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Bilateraler Fluglärmstreit (Leserbriefe TA)
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Sie betreiben Selbstverstümmelung, TA vom 24. 3.

Vorteile für den Südschwarzwald. Ich gebe Tilman Bollacher Recht, in der Vergangenheit war leider die Kommunikation mit dem Südschwarzwald sehr verbesserungsfähig. Zu vieles lag im Argen. Das ist aber Vergangenheit. Wir müssen das Problem Fluglärm gemeinsam lösen. Als Politiker sollte Tilman Bollacher eigentlich wissen, dass Probleme nur gelöst werden können, wenn man mit einer positiven Grundhaltung an die Arbeit geht.

Herr Bollacher stellt den Südschwarzwald als Opfer des Flughafens Zürich dar, mit der Begründung ein Flughafen vertrage sich nicht mit einer sensiblen Erholungs- und Touristenregion. Wie verhält sich das mit dem Flughafen Stuttgart am Rande des Nordschwarzwaldes? Übrigens auch die Schweiz ist eine sensible Erholungs- und Touristenregion. Das ist also kein Argument, sondern Polemik. Jedes Hotel im Südschwarzwald weist in seinen Prospekten auf die guten Flugverbindungen ab Zürich hin. Die Geschäftsleute im Südschwarzwald benutzen die ausgezeichneten Flugverbindungen. Mit seiner sturen Haltung arbeitet Herr Bollacher gegen den Wirtschaftsraum Zürich, der auch dem Südschwarzwald Arbeitsplätze und dem Detailhandel Millionen- wenn nicht Milliardenumsätze ermöglicht.
Wenn wir über den Verkehr diskutieren, so müssen wir über den Gesamtverkehr reden. Wir dürfen nicht «Erbsen zählen », sondern die Belastungen messen und über die Chancen und Belastungen des Gesamtverkehrs für beide Partner diskutieren. Herr Bollacher, die EU spricht von einem «Open Sky», fassen Sie Mut und stellen Sie die Diskussion auf eine Basis, die zu einer Lösung führen kann.
HEINZ SCHMID, EMBRACH

 

Plafonierung als Lösung. Im Fluglärmstreit um den Flughafen Zürich sind die Fronten zwischen den betroffenen Gebieten in der Schweiz und auch mit den deutschen Nachbarn verhärtet. Eine für alle akzeptable Lösung ist nicht in Sicht, und die Streitereien und gegenseitigen Vorwürfe gehen sehr weit. Man beginnt schon, die «Rüeblitransporte» von Sizilien nach Hamburg, die Verbrennung von Kehricht aus Deutschland in der Schweiz und die Abnahme der Schlacke von deutscher Seite in die Diskussion um den Flughafen Zürich einzubringen. Auch die Regierung ist in meinen Augen deutlich überfordert, vor allem, da gewisse wirtschaftliche Interessen durch unsere Politiker vertreten werden müssen. Wir müssen einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen und gemeinsam eine für die ganze betroffene Region vernünftige Lösung suchen. Das muss durch die Bevölkerung geschehen und kann erst anschliessend an die Politiker zur Umsetzung delegiert werden.
Wir wollen einen leistungsfähigen Flughafen, der die Wirtschaftsregion Zürich stärkt, der auch für den Rest der Schweiz und das benachbarte Deutschland von Nutzen sein kann – aber nicht um jeden Preis. Persönlich bin ich gegen jegliche wirtschaftliche Einschränkungen, aber in diesem speziellen Fall muss dem Flughafen Zürich durch das Stimmvolk eine obere Grenze gesetzt werden. Zu viele Menschen sind vom Fluglärm betroffen.
Deren Bedürfnisse müssen wahrgenommen werden. Ich schlage vor, dass die Interessengruppen Nord, Süd, Ost und unsere Nachbarn im Norden zusammensitzen und die bevorstehende Abstimmung über die Plafonierung der Flugbewegungen im Bewusstsein unterstützen, dass bei einer Annahme der Initiative der ganze Fluglärmstreit vom Tisch wäre.
STEPHAN GROLIMUND, OBERGLATT


 
Viel Lärm aus Deutschland. Besuchen Sie uns doch einmal, Herr Bollacher – dabei sollten Sie aber Gehörschutz und Gasmaske nicht vergessen. Nicht einmal fremd fühlen müssen sich in unseren Landen, beispielsweise im oberen Reusstal, denn die an Ihnen vorbei donnernden Verursacher von Lärm und Gestank sind oft jene Ihrer Landsleute. Dank Spezialbewilligungen sind sie rund um die Uhr unterwegs.
HANSUELI BLEIKER, MORSCHACH

Tages-Anzeiger, 27.03.2007Externer Link, Seite 25


siehe auch:
Zürich und Deutschland im Clinch (TA)
«Man fliegt statt von Norden eben von Süden an» (TA)
Das Fluglärm-Duell (TA)
«Sie betreiben Selbstverstümmelung» TA