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Bravo, Elmar Ledergerber! (Leserbriefe TA & NZZ aS)
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Leserbriefe, Tages-Anzeiger, 07.02.2007:

Bravo, Elmar Ledergerber! Diese Gedanken waren schon lange in meinem Sinn. Sie sind mutig! Hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut. Ihnen gebührt ein grosses Lob als «Stapi» von Zürich!
HANSPETER WILHELM, ADLISWIL

Die meisten Politiker sind mutlos. Gratulation, Herr Ledergerber, endlich einmal etwas Mutiges von einem Politiker. Es hat lange gedauert, bis jemand diesen kleinkarierten süddeutschen Schmarotzern den Spiegel hingehalten hat. Alle wollen fliegen, keiner will den Lärm. Auf keinem anderen europäischen Flughafen könnten solche Regelungen durchgesetzt werden. Was die Nachbarn nördlich der Grenze fordern und von ihren Lakaien in Berlin unterstützt wird, hat die Grenze des Zumutbaren seit Langem überschritten. Leider glänzen die meisten unserer nationalen Politiker mit mutloser Taktiererei. Zeit einen Warnschuss nach Norden abzugeben.
TONI SCHÖNBÄCHLER, HAUSEN A. A.

Gemeinsame Lasten fair aufteilen. Einige der Punkte, welche Elmar Ledergerber in seiner Argumentation aufführt, sind wohl untauglich. Was deutsche Touristen und Studenten mit dem Flughafen zu tun haben, weiss wohl nur er. Andere Punkte hingegen sind jedoch in ihrer Richtigkeit nicht von der Hand zu weisen, was in Südwest-Deutschland aber nicht anzukommen scheint. Landrat Tilman Bollacher irrt sich gewaltig, wenn er der Meinung ist, dass wir etwas von den Deutschen wollen. Wir möchten nicht, dass die Deutschen die zürcherischen Lasten tragen, wir wollen, dass die gemeinsamen Lasten fair aufgeteilt werden. Ich nehme es Bollacher nicht ab, dass sich ihm die Bedeutung des Flughafens Zürich für seine Region nicht erschliesst.
Falls es doch so sein sollte, müsste man sich die Frage stellen, ob der Mann für das Amt des Landrats überhaupt geeignet ist. – Gerne profitiert man vom Flughafen, wenn man Destinationen anfliegen will, welche von Stuttgart aus nicht zu erreichen sind. Dann ist es ein willkommener europäischer Flughafen. Wenn es darum geht, einen Teil der Last zu tragen, dann ist es ein innerschweizerisches Problem.
Ausgerechnet in Deutschland, Gründungsmitglied der EU, scheint der europäische Gedanke nicht angekommen zu sein. Die «Stammtisch-Lösungen» der so genannten Scharfmacher dürften kaum der richtige Weg sein. Aber die Gesundheit der Lärmgeplagten und gestressten Schweizer muss mit teuren Lärmschutzmassnahmen geschützt werden. Ein willkommener Beitrag zu diesen Ausgaben wäre eine Sondertaxe für Passagiere aus Deutschland. Denn wir ertragen auch den Lärm, den sie mitverursachen
D.D. (Name dem VFSN bekannt)

Vor vier Jahren schrieb ich dem damaligen deutschen Verkehrsminister Stolpe, dass die süddeutsche Gegend sehr dünn besiedelt ist, und dass wohl keiner der Einwohner mit dem Pferdewagen nach Mallorca fährt, wenn sie in die Ferien reisen.
Die Antwort aus Berlin war drei Seiten lang und nicht überzeugend!
Deshalb: Ledergerber und Leuenberger, bleiben Sie dran!
YVONNE HELWEG, ZÜRICH


Leserbriefe, NZZ am Sonntag, 11.02.2007:

Über den offenen Brief des Zürcher Stadtpräsidenten an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten habe ich mich sehr gefreut. Seit 2002 eskaliert der Konflikt um den Flughafen auch dadurch, dass massgebliche Schweizer Politiker die deutsche Kommunikationskultur zu wenig kennen. Mit dem Brief Ledergerbers findet nun endlich ein Schweizer Politiker den offensiven und bestimmten - aber eben nicht selbstgerechten - Ton, um in Deutschland eine für Zürich positive Wirkung zu erzielen. So spricht man mit Deutschen! Einer der wertvollsten Beiträge in der Flughafendiskussion seit fünf Jahren.
Martin Kunzi, ein Deutscher in Zürich

Es ist ein Wunder geschehen! Seit drei Jahren und drei Monaten warten wir vergeblich auf die Kampfansage unseres Stadtrates. Nun ist sie endlich in einem offenen Brief an unseren nördlichen Nachbarn erfolgt. Absender ist Stadtpräsident Elmar Ledergerber. Etwas misstrauisch sind wir zwar weiterhin - denn er ist aus dem Hause SP. Sein «Chef» Moritz Leuenberger sitzt in Bern als UVEK-Vorsteher und pflegt das Flughafen-Dossier mit Samthandschuhen anzufassen. Aber vielleicht ist das nun das Signal für eine Kampfansage aus Bern!
Elisabeth und Roy Müller, Zürich Schwamendingen

Der offene Brief von Stadtpräsident Ledergerber ist ausgezeichnet. Aber im Grunde genommen wird wiederum um den Brei herumgeredet: Ein einfacher Satz, der vor einiger Zeit von einem anderen Leserbriefschreiber formuliert worden ist, würde genügen: «Wenn der Kanton Zürich ein Teil von Baden-Württemberg wäre, gäbe es diesen Streit mit Garantie überhaupt nicht.« Man reagiere!
Rolf Kern, Zürich

Mit einem offenen Brief versucht der Stadtpräsident von Zürich die verhärteten Fronten aufzuweichen und erntet aus den «USA«, dem Unteren Süddeutschen Abschnitt, kaum mehr als faule Tomaten. Wer den offenen, anständigen und kompetenten Brief jedoch sorgfältig liest, der fragt sich zu Recht, warum man sich ennet der Grenze empört. Immerhin arbeiten am Flughafen Zürich gegen 1000 deutsche Staatsangehörige, und 8 Prozent aller Flugpassagiere, also fast 1,5 Millionen pro Jahr, wohnen in Deutschland. Auch die übrigen Punkte in Ledergerbers Brief stimmen.
Otto Gerber, Wädenswil (ZH)

Gratuliere, Herr Ledergerber. Ein solcher Brief war nötig. Ob er den Verhandlungen die richtige Wendung zu geben vermag, ist allerdings zu bezweifeln. Mit diesem Brief haben Sie einen tiefsitzenden antihelvetischen Nerv der grenznahen Deutschen getroffen. Obschon der Flughafen Zürich wichtiger ist als jener in Stuttgart, lassen die deutschen Nachbarn ein gesundes Kosten-Nutzen-Verständnis vermissen. Deshalb nützen freundliche Worte wenig. Man muss den Entscheidungsträgern auf deutscher Seite wohl klarmachen, dass hier mehr auf dem Spiel steht als die allfällige Wiederwahl eines Lokalpolitikers.
David PIaz, Zürich

Wäre die Schweiz ein Teil Deutschlands, hätten die Nordanflüge nach Zürich nie zum Politikum werden können. Denn der gesunde Menschenverstand gebietet geradezu zwingend dieses Anflug-Regime. Dieser Tatsache werden sich auch die Deutschen sehr wohl bewusst sein, denn sie sind ein intelligentes Volk. Dann aber kann man sich ihr eigensinnig diskriminierendes Verhalten nur damit erklären, dass sie unsere Vorurteile ihnen gegenüber partout bestätigen wollen.
Gallus Gerig. Erstfeld (UR)

Mitten in der Fasnacht hat der Stapi den Wahlkampf begonnen. Doch er vergleicht Äpfel mit Birnen. Alle erwähnten deutschen Airports sind mehr als 70 Kilometer von der Grenze zum Ausland entfernt, ergo bleibt bei allen der Lärm und auch der Dreck im deutschen Inland. Die Regierung in Bern sollte endlich den Hauptflughafen des Landes von der Grenze entfernen. Ein guter Platz wäre im Oberaargau, z. B. bei Herzogenbuchsee. Das Land ist dünn besiedelt, es liessen sich auch die Pistenachsen so ausrichten, dass der komplette Luftverkehr über dem Inland erfolgen würde.
Wolfgang Bartosch, Dielsdorf (ZH)


Anmerkung VFSN: Auch wenn Herr Ledergerber den Flughafen nicht genannt hat, es gibt ihn: Weeze-Laarbruch, an der Grenze zu Holland. Die erbitterten Proteste des Dorfes Bergen lassen Deutschland absolut kalt. Bergen hat 13500 Einwohner, und liegt 3 km vor der Piste, genau unter der Anflugschneise: Holländer leiden unter deutscher Fluglärmschneise (TA vom 19.04.2004)



siehe auch:
Ledergerber mit deutlichen Worten (TA)
Ledergerber provoziert Süddeutsche (VFSN)
Schweizer Selbstzerfleischung (TA)
Die Stunde der Selbstgeisselung ist vorbei (Weltwoche)