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Der neue Flughafen-Chef ist ein alter Fluglärmgegner (TA)
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Thomas Kern, Nachfolger von Josef Felder als Flughafen-Chef, hat noch vor kurzem gegen die Südanflüge Stimmung gemacht.

Von Marcel Speiser und Andreas Valda

Zürich. – Der frühere Globus-Chef Thomas Kern wird im Januar die Leitung des Flughafens von Josef Felder übernehmen. Keine Rolle gespielt hat beim Entscheid des Unique-Verwaltungsrats Kerns Vergangenheit als Fluglärmgegner. Bis zu seiner Wahl in den Unique-Verwaltungsrat 2006 war der in Zumikon wohnhafte Jurist Mitglied der IG Chapf. Die Bürgerorganisation der Bewohner des nobelsten Zumiker Quartiers unterstützt die Plafonierungsinitiative, über die am Sonntag abgestimmt wird. Zudem hat sie ein halbes Dutzend Beschwerden gegen die Änderungen des Flughafen-Betriebsreglements eingereicht, die nach wie vor hängig sind. Laut IG-Anwalt Lorenz Lehmann gehörte Kern bis 2006 stets zu den namentlich aufgeführten Beschwerdeführern. Formell ist das bis heute so, wie Lehmann bestätigt. Ein Rückzug der Beschwerden in seinem Namen vor Bundesverwaltungsgericht sei nicht erfolgt. «Das ist ein administratives Versehen der Anwälte, die diese Beschwerden vor Gericht vertreten. Herr Kern hat damit nichts zu tun», teilt Lehmann mit.
Dem Flughafen ist Kerns Schneiser-Vergangenheit bekannt, wie ein Unique-Sprecher bestätigt. Der Kampf gegen Lärm über der eigenen Villa sei «das legitime Recht eines jeden Bürgers», sagt er dazu und verweist darauf, dass Unique selbst an der Nordausrichtung des Flughafens festhalte.
Kern verlässt Schauspielhaus
Folgen hat Kerns neuer Chefposten auch für das Schauspielhaus. Laut Unique-Präsident Andreas Schmid wird Kern «dem Verwaltungsrat des Schauspielhauses nicht als Präsident zur Verfügung stehen». Aus dem Stadtrat ist zudem zu hören, dass für Kern überhaupt «keine weiteren Funktionen mehr vorgesehen sind», also auch nicht als einfacher Verwaltungsrat. Die Stadt sucht jetzt einen neuen Präsidenten. Dies hätte erst an der Generalversammlung 2008 kommuniziert werden sollen. Schauspielhaus- Präsident Elmar Ledergerber war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Tages-Anzeiger, 24.11.2007Externer Link



KOMMENTAR

Kern ist der falsche Mann

Von Marcel Speiser

Darf der Chef des Zürcher Flughafens ein Fluglärmgegner sein? Zeugt es von politischer Intelligenz, einen Gegner der Südanflüge auf den wichtigsten Posten von Unique zu hieven? Zwei Fragen, eine glasklare Antwort: Nein. Die acht Flughafen-Verwaltungsräte unter Führung von Präsident Andreas Schmid scheinen das allerdings anders zu sehen. Mit Thomas Kern haben sie ihr amtsjüngstes Mitglied zum Nachfolger von Josef Felder bestimmt.
Für den ehemaligen Globus-Chef spricht einzig seine breite Erfahrung im Detailhandel. In dieser Hinsicht ist Kerns Wissen für Unique von grossem Wert, da der Flughafen auch das viertgrösste Einkaufszentrum der Schweiz beherbergt.
Ansonsten aber ist ein Konzernchef Kern für den Flughafen vor allem eine Belastung. Wegen seines früheren Engagements bei den Südschneisern und seiner nach wie vor bestehenden Nähe zu dieser Fraktion von Fluglärmgegnern kann er keine glaubwürdige Lärmpolitik machen. Als Flughafenchef muss Kern zwischen den Anliegen der Lärmgeplagten rund um den Flughafen und in Deutschland vermitteln können und gleichzeitig den wirtschaftlichen Erfolg von Unique sicherstellen. Für ihn ein Ding der Unmöglichkeit.
Selbst wenn er den Hut des Südschneisers in der neuen Funktion gänzlich ablegen kann, werden ihm die Lärmgegner in Ost, West und Nord permanent vorhalten, voreingenommen zu sein. Dadurch ist Kern im wichtigsten Dossier für die künftige Entwicklung des Flughafens von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Dies gilt auch dann, wenn er seine Aufgabe als Chef geradlinig, ehrlich und engagiert machen wird.
Dass sich der Unique-Verwaltungsrat mit seinen politisch schwergewichtigen Mitgliedern Rita Fuhrer und Elmar Ledergerber unmittelbar vor der Abstimmung über die Plafonierungsinitiative solche Dinge nicht zu überlegen scheint, stellt das Gremium in ein schiefes Licht. Der einstimmige Entscheid für Kern lässt das Kontrollorgan als Kopfnickerklub erscheinen, in dem niemand opponiert, wenn der Präsident einen guten Freund zum Chef befördern will.

Tages-Anzeiger, 24.11.2007Externer Link


siehe auch:
Thomas Kern wird neuer CEO (Unique)
Tagesanzeiger begrüsst designierten CEO auf die stürmische Art (Unique)
Lärmgeplagter Flughafen-Chef (Leserbriefe TA)


 
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