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Fluglärm und Immobilienpreise (Leserbriefe TA)
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Preise steigen trotz Fluglärm, TA vom 16. Oktober

Andere Erfahrungen. Meine Frau und ich sind von Gockhausen infolge des unerträglichen Fluglärms weggezogen. Als Eigentümer zweier schön gelegener und gut gepflegter Liegenschaften, welche wir seit vielen Jahren vermieten, können wir das Resultat der Tagi-Recherche ganz und gar nicht teilen.  Noch vor 10 Jahren war der Mietzins beider Einfamilienhäuser um einiges höher als heute, Zinsanpassungen hin oder her. Sind im Jahre 1997 etwa 45 Anrufe und 27 Besichtigungen auf ein kleines Inserat im Tagi erfolgt, waren es 2005 deren zwei zu gleichen Konditionen und niemand kam vorbei. Nach erneutem Inserieren mit «600 Franken Reduktion infolge Fluglärms » – das sind etwa 20 Prozent des ursprünglichen Mietzinses – haben sich ganze fünf Personen gemeldet.
MARTIN WITZIG, RIGI SCHEIDEGG

 
Minergie ist keine Lösung. Was will der «Tages-Anzeiger» mit diesem Artikel bewirken? Muss man die aktuelle Fluglärmsituation als Greencard der Flughafenlobby interpretieren? Anscheinend kann man sich unter die so genannte Käseglocke (Minergie-Bauweise) begeben, und das Fluglärmproblem in der illegalen Südschneise ist gelöst. Aber aufgepasst: Langfristige bakterielle Krankheiten lassen grüssen. Dieses Herunterspielen der politischen Misere ist verheerend für Natur und Mensch. Im Artikel findet man auch kein Wort von Gesetzesbruch.
ELISABETH UND ROY MÜLLER, ZÜRICH


Komplott. Der «Tages-Anzeiger» hat es wieder einmal geschafft, einen wunden Punkt einer grossen Anzahl Menschen zu treffen – mit einem sehr einseitigen Artikel. Schade, dass das aktuelle rechtsstaatliche Komplott gegenüber der Bevölkerung aus dem dichtest besiedelten Gebiet der Schweiz nicht ernst genommen wird. Seit über vier Jahren kämpfen wir für Treu und Glauben. Folgende Frage ist legitim: Wohin soll ich als Hausbesitzerin ziehen? Wo im Kanton Zürich wird es in zehn Jahren noch ruhig sein, wo kann ich mich mit meiner Familie zu Hause fühlen? Mit der Strategie «Flughafenturbo» und der «Versandung von fehlenden Gerichtsentscheiden» werden wir die guten und teuren Wohnlagen beerdigen und den Bürger gegen den Rechtsstaat aufbringen. Eine wirklich gefährliche nachhaltige Entwicklung.
SIMONIA LE GUERRIER, EBMATINGEN


Lebensqualität. Fluglärm ist nur einer der Faktoren, welcher die Immobilienpreise beeinflussen. Höhenlagen werden nicht nur in Zürich immer beliebter, und finanzkräftige Zuwanderer gibt es genug.
Was aber in diesem Artikel nicht gesagt wird: Was ist mit der Lebensqualität der ansässigen Bevölkerung der Südanflugschneise? Nur ein geringer Teil wird wegziehen wollen oder können. Der Schluss, dass steigende Immobilienpreise die Lebensqualität heben, wäre jedenfalls völlig falsch. Auch die Minergie-Bauweise, deren Hauptzweck ursprünglich in verbessertem Wärmeschutz lag, wird wohl nur bei Neubauten zur Anwendung kommen können. Also bei einem Bruchteil der Gebäude.
ROBERT ULSAMER, WIEN

Tages-Anzeiger, 18.10.2007Externer Link, Seite 19