt sich die Einführung der Südanflüge zum fünften Mal. Die «ZSZ»» thematisiert das «Jubiläum» in einer Serie. Heute werden Reaktionen auf die publizierte Frage veröffentlicht, ob die Südanflüge auch nach fünf Jahren noch stören. Damit möglichst viele zu Wort kommen, hat die Redaktion zum Teil gekürzt. (zsz)


Unerträglich
Weder ich noch meine Familie oder meine Umgebung hat sich an die Südanflüge gewöhnt. Unerträglich auch, dass ein narzisstischer Bundesrat seine vor mehr als fünf Jahren unter Missachtung der bestehenden Raumplanung begangenen Rechtsbrüche nicht eingestehen will und daher nicht bereit ist, zur Lösung der Problems Hand zu bieten. Ebenso unerträglich die Zürcher Regierung und die Zürcher Politiker jeder Couleur, denen die Expansion des Flughafens wichtiger ist als die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Bevölkerung. Ganz abgesehen von den zuständigen Gerichten, die sich seit fünf Jahren in Rechtsverweigerung üben.
Heidi Zgraggen, Zumikon


Kämpfe weiter
Vor 5 Jahren wurde mein Leserbrief veröffentlicht mit dem Text: «Die Politikerinnen und Politiker tun nichts, aber auch gar nichts, um die illegalen Südanflüge zu verhindern.» Hat sich diese Feststellung nun leider bewahrheitet? Nebst den täglichen Südanflügen am Morgen finden immer öfters am Abend Südanflüge statt. In Kürze soll die Bevölkerung zusätzlich den ganzen Tag mit Südstarts belärmt werden. All dies nach dem Willen unseres alternden und entscheidungsschwachen Bundesrats Moritz Leuenberger. Ich glaube an den Rechtsstaat Schweiz und werde darum den Kampf gegen die illegalen Südanflüge nicht aufgeben.
Max Bernhard, Männedorf


Druck machen
Leider ist nach fünf Jahren immer noch kein Ende der Südanflüge in Sicht. Die Politik vertröstet. Es werden Märchen verbreitet, was eine Einschränkung der Flugbewegungen für Volkswirtschaftliche Kosten verursachen würde. Aber was bringen denn Transitpassagiere der deutschen Fluglinen der Schweizer Volkswirtschaft ausser Lärm und Luftverschmutzung? Sie bringen vor allem Kosten für unsere Volkswirtschaft durch den Lärm und die Umweltverschmutzung. Die Schweizer Politiker sollten endlich den Mut haben, auch gegen Deutschland Druck zu machen.
Urban Anegg, Männedorf


Purer Terror
Jeden Tag ab 6 bis 7 Uhr und an Sonnund Feiertagen sogar von 6 bis 9 Uhr. Und dies seit fünf Jahren. Allen, die nicht diesem Terror ausgesetzt sind, ist es egal. Die Wohnqualität ist auf dem Nullpunkt. Die Behörden ignorieren geltende Gesetze. Unsere Einsprachen werden seit über fünf Jahren nicht behandelt. Der Lärmterror, die herrschende Rechtswidrigkeit, das unsägliche Nichtstun und die Unfähigkeit unserer Politiker sind nicht akzeptierbar und machen krank. Mein Haus ist zu verkaufen, aber zum Preis vor dem 30. Oktober 2003.
Walter M. Meyer, Zumikon


Recht auf Schlaf
Alle jene, die erklären, dass der Südanflug lärmmässig gar nicht so schlimm sei, sollen doch nach Schwamendingen zügeln! Südanflüge am Sonntagmorgen ab 6 Uhr sind eine Frechheit! Jeder Mensch hat ein Anrecht darauf, wenigstens an einem Tag, zum Beispiel an einem Sonntagmorgen, auszuschlafen. Was wäre, wenn jeder Sonntagmorgen um 6 Uhr eine Stunde lang Hundegebell die Ruhe stört?
Hansruedi Lenz, Männedorf


Kein Problem
In den ersten Jahren flogen die Flugzeuge direkt über unser Haus, jetzt hat sich der Anflug um rund 50 Meter verschoben. Der Fluglärm hat mich nie gestört. Entweder erwache ich vor 6 Uhr oder später, dann aber nicht wegen des Fluglärms. Bitte keinen Namen erwähnen, man will ja keine bösen Anrufe.
M. P., Uetikon, Name der Redaktion bekannt


Störende Kleber
Ich bin für die Südanflüge. So brauche ich keinen Wecker mehr. Zudem kenne ich Leute, die seit Jahren in der Flugschneise wohnen, da waren früher auch keine Häuser. Und ich bin überzeugt, dass auch die Schneiser fliegen. Überall auf der Welt gibt es Anflüge über Häuser. Sollen sie doch auf eine Insel auswandern, auf der es keine Flugzeuge gibt. Dörfer wie Weiach haben seit 60 Jahren den Fluglärm – die sollen jetzt einmal geschont werden. Und: Wenn weiterhin in Stäfa, Männedorf und Uetikon gelbe Kleber wie auf dem neuen Sitzbank Richtung Fussballplatz Männedorf montiert werden, hat dies ab jetzt Konsequenzen.
Peter Sträuli, Stäfa


Sie stören uns nicht
Wir wohnen in Uetikon in etwa 600 Meter Höhe. Wir sind von den Südanflügen betroffen, aber sie stören uns nicht. Nicht mehr als das gelegentliche Gedröhne eines Töffoder Autofahrers oder das sommerliche Wummern einer Musikanlage irgendwo. Ich war diesen Sommer zweimal in Ballenberg und habe dort das Starten und Landen der Militärjets von Meiringen erlebt. Was diese Menschen in diesem Tal an Fluglärm aushalten müssen, ist unzumutbar.
Otto Rüegg, Uetikon


Freizeitpiloten stören
Eigentlich stört mich der Fluglärm nicht, ausser wenn es sich um einen ganz lauten «Kahn» handelt. Für den Wirtschaftsstandort Zürich ist der Flughafen wichtig, und ich reise auch gerne. Was mich aber extrem stört, sind die Freizeitpiloten. Bei schönem Wetter an den Wochenenden haben wir nonstop Fluglärm. Hier sollte es eine Einschränkung geben. Was mich auch immer wieder wundert, sind die vielen Privatflugzeuge, die extrem laut sind. Gibt es denn dafür keine Lärmvorschriften?
Romy Schmid, Stäfa


Grosses Ärgernis
Südanflüge sind immer noch ein grosses Ärgernis, und ich kann immer noch nicht weiterschlafen nach 6 Uhr. Ich gebe deshalb immer noch ausschliesslich den Politikern meine Stimme, die sich explizit gegen die Südanflüge zur Wehr setzten – unabhängig der Parteizugehörigkeit.
Thomas Lanz, Zumikon


Vertrauen zerstört
Die Südanflüge sind und bleiben ein Ärgernis. Sie haben mein Vertrauen in den Rechtsstaat zerstört. Ich betreibe die Lärmmessstation Zumikon 2 und werde mich auch in Zukunft mit allen Mitteln gegen die Südanflüge wehren.
Erwin Bolzli, Zumikon


Heil dir, Helvetia
Wir haben 2000 eine Eigentumswohnung in Uetikon gekauft, ergo bevor die Südanflüge geplant waren. An den Lärm können wir uns nicht gewöhnen. Die Hinhaltetaktik des Bundesamts für Zivilluftfahrt und unserem nicht entscheidungsfreudigen Bundesrat sind hinreichend bekannt, doch haben wir die Hoffnung bis heute nicht aufgegeben. Kann man sich tatsächlich über alle Gesetze hinwegsetzen, nur dem schnöden Mammon zuliebe? Wo bleibt unsere Gerechtigkeit? Heil dir, Helvetia.
Doris Seeger, Uetikon


Doppelt bestraft
Südanflüge sind auch nach fünf Jahren ein riesengrosses Ärgernis! Es erinnert uns an die Ohnmacht, die wir haben, wenn die Politiker über unsere Köpfe hinweg Notrecht einsetzen. Die Einbusse an Lebensqualität ist gewaltig, aber wir haben noch nichts Vergleichbares gefunden. Wir sind ja gerade deshalb hierher gezogen, weil es so schön gelegen ist. Die Ruhe wird täglich gestört, zusätzlich jetzt auch jeden Abend durch die Überflüge in die Ostschneise. In dieser Beziehung ist die Forch nun doppelt bestraft.
Barbara Jakob, Forch


Bammel gekriegt
Danke, dass Sie diesem unschönen Jubiläum der Südanflüge einen Artikel widmen. Auch mich hat der morgendliche Lärm als Berufstätige nicht so gestört. Aber leider geht dabei vergessen, dass wir auch öfters an den Wochenenden die Überflüge erdulden müssen. Ob wohl auch noch die Südstarts hinzukommen werden? Von der Regierung und dem Bundesrat fühle ich mich verschaukelt und im Stich gelassen. Wenn Flugzeuge mein 70-jähriges Holzhaus überfliegen und ins Schlafzimmer leuchten, könnte man glattweg den Bammel kriegen!
Monika Stutz, Zumikon


Nie mehr geflogen
Für meine Frau und mich sind die Südanflüge von Beginn an ein Riesenärgernis. Wir fühlen uns nach wie vor sehr betroffen. Dies gilt für jeden Morgen und zunehmend für jeden Abend. Wir wohnen in Rapperswil-Jona. Dort wenden die Flugzeuge und verursachen durch den benötigten Schub mehr Lärm als beim Geradeausanflug. Ich bin seit der Einführung des Südanfluges nie mehr geflogen.
Terri Zubler, Jona


Doppelter Verstoss
Die Südanflüge verstossen auch gegen das Gesetz, und nicht nur gegen die Ohren.
Franziska Geissler, Küsnacht


Seien wir tolerant
Ich bin 62-jährig und wohne in Feldmeilen. Wir haben auch Fluglärm, aber mich stört das nicht, im Gegenteil, es fasziniert mich, und ich kann denken: «Gott sei Dank, das Flugzeug kommt gut an.» Mein Mann und ich fliegen auch oft in die USA, nach Südamerika und Afrika. Wir Schweizer sind nicht die Einzigen, die Fluglärm haben. Seien wir tolerant und freuen uns, dass wir Gelegenheit haben, andere Länder zu besuchen und schöne Erinnerungen heimzubringen. Erinnerungen kann einem niemand stehlen.
Elisabeth Meier, Feldmeilen


Rechtsstaat im Koma
Ich wohne in Männedorf an idyllischer Lage. Nur eben: Die illegalen Südanflüge stören auch nach fünf Jahren und machen wütend. Wütend auf Herrn Leuenberger, der nichts unternimmt, wütend auf die Gemeindebehörden, die auch nicht mit Aktivismus glänzen, wütend auf die Gerichte, die die Rechtsprechung verweigern, wütend auf die Presse, die versucht, die Angelegenheit zu verharmlosen oder zu verschweigen, wütend auf die Politiker des ganzen Parteienspektrums, die mangels Profilierungschancen von dieser Sache die Finger lassen. Neidisch kann man einzig auf die Deutschen sein, diese haben ihr Ziel erreicht. Wegen dieser Zermürbungstaktik von allen Seiten jedoch aufgeben? Nein, niemals.
Urs. R. Dumermuth, Männedorf


Sehr störend
Ich lebe also in einem Haus, das mehr als alle andern von den landenden Kursflugzeugen beschallt wird. Bis vor fünf Jahren war der Chapf oberhalb von Zumikon «eine der ruhigsten Wohnsituationen» in der Nähe von Zürich. Als ehemaliger begeisterter Sportflieger war ich dem Fluglärm gegenüber eher tolerant. Trotzdem erlebe ich den Fluglärm in der Früh als sehr störend. Vor allem meine Gäste, die gewohnt sind, bei offenem Fenster zu schlafen – und in der Früh eher Vogelgezwitscher als Fluglärm erwarten! – sind enttäuscht. Besonders störend empfinde ich die Tatsache, dass ausgerechnet an Wochenenden der Fluglärm bis 9 Uhr dauert.
Peter Grieder, Zumikon


Weggezogen
Wir sind von Zumikon (wo wir 30 Jahre wohnten) wegen des Fluglärms weggezogen, weil auch im unteren Dorfteil der Lärm unerträglich war und teilweise die Flugzeuge über unser Haus donnerten. Dies nicht nur frühmorgens, sondern auch abends (Starts etc.). Im Glauben, in Rapperswil einen ruhigeren Wohnort zu finden, haben wir uns leider getäuscht, weil inzwischen Anflugstrecken (via linker Zürichsee mit Kurve über Kempraten–Stäfa) üblich sind.
Arthur Stöckli, Rapperswil


Trauriges Jubiläum
Ich bin über 77 Jahre alt und wohne seit 47 Jahren in Stäfa. Und seit dem Beginn der Südanflüge beteilige ich mich auch bei den «Schneisern». Ich war unter anderem an beiden Grossdemonstrationen in Bern und in Zürich. Der Fluglärm stört mich zwar selber nicht, denn ich stehe jeden Morgen (freiwillig!) um 5.15 Uhr auf, sodass ich um 6 Uhr längst wach bin. Was mich aber bewegt, sind die Bewohner zum Beispiel in Zürich-Schwamendingen und Umgebung. Nicht auszudenken, wenn hier ein Flugzeug abstürzen würde! Was diese Menschen auszuhalten haben, ist brutal. Ich wollte es selber wissen und habe mich zu diesen Morgenstunden dort aufgehalten. Es ist grauenhaft.
M. T., Stäfa, Name der Redaktion bekannt


Verteilung ist falsch
Für mich sind die Südanflüge auch nach fünf Jahren ein Grund, einen Umzug aus Männedorf weiter in Erwägung zu ziehen. Nur wer einen sehr guten Schlaf hat, hört am Morgen (in Männedorf) die Anflüge nicht. Mit der Etablierung des Südanflugs wird einer Ausweitung der Kapazitäten auch über den Süden Tür und Tor geöffnet. Lärmverteilung ist und bleibt eine für mich logisch nicht nachvollziebare Angelegenheit. Besonders ärgert es mich, dass weiterhin im Osten auch in sehr lärmintensiven Gebieten kräftig (weiter) gebaut wird. Die Population der Südanflug-Befürworter wird geradezu «gezüchtet».
Zeno Bauer, Männedorf


Wie geht es weiter?
Ich werde jetzt seit fünf Jahren von den Flugzeugen geweckt. Ich habe das Gefühl, dass man die betroffenen Menschen überhaupt nicht ernst nimmt. Wenn sie dann krank oder depressiv werden, verdient die Medizinbranche daran. Kinder werden nervös und haben schlechtere Schulleistungen. Auch die Umwelt leidet beträchtlich. Wie soll das nur weitergehen? Am Schluss folgt irgendein fauler Kompromiss, der gleich gegen mehrere Gesetze verstösst. Aber wen kümmert das schon ausser die Betroffenen?
Heide Boesch, Forch


Lärm und Dreck
Ich finde es unerhört, dass unsere Politiker diesen Zustand seit fünf Jahren bestehen lassen. Es sind nicht nur die Flugbewegungen am frühen Morgen, sondern auch die Flugzeuge in den Abendstunden. Ein Geniessen der Feierabendstunden im Garten ist undenkbar. Ausserdem bringen diese vielen Flugbewegungen eine gehörige Portion an schwarzem Dreck mit sich, der sich auf den Hausfassaden, Sitzplätzen und Gartenmöbeln niederlässt. Wir haben Zumikon als Wohnort ausgesucht, weil wir Ruhe suchten.
Gaby Allenspach, Zumikon


Keine Lebensqualität
Punkt sechs Uhr holt mich der erste Südanflug aus dem Schlaf. Besonders an sommerlichen Sonntagmorgen, in denen wir früher die Stille während des Morgenessens im Garten genossen, ist der Verlust an Lebensqualität für mich und meine Frau gravierend. Weht abends noch eine Bise oder fällt Regen, werden wir ab 20 oder 21 Uhr bis kurz vor Mitternacht auch noch belärmt.
Ernst Huber-Spörri, Männedorf

ZSZ, 14.10.2008Externer Link



siehe auch:
5 Jahre illegale Südanflüge (VFSN, 05:55 Uhr Forchdenkmal)
Fünf Jahre und kein Ende in Sicht? (ZSZ, 14.10.2008)
5 Jahre Südanflüge (Leserbriefe ZSZ, 14.10.2008)
Kämpfer und Seelsorger (ZSZ, 17.10.2008)
«Nachts hört man hier jedes Reh» (ZU, 25.10.2008)
«Wir müssen den Druck aufrechterhalten» (ZSZ, 25.10.2008)
Glaube an Rechtsstaat verloren (ZSZ, 28.10.2008)
Fünf Jahre Südanflug sind genug! (PR-indside, 28.10.2008)
Der Tag, an dem die Ruhe endete (ZSZ, 29.10.2008)
«Ohne Zugeständnisse keine Pistenverlängerung» (NZZ, 30.10.2008)
Schneiser trotzten Schnee (ZOL, 30.10.2008)
«Trölerisches Verhalten von Gerichten und Politik» (NZZ, 30.10.2008)
Demo Südanflüge (Video Schweiz Aktuell, 30.10.2008)
Morgendliche Fluglärm-Demo auf der nebligen Forch (TA, 31.10.2008)
Schneiser schlottern in Scharen (Glattaler, 31.10.2008)
Pfiffe gegen Jets im Schneegestöber (SZ, 31.10.2008)
«Mir Schneiser sind härti Chäibe» (ZSZ, 31.10.2008)
«Schneiser» trotzen dem Schneegestöber (ZOL, 31.10.2008)