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Die Wirtschaft kann mit «250'000» leben (Leserbriefe TA/ZOL)
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Negative Korrelation. Endlich outen sich auch erfolgreiche Schweizer Ökonomen mit der Aussage, dass die Wirtschaft mit einer Plafonierung der Flugbewegungen von 250'000 bestens leben kann. Erstens: Es ist doch sehr überraschend, dass die Anzahl der Erwerbstätigen zwischen 1991 und 2000 bei massiver Zunahme der Flugbewegungen sogar leicht abnahm. Zweitens: Seit 2000 nimmt die Anzahl der Flugbewegungen von Jahr zu Jahr ab, die Anzahl der Erwerbstätigen steigt jedoch sprunghaft an. Fazit: In der Statistik nennt man so etwas eine negative Korrelation.
Eine solche wird auch durch Falschreden und Panikmache gewisser «Pro Flughafen»-Wirtschaftsleute bzw. -Politiker nicht positiv!
ANDRE EIGENMANN, EBMATINGEN

Wacklige Beweisführung. Es gibt sie noch, die Wirtschaftsvertreter und Unternehmer, die klar sagen, dass ein Flughafen mit 250'000 Bewegungen pro Jahr auch in Zukunft durchaus überlebensfähig ist. Dass diese Beurteilung der verbissenen Flughafenlobby nicht ins Konzept passt und sie die andere Meinung als «plumpen Versuch» einer Einmischung disqualifiziert, überrascht niemanden.
Wer jahrein, jahraus ins gleiche Horn bläst und pausenlos die Gefahren einer Plafonierung für Wirtschaft und Gesellschaft gebetsmühlenhaft wiederholt, kann nicht anders, als Andersdenkende ins Abseits zu stellen. Zu viel haben die Wachstumsstrategen in ihre Argumentation investiert, zu viel steht für sie auf dem Spiel, sollte ihre «Beweisführung» plötzlich an Bedeutung verlieren.
RICHARD MAURER, KLOTEN

Keine Wirtschaftsargumente. Wie der TA richtig schreibt, ist es die Flughafenlobby und nicht die Wirtschaft, die für einen grenzenlosen Flughafen eintritt.
Welches die «angeblich wirtschaftsnahen Kreise» sind, zeigt sich an den Reaktionen vom Forum Zürich und dem Komitee Weltoffenes Zürich. Die Funktionäre dieser Gremien haben, ausser ihren persönlichen Interessen, keine wirklichen Wirtschaftsargumente für ein grenzenloses Wachstum des Luftverkehrs! Werden ihre Scheinargumente von echten Vertretern der Wirtschaft zerzaust oder auch nur in Frage gestellt, so wird nicht stichhaltig dagegen argumentiert, sondern reine Polemik betrieben – es gibt halt keine Argumente, die für ein grenzenloses Wachstum eines so volatilen, in letzter Konsequenz auch bevölkerungsschädigenden Wirtschaftszweigs sprechen!
URS DIETSCHI, WEISSLINGEN

Zürich, ein attraktiver Standort. Danke dem neu gegründeten Wirtschaftskomitee «Pro Flughafen-Initiative». Tägliche Verbindungen ab Zürich mit 32 Flügen nach London oder 8 Flüge nach Hamburg sind purer Luxus oder auch ein gesellschaftlicher Egoismus, der unsere Lebensqualität langfristig stark beeinträchtigen wird. Tragen wir unserer Natur mit Vernunft Sorge, damit unsere Kinder auch in Zukunft die Standortattraktivität in Zürich und Umgebung erleben dürfen. Uneingeschränktes Wachstum am Flughafen wird definitiv Konsequenzen für unsere Gesundheit und unseren Lebensstandard haben. Wäre die grüne Schweiz bei 400'000 und mehr Flugbewegungen für unsere ausländischen Touristen überhaupt noch attraktiv?
ELISABETH & ROY MÜLLER, ZÜRICH

Bald neu mit Deutschland verhandeln. Es gibt auch vorausdenkende Wirtschaftswissenschafter und -fachleute: Bravo! Vielleicht kommt die Einsicht wirklich erst mit der Erfahrung! Ein Land mit mit 7,5 Millionen Einwohnern und vier Flughäfen (Zürich, Basel, Genf, Agno) braucht in Zürich keine Kapazitäten von über 250'000 Bewegungen pro Jahr.
Schliesslich hat der zweitgrösste französische Flughafen, Paris-Orly – der über ein Marktpotenzial von mindestens 14 Millionen verfügt –, nur 230'000 Bewegungen pro 2006 zu vermelden. Mit der Annahme der Plafonierungsinitiative kommt Berechenbarkeit für alle Beteiligten ins System. Dann kann man auch mit Deutschland wieder verhandeln.
URS KIRCHGESSNER, GOCKHAUSEN

Das Aviatik-Märchen. Endlich äussern sich auch Wirtschaftskreise zum gebetsmühlenartig repetierten Horror-Märchen der Aviatiklobby, wonach die gesamte Wirtschaft der Schweiz zusammenbricht, Zehntausende von Arbeitslosen unsere Strassen als Obdachlose bevölkern werden, und wir nicht mehr in die Ferien fliegen können, wenn auch nur ein Flieger weniger in Kloten landen darf. Die Unabhängigkeit von Wirtschaft und Flughafen wird jedoch von hochoffiziellen Statistiken von Unique selbst und vom Bund untermauert. Von der Flughafenlobby und der entsprechenden Regierungsrätin im Verwaltungsrat von Unique werden jeweils jedoch nur gekaufte Studien kommuniziert, welche das Gegenteil behaupten wollen.
URS R. DUMMERMUTH, MÄNNEDORF

Business mit Shopping in New York.
Mit der Vorschrift zu einem Maximaltakt (maximal alle zwei Stunden ein Flug an eine Destination), die durchaus mit marktwirtschaftlichen Instrumenten umgesetzt werden kann, kann sichergestellt werden, dass genügend Verbindungen ab Zürich an alle wichtigen Destinationen möglich sind. Ausserdem ist es eine Tatsache, dass das Gros der Businessflüge reine Goodies der Arbeitgeber sind.
Natürlich braucht es teilweise physische Nähe, besonders bei bedeutenden Projekten oder wichtigen Verkaufsabschlüssen. Doch den meisten ist klar, dass statt eines Besuchs in New York mit anschliessendem (privatem) Shopping das Meeting gut auch mittels Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden könnte – das weiss ich aus eigener Erfahrung.
Zudem erwecken die so genannten Billigflieger generell Bedürfnisse, die bei höheren Tarifen gar nicht erst entstehen würden. Und für Geschäftsreisende besonders wichtig: Eine Plafonierung der Bewegungen reduziert Verspätungen – es gibt nichts Ärgerlicheres als die stundenlange Warterei im Linienjet.
STEPHAN EBNÖTER, WEIACH

Leserbriefe zum Artikel: Fluglärm: Krach unter Wirtschaftsexperten, TA vom 31. 8.

Tages-Anzeiger, 03.09.2007Externer Link


«Die Bedeutung des Flughafens in Zweifel gezogen», Ausgabe vom 31. August

Die Wirtschaft ist erwacht

Gegen die Vision «uneingeschränktes Wachstum ans Flughafen» stehen nun namhafte Unternehmer und Professoren mit dem Wirtschaftskomitee pro Flughafen-Initiative ein. Im Vordergrund stehen Qualität statt Quantität, Stopp der Fehlentwicklungen des Flughafens und seines Siedlungsumfeldes sowie Infrastrukturbauten wie Autobahnen oder Bahnanschlüsse ans europäische Hochgeschwindigkeitsnetz. In viereinhalb Stunden von Zürich nach Paris per Schiene. Was für ein Erlebnis und was tut ein Komfort ohne Stress! Jeder Schienentourist sowie Geschäftsmann ist begeistert. Wollen wir nicht noch mehr solche Schienenverbindungen? Übrigens, auf einer Zugreise sieht und erlebt man einiges mehr als in der Luft in Richtung Ballermann.
Simonia Le Guerrier, Ebmatingen


Eine andere, wohltuende Sicht

Es ist sehr zu begrüssen, dass sich mit dem Wirtschaftskomitee nun auch echte Unternehmer und erfahrene Konjunkturexperten positiv zur Flughafeninitiative äussern. Sie heben sich wohltuend von den bezahlten Verbandsfunktionären und Managern der Flugbranche ab, die nur ihren kurzfristigen Gewinn aus einem schnellen Wachstum im Auge haben.
Die im SIL geplante Verdoppelung der Flugbewegungen brauchen wir und die Schweizer Wirtschaft wirklich nicht. Nur die Flughafeninitiative kann das noch verhindern. Mit ihr hat der für die Wirtschaft wichtige Linien- und Charterverkehr - mit heute 220'000 Flugbewegungen - immer noch genügend Wachstumsmöglichkeiten.
Bedenkt man, dass 88000 Flugbewegungen von und zu Destinationen gehen, die weniger als 500 Kilometer von Zürich-Kloten entfernt sind, liegt auch hier noch ein enormes Wachstumspotenzial. Durch die kommenden Hochgeschwindigkeitszüge werden diese Flüge in den nächsten Jahren zum Grossteil ersetzt.
Es ist zu hoffen, dass sich noch viele echte Schweizer Unternehmer dem Wirtschaftskomitee pro Flughafeninitiative anschliessen.
Felix Jaccaz, Weisslingen

 

Endlich ehrlich

Ups! Da gibt es doch tatsächlich Wirtschaftsvertreter, die jetzt die Wahrheit sagen: Der Wirtschaftsstandort Zürich kann mit einer Annahme der Flughafeninitiative am 25. November gut leben. Endlich haben wir ein paar ehrliche Wirtschaftsvertreter gefunden, die uns bestätigen: Bei einer Annahme der Initiative können wir weiterhin wie bisher in die Ferien fliegen; wir werden weiterhin Arbeit haben, wir werden weiterhin geschäftlich 32-mal pro Tag nach London fliegen können.
Stimmen wir am 25. November Ja zur Initiative für eine realistische Flughafenpolitik, bei welcher, auch die Lebensqualität der Bevölkerung wieder eine Bedeutung hat! Hart für die Hardliner der Zürcher Wirtschaft, wenn ihnen KMU Vertreter sagen, was Sache ist.
Thomas Koch, Winterberg

ZOL, 03./04./05.09.2007Externer Link



siehe auch:
Wirtschaftskomitee für die Flughafen-InitiativeExterner Link
Fluglärm entzweit Wirtschaftskreise (20min)