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Doppelzüngige Zürcher Regierung (Leserbriefe, div. Zeitungen)
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Immer wieder fühlt sich die Zürcher Bevölkerung durch die doppelzüngige Politik ihrer Regierung hintergangen. Mit bedauernder Stimme verkündet Rita Fuhrer, sie fühle sich durch die per Notrecht (einmal mehr) von Bern verordnete Aufhebung des Nachtflugverbotes während der Euro 08 ausgetrickst. Dies obwohl sie gemäss Presse an der Entstehung der Sonderverordnung «keineswegs unbeteiligt» war.  Aus «Solidarität» zu den andern Austragungsstätten müsse Zürich trotzdem in Bern ein Gesuch um Bewilligung der Nachtflüge einreichen, wird wehmütig betont. Wo bleibt das Rückgrat, um sich mit der Bevölkerung gegen die Willkür des Bundesrates zu stellen? Wo bleibt die Suche nach lösungsorientierten Alternativen, um dem vermeintlich erst jetzt gesichteten Logierengpass zu begegnen? Wozu haben wir zum Beispiel unbenützte Zivilschutzanlagen? Damit liesse sich sogar noch etwas in die Staatskasse verdienen, statt Fussballfans nach zwei Stunden ohne Wertabschöpfung, dafür aber mit um so schlechterer Flug-Ökobilanz zu später Nachtstunde abziehen zu lassen und die halbe Zürcher Bevölkerung aus dem Schlaf zu reissen
Genauso fadenscheinig verhält sich die Zürcher Regierung im SIL-Prozess, wo sie nach aussen hin die Bevölkerung damit beschwichtigt, dass sie gegen eine Parallelpiste sei, wogegen sie Unique gewähren lässt, in Bern dieses Pistensystem zu fordern. Dabei müsste sie in einem solchen Fall im Unique-Verwaltungsrat die ihr zustehende Sperrminorität geltend machen. Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit?
Jean Pierre Schiltknecht, Zollikerberg

ZSZ, 11.04.2008Externer Link

 

"Getäuscht und unehrlich behandelt"

Die Regierungspräsidentin Rita Fuhrer behauptet, der Zürcher Regierungsrat müsse nun ein Gesuch für Nachtflüge während der Euro 08 einreichen, ansonsten der Kanton Zürich sich bei den anderen Flughafenkantonen den Ruf eines unsolidarischen Partners und Spielverderbers einhandeln werde. Diese Begründung leuchtet überhaupt nicht ein.
Worin soll eine solche Solidarität bestehen? Wie sollen Basel und Genf durch eine solche Weigerung betroffen sein und auf was für einen Solidaritätsanspruch sollten sich diese berufen können? Unter dem Begriff Solidarität versteht man Gesinnung einer Gemeinschaft mit starker innerer Verbundenheit, sie schliesst das Prinzip der Mitmenschlichkeit ein und konstituiert sich aus freien Stücken.
Ich setze ein grosses Fragezeichen hinter diese Genehmigung durch den Bund und die Behauptung der Regierungspräsidentin. Haben Mannschaften und Fans nicht schon längst diese Flüge gebucht? Die Termine der Spiele sind bekannt und die Standorte der Hotels für die Spieler ebenso. Auch das Argument, Hooligans so schnell wie möglich aus dem Lande zu bringen, ist fadenscheinig. Welcher Pilot nimmt schon mindestens 95 siegestrunkene oder niedergeschlagene, womöglich noch betrunkene Fans an Bord? Hier stimmt für mich vieles nicht, weder auf Seiten des Bundes noch des Regierungsrates desKantons Zürich. Und dies ist das sehr Störende für die betroffene Bevölkerung.
Der Zürcher Regierungsrat hat jedenfalls Gelegenheit, sich jetzt solidarisch mit seiner Bevölkerung zu zeigen und auf die Einreichung eines derartigen Gesuches für Nachtflüge zu verzichten. Die Bevölkerung leidet schon genug unter den frühen Morgen- und späten Abendflügen.
Waltraud Borsodi, Egg ZH

NZZ, 11.04.2008Externer Link

 

Leuenbergers Lügenberge

Die Nachtflugverordnung für die Fussball EM ist ein weiteres Beispiel intransparenter und inkompetenter Informationspolitik aus dem Bundesamt für Zivilluftfahrt. (Wieso ist dessen Chef nach rechtskräftiger Verurteilung eigentlich noch nicht zurückgetreten?) Neuerdings werden nicht nur die Bürger, sondern auch die Zürcher Regierung für dumm verkauft. Hinter diesem Lügengebirge steckt die fiese Denk(ab)art, dem Mammon die Grossagglomeration Zürich zu opfern und diese in eine Lärmwüste (möglichst rund um die Uhr) zu verwandeln.
Wann tritt Bundesrat Moritz Leuenberger hinter diesem gewaltigen Lügenberg hervor, um von seinem Amt zurückzutreten? Vielleicht wartet er lieber, bis die SVP erkennt, dass seine Versäumnisse und seine Unfähigkeit ihn zu einem viel lohnenderen Ziel machen als unsere neue Bundesrätin.
Bernhard Häberle, Männedorf


Der Schwarze Peter ist beim Bund

Einmal mehr ist niemand verantwortlich. Der Kanton Zürich ersucht in Bern um Bewilligung zur Aufhebung des Nachtflug-Verbots während der Euro 08, und der Bund stützt sich bei der Bewilligung auf das Gesuch eben dieses Kantons. Erst wird mit Hooligans und Betrunkenen argumentiert, bis die Fluggesellschaften abwinken. Jetzt sind es Fussball-Mannschaften, die nach «Hause» fliegen wollen. Ich dachte, dass die in der Schweiz spielenden Mannschaften auch in der Schweiz logieren, und es ist nicht jedermann bewusst, dass man vom Letzigrund zum Beispiel nach Weggis oder Feusisberg auch per Autobus nicht länger als mit dem Flugzeug braucht. Die dazugehörigen Fans, die eigentlich dem hiesigen Gewerbe etwas Umsatz bringen sollten, dürfen mangels Kapazitäten nicht vor Ort übernachten, sondern müssen sofort nach Spielschluss ausgeflogen werden. Deshalb der Hinweis auf die Solidarität mit den anderen Kantonen mit EM-Spielen und Flugplätzen. Der ins Feld geführte Imageschaden bei Verzicht auf ein Gesuch zur Aufhebung des Nachtflugverbots fällt zuerst auf die Regierung des Kantons Zürich aufgrund der unglaubwürdigen Argumentation. Lasst doch einmal den Bund eine Verordnung zu Lasten unseres Kantons erlassen. Dann muss man den Schwarzen Peter wenigstens nicht mehr suchen.
Werner Zimmermann, Ürikon

ZSZ, 11.04.2008Externer Link

 

Nachtflüge: Regierungsrat ärgert sich über den Bund, TA vom 11.04.2008

Aggressive Passagiere. Da soll also während der Fussball-EM die Nachtflugsperre gelockert werden, um z. B. gewaltbereite Fans aus dem Land auszufliegen.
Ob solche Flüge allerdings letztendlich durchgeführt werden, entscheidet einzig und allein der Captain des betreffenden Fluges. Und da sehe ich in Anbetracht der häufig stark angesäuselten, aggressiven Passagiere eher schwarz. Zum im Artikel publizierten Bild sei noch festgehalten, dass ich noch nie ein abfliegendes oder ankommendes Flugzeug auch nur in annähernd so geringer Flughöhe über Glattfelden gesehen habe.
 MARKUS MEIER, RORBAS

TA, 16.04.2008Externer Link

 

Enttäuscht und verärgert 

Zitat Rita Fuhrer: «Ich bin enttäuscht von der Art und Weise, wie der Bundesrat die Verordnung über die Nachtflüge während der Eure 08 aufgegleist hat.» Die gut informierte Leserin weiss aber, dass der Kanton Zürich, namentlich die Volkswirtschaftsdirektorin Rita Fuhrer, an der Entstehung der Sonderverordnung beteiligt war. Rita Fuhrer hat dies ob ihren zahlreichen «Nebenjobs» wahrscheinlich vergessen...
Jedenfalls muss man feststellen, dass in gewohnter Manier, wie dies in Sachen Flughafen-Problematik nun schon seit Jahren der Fall ist, die heisse Kartoffel subito nach Bern zurückgeschickt wird!
Aus Gründen der Solidarität gegenüber anderen betroffenen Kantonen wird Rita Fuhrer schweren Herzens ein Gesuch für die nächtlichen Fanflüge stellen müssen. Rita Fuhrer wurde aber als Regierungsrätin des Kantons Zürich wiedergewählt und hat hier für «ihre» Bevölkerung die Verantwortung wahrzunehmen. Ich bin masslos enttäuscht und verärgert.
Ursula Hofstetter, Forch  

ZOL. 11.04.2008Externer Link

 

Das inkonsequente Verhalten des Ostens

Zum Leserbrief «Wo bleibt unsere Demokratie?», Ausgabe vom 7. April

Leserbriefschreiberin Barbara Brunner fragt nach dem Verbleib der Demokratie. Da kann ich ihr nur zustimmen. Seit über vier Jahren werden gültige Gesetze und Verordnungen im Zusammenhang mit den Südanflügen missachtet.
Ebenso hat Barbara Brunner recht, dass die meisten Bezirke zum Regime zurückwollen, wie es vor der deutschen Verordnung geflogen wurde. Das heisst, keine Pistenverlängerungen, aber erst recht keine neuen Flugrouten! Weil jedoch gewisse Kreise die Verhandlungen mit Deutschland und den gekröpften Nordanflug blockieren, haben Bezirke, die über 75 Prozent der Bevölkerung vertreten, die Ansicht geäussert, dass in diesem Fall eben die Ostpiste verlängert werden muss, um den in der Schweiz am dichtesten besiedelten Süden zu entlasten, der ja heute nicht nur die Morgenanflüge trägt, sondern auch einen immer grösser werdenden Teil der Abendanflüge.
Der Osten wehrt sich zwar gegen die faire Pistenverlängerung, setzt sich aber vehement für neue Flugrouten über dichtest besiedeltes Gebiet ein. Dabei hat sich das Volk in einer demokratischen Abstimmung mit wuchtiger Zustimmung für den ZFI und die Nordausrichtung ausgesprochen.
Das inkonsequente Verhalten des Ostens: Aus Gründen des Bevölkerungsschutzes Pistenverlängerungen ablehnen, aber neue Flugrouten befürworten, die viel mehr Schaden anrichten und eine viel grössere Kapazitätserhöhung als eine Pistenverlängerung zur Folge haben - obwohl genau dies die Mehrheit nicht will! Wo bleibt da die Demokratie? So undemokratisch verhält sich also Regierungsrätin Fuhrer gar nicht.
Waltraud Borsodi, Egg

ZOL, 15.04.2008Externer Link