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Der ZFI ist unbrauchbar (Leserbriefe Glattaler und NZZ)
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Leserbrief im Glattaler Externer Linkvom 01.09.06:

Der Zürcher Fluglärm Index ist unbrauchbar (der gleiche Leserbrief erschien, allerdings entschärft, auch in der NZZ)

Regierungsrätin Rita Fuhrer propagiert uns eine Statistik, in der Maulbeeren mit Mostbirnen verglichen werden: Die Zahlen der Flugbewegungen und der Bevölkerungszahl stammen aus dem Jahr 2000, das entspricht wohl dem Maximum vor dem Swissair Grounding. Angaben zu Flottenmix und An- und Abflugrouten stammen dagegen aus dem Jahr 2004, das ist das Jahr nach Einführung der illegalen Südanflüge.

Jedem Statistiker müssten angesichts dieser Vergleiche die Haare zu Berge stehen. In einer Statistik erwartet man Zahlen, die in Bezug zueinander stehen. Diese Irreführung allein qualifiziert meines Erachtens die ganzen Erhebungen als Schrott.

Dazu erklärt Frau Fuhrer, dass Sie selbst die entstandene Formel nicht verstehen könne und somit offenbar volles Vertrauen in die Beauftragten hat. Wie kann uns Frau Fuhrer als Regierungsrätin nach dem Vertrauensverlust in weiten Teilen der Bevölkerung einen Vorschlag vorlegen, den alle Betroffenen ebensowenig verstehen wie sie selbst?

Lernte man nicht in der Schule: Wenn niemand die Aufgabe versteht, so muss man diese einfacher erklären oder einfacher definieren?

Aber letztlich ist alles nur ein Faux pas mehr, viel Zeit und Steuergelder werden verschleudert, und kein Ziel ist in Sicht. Der Zürcher Fluglärm-Index verbessert in keiner Weise die Lage der Betroffenen und dient ausschliesslich den weiterhin ungebremsten Wachstumsgelüsten der Flughafen-Lobby.

Noch eine Frage bewegt mich: Zähle ich nun als tagtäglich widerrechtlich mit bis zu 88 Dezibel in nur 225 Meter Höhe überflogener Gockhauser zu den 47'000 Geschädigten oder den gestörten oder den bereits abgeschriebenen Menschen? Dies ist die vitale Frage für mich und unzählige Mitbetroffene.
Adrian Schoop, Gockhausen

 

Leserbriefe in der NZZ Externer Linkvom 01.09.06

Die Plafonierungsinitiative für den Flughafen Zürich wurde von den vom Fluglärm neu betroffenen Anwohnern des Ostens und Südens eingereicht. Ein Gegenvorschlag müsste somit deren Lage verbessern, wenn auch nicht in dem Masse wie die Initiative. Was uns Rita Fuhrer mit ihrem nun endlich konkretisierten Richtwert beziehungsweise dem Zürcher Fluglärm Index (ZFI) vorschlägt (NZZ 25.08.06), erwähnt die Betroffenen nicht einmal und zeigt insbesondere in keiner Weise auf, wie deren Lage verbessert werden soll.

Die Bemerkung, dass derzeit 35'000 vom Fluglärm stark betroffene Personen zu verzeichnen seien und die Zürcher Regierung erst bei 47'000 einschreitet, heisst doch nichts anderes, als dass die Regierung wie gehabt überhaupt nichts tun wird. Dieser sogenannte Gegenvorschlag ist schon rein logisch gar keiner. Will uns Frau Fahrer für dumm verkaufen?
Ursula Hofstetter (Forch)

 


Offenbar reicht dem Zürcher Regierungsrat die heutige Anzahl schwer Lärmbetroffener noch nicht. Sie soll auf 47'000 Personen erhöht werden, was erst bei 320 000 Flugbewegungen der Fall sein wird. Die Inkaufnahme einer schweren Verminderung der Lebensqualität für 47'000 Menschen entspricht meines Erachtens einer Haltung von grober Rücksichtslosigkeit und bedeutet eine schwere Belastung für das Rechtsempfinden der Bevölkerung in einer Demokratie.
Lukas Nietlispach (Hedingen)